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Wärme hat einen hohen therapeutischen Stellenwert: Entspannung, Erholung und ganz besonders Schmerzlinderung gehören zu ihren heilenden Effekten. Verschiedene Wärmeanwendungen sind daher fester Bestandteil bei der Behandlung von Entzündungen und Schmerzen. Das Rheumazentrum Mittelhessen bietet verschiedene Formen der Thermotherapie an und stellt Ihnen in diesem Beitrag eine davon etwas näher vor, die sogenannte Fango-Therapie.

 

Fango ist ein aus vulkanischem Gestein gewonnener Schlamm, der eine hervorragende Wärmekapazität aufweist und deshalb schon lange für physiotherapeutische Wärmebehandlungen eingesetzt wird. Bereits in der Antike wurden griechische Soldaten mit erwärmtem ägyptischen Nilschlamm behandelt. Fango, italienisch für »heilender Schlamm«, enthält zudem eine Vielzahl an Mineralstoffen – von Magnesium über Tonerde hin zu Eisen und Kalzium.

 

Die schwarze Fango-Masse wird im Rheumazentrum Mittelhessen in Form einer Paraffin-Fangopackung auf ca. 50°C erwärmt und je nach Beschwerde auf die betroffenen Körperpartien angelegt. Die hohe und lange gleichbleibende Temperatur der Fangopackung fördert die Durchblutung der Haut, des Bindegewebes und der Muskulatur, was zur Entspannung und zur Linderung von Schmerzen beiträgt. So können gezielt Muskelgruppen, Gelenke, Reflexzonen oder auch Bereiche wie Schulter-Nacken, Rücken oder die Hüftregion behandelt werden.

 

Eine etwa 20-minütige Fango-Session sorgt für tiefe Entspannung und hilft deshalb auch bei allgemeiner Nervosität. Häufig wird die Methode jedoch als Vorbereitung für eine Massage, Bindegewebsmassage oder für weitere physiotherapeutische Behandlungen angewendet. Insgesamt gilt der wärmende Schlamm bei rheumatischen Beschwerden im chronischen Stadium, bei Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen, bei Schwellungen oder auch als postoperative Maßnahme als wirkungsvolle Heilmethode.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen ist die Fango-Therapie fester Bestandteil unserer therapeutischen Anwendungen und sorgt gleichzeitig für ein kleines »Wellness-Feeling« bei unseren Patienten. Gerne beraten wir Sie näher zur Fango-Behandlung und ihrer Wirkweise.

 

Weitere Therapiemöglichkeiten finden Sie hier.

Eine rheumatische Erkrankung kann Betroffene in ihrem Alltag stark beeinträchtigen. Gelenkschmerzen und -schwellungen schränken die Beweglichkeit ein und können sich schnell auch auf die Selbstversorgung, Produktivität und Freizeitgestaltung auswirken. Alltagstätigkeiten wie Kochen, das Öffnen einer Wasserflasche oder eines Marmeladenglases können zu einer großen Herausforderung werden. Das Rheumazentrum Mittelhessen unterstützt Betroffene dabei, den Alltag trotz Rheuma zu meistern. Heute stellen wir Ihnen einige praktische Hilfsmittel vor, mit denen alltägliche Betätigungen wieder selbständig und zufriedenstellend erledigt werden können.

 

Generell gilt: Lassen Sie sich Zeit beim Erledigen Ihrer Tätigkeiten. Die Symptome von Rheuma sind oft unberechenbar, also hören Sie auf Ihren Körper und Ihre Tagesform und bleiben Sie stets geduldig. Nicht immer muss die ganze Waschmaschinenladung an Wäsche direkt und in einem Durchgang aufgehängt werden.

Achten Sie auch auf gelenkschonende Bewegungen – die sind bei rheumatischen Entzündungen besonders wichtig. Die folgenden Gelenkschutzregeln geben Ihnen einen Überblick:

 

  • Achsengerechtes Bewegen: Hier geht es darum, die natürliche Bewegung zu nutzen und auf die anatomischen »Körperachsen« zu achten. Beispielsweise bilden Unterarm, Hand und Mittelfinger beim alltäglichen Hantieren idealerweise eine Linie, auf der die Gelenkpunkte gerade angeordnet sind. Eine solche achsengerechte Bewegung entlastet die Gelenke und macht den Alltag einfacher. Ein abgewinkeltes Messer oder »Fuchsschwanzmesser« ist der ideale Helfer für die Küche und lässt Sie achsengerecht und mit weniger Kraftaufwand Obst, Gemüse und Brot schneiden.

 

  • Hebelwirkung nutzen: Das Öffnen von Drehverschlüssen oder das Drehen des Haustürschlüssels erfordert viel Kraft in der Hand. Hier gilt: Hebel einsetzen, um den Kraftaufwand zu reduzieren! Beispielsweise lässt sich ein Schlüssel leichter drehen, wenn man einen Schraubenzieher durch das Loch am Schlüsselgriff schiebt und ihn so als Hebel verwendet. Wasserflaschen und Gläser mit geriffelten Deckeln lassen sich mit einem Handnussknacker oder auch mit speziellen Deckel- oder Drehverschlussöffnern mit extra Griff wieder wie von selbst öffnen. Vakuumöffner oder Saughebel können ebenfalls Abhilfe schaffen.

 

  • Dicke Griffe mit starkem Halt: Dünne Gegenstände wie Kugelschreiber oder Henkel an Eimern lassen sich mit dicken und rutschfesten Griffen einfacher fassen und bedienen. Schaumstoffrohre oder Rohrisolierungen aus dem Baumarkt lassen sich problemlos über dünne Objekte stülpen. Durch diese Griffverdickung werden die Gegenstände direkt griffiger, die Belastung wird auf die ganze Hand verteilt und die Fingergelenke werden geschont.

 

Mit solchen kleinen Hilfsmitteln sind große Veränderungen im Alltag mit Rheuma möglich. Wer kreativ ist und vielleicht sogar seinen inneren MacGyver auslebt und alltägliche Gegenstände erfinderisch verwendet und kombiniert, der findet garantiert noch weitere Lösungen und Strategien für mehr Selbständigkeit im Alltag trotz Rheuma.

 

Für Fragen, Tricks und weitere gelenkschonende Arbeitsweisen steht Ihnen gerne auch die Ergotherapie des Rheumazentrum Mittelhessens für zur Verfügung!

Im Rheumazentrum Mittelhessen sorgt unsere hauseigene Diätassistenz für eine gesunde Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen. Denn mit den richtigen Lebensmitteln lassen sich chronische Entzündungen und Schmerzen positiv beeinflussen: Mittlerweile belegen zahlreiche Studien, dass eine größtenteils pflanzliche, unverarbeitete Diät eine signifikante Verbesserung bei unterschiedlichen Faktoren wie Morgensteifigkeit, Schmerzen, dem allgemeinen Zustand oder geschwollenen Gelenken bewirkt. Deshalb stellt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen immer wieder leckere Rezepte mit vitalisierenden Lebensmitteln und Inhaltsstoffen vor – damit Sie Zuhause und in Eigeninitiative Gutes für Ihre Gesundheit tun können.

 

Heute haben wir ein Rezept mit roten Linsen für Sie vorbereitet, denn diese enthalten jede Menge wertvolle Vitalstoffe, die nötig sind, um die rheumatischen Entzündungen im Körper dauerhaft abzugleichen. Vor allem die in den Linsen enthaltenen Antioxidantien, die Vitamine B1, B6 und Vitamin E sowie die Mineralstoffe Magnesium, Kupfer und Selen wirken entzündungshemmend und unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte. Noch dazu sind die kleinen Hülsenfrüchte starke Protein- und Ballaststofflieferanten! Damit halten sie lange satt und stabilisieren noch dazu den Blutzuckerspiegel.

 

Unser Rezept enthält neben roten Linsen auch verschiedene Gemüsesorten und basische Kokosmilch – das bringt Ihren Körper in die richtige Balance. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen unserer Suppe!

 

Mehr Infos zur pflanzlichen, überwiegend basischen Ernährung finden Sie in diesem Beitrag. Gern steht Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen auch mit einer individuellen Ernährungs- und Diätberatung zur Verfügung.

 

Achtung: Linsen haben einen hohen Purin-Gehalt und sind deshalb für Gicht-Patienten nur in kleinen Mengen geeignet!

 

 

Rote Linsen-Kokos-Suppe (6 Portionen)

1          Zwiebel
1          Knoblauchzehe
1          rote Paprika

2 TL     Currypulver

100g   Sellerie

100g   Möhre

100g   Porree

1 St.    Ingwer

1 EL    Öl

2 EL    Zitronensaft

175g   rote Linsen

400ml  Kokosmilch

700ml  Gemüsebrühe

Salz, Chili, Kokosraspel

 

 

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Anschließend das Gemüse waschen, putzen und würfeln. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Curry anschwitzen, das Gemüse dazugeben und leicht andünsten. Linsen dazugeben und alles mit Kokosmilch und Gemüsebrühe auffüllen. Für ca. 20. Min köcheln lassen bis die Linsen zerfallen. Nun fein pürieren und mit Zitronensaft, Salz und Chili pikant abschmecken. Mit Kokosflocken oder Kokosraspeln garnieren und servieren.

 

1 Portion enthält:  296 kcal, 18,7 g Fett, 23,6 g Kohlenhydrate, 8,2 g Eiweiß, 74 mg Calcium, 6,9 g Ballaststoffe,
0,3 g Omega-3-Fettsäuren, 0 mg Arachidonsäure, 1,5 mg Vit. E, 1,56 mg Zink

Sellerie ist mehr als nur ein Nahrungsmittel und wird seit Jahrhunderten erfolgreich gegen rheumatische Beschwerden und Gicht eingesetzt. Das Rheumazentrum Mittelhessen beleuchtet die medizinischen Eigenschaften und erstaunlichen Wirkungen der Heilpflanze.

 

Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen gleich auf mehreren Ebenen für einen Gesundheits-Boost: Echter Sellerie kurbelt den Stoffwechsel und das Nervensystem an, senkt den Blutdruck, reguliert Nieren- und Verdauungsfunktionen und senkt den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel. Die harntreibende Wirkung der Pflanze sorgt für eine gründliche Entwässerung und Entschlackung, was gerade bei Rheuma und Gicht außerordentlich wichtig ist. Das beugt gegen entzündliche Reaktionen im Körper vor und kann rheumatische Beschwerden spürbar lindern. Besonders magen- und verdauungsfreundlich unterstützt Sellerie Rheuma-Betroffene auch gerade dann, wenn der Magen durch die Medikamenteneinnahme angeschlagen ist.

 

Bereits die alten Ägypter wussten um die heilende Kraft der Pflanze und setzten den Wildsellerie gegen rheumatische Beschwerden ein. Ab dem Mittelalter wurde die Knolle wie selbstverständlich im Arznei- und nicht im Gemüsegarten angebaut. Heute haben wissenschaftliche Studien die gesundheitsfördernden Wirkungen lange bestätigt. Man fand außerdem heraus, dass der im Sellerie enthaltene Pflanzenfarbstoff Apigenin das Gehirn dabei unterstützt, neue Verbindungen zwischen Nervenzellen zu knüpfen – das hilft gegen neurologische Altersbeschwerden wie Demenz und beugt sogar Depressionen vor. Auch in der Krebsmedizin spielt die Heilpflanze eine immer größere Rolle: Sellerie-Stoffe schützen nachweislich gegen verschiedene Krebsarten, helfen während der Chemotherapie und können sogar bösartige Tumore verkleinern.

 

Egal, ob Knollensellerie, Stauden-, Stangen- oder Schnittsellerie – wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, greift am besten regelmäßig zu. Beispielsweise lässt sich aus frischem Stangensellerie ganz unkompliziert Selleriesaft machen: Die Stangen einfach gründlich waschen und in einem Entsafter auspressen, je nach Vorliebe können auch andere Lebensmittel – Karotten, Bananen oder Nüsse – hinzugemixt werden.

 

Das Rheumazentrum Mittelhessen hat außerdem ein tolles Sellerie-Rezept für Sie vorbereitet, damit Sie die Heilkraft der Knolle auch kulinarisch so richtig genießen können. Wir wünschen viel Spaß beim Zubereiten!

 

 

Sellerieschnitzel mit Kürbiskern (4 Portionen)

 

½         Sellerieknolle

4 EL    Kürbiskerne

4 EL    Semmelbrösel

250 ml Buttermilch

2          Eiklar

1 EL    Joghurt

3 EL    Mehl

4 EL    Albaöl

Salz, Pfeffer, Kürbiskernöl

 

Sellerie schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Einen Topf mit Wasser und Salz zum Kochen bringen und den Sellerie 6 Minuten darin garen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Kürbiskerne fein hacken und mit Semmelbröseln mischen. Eiklar zu Schnee aufschlagen und mit Joghurt vermischen. Die Selleriescheiben mit etwas Mehl bestäuben, durch den Joghurt-Eischnee ziehen und mit den Bröseln panieren. Albaöl in einer Pfanne erhitzen und Die Schnitzel bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit etwas Kürbiskernöl servieren.

 

Pro Portion: 590 kcal, 30 g Fett, 30 g Kohlenhydrate, 28 g Eiweiß, 0,75 g Ballaststoffe, 0,3 g Omega-3-Fettsäuren

 

»Hoffnung ist Kraft. Es ist so viel Energie in der Welt, als Hoffnung in ihr ist.“

Albert Schweitzer (1875 – 1965, evangelischer Theologe)

Ein aufreibendes Jahr neigt sich dem Ende zu.

Wir blicken auf viele Herausforderungen zurück – und auch darauf, wie wir gemeinsam

alle Hürden genommen und gemeistert haben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Patient*innen für das

uns entgegengebrachte Vertrauen –

und bei unseren Kooperationspartnern für die wertvolle Unterstützung.

Jetzt gilt es, der Zuversicht und Hoffnung wieder mehr Raum zu geben

und wieder neue Kraft zu schöpfen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen besinnliche Feiertage

und einen guten Start in ein neues, gesundes

und hoffentlich freundlicheres Jahr.

Ihr Rheumazentrum Mittelhessen

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus – und gerade für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen spielt Sport eine besonders wichtige Rolle. Wir vom Rheumazentrum Mittelhessen geben Ihnen hier einen kurzen Überblick über die vielfältigen Vorteile von Sport.

 

Körperliche Bewegung kurbelt den Stoffwechsel und das Immunsystem an. Und das wiederum produziert vermehrt Abwehrzellen und wirkt damit einer Vielzahl von Krankheiten entgegen – von Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck bis hin zu Diabetes.

 

Außerdem werden Muskulatur, Herz und weitere Organe durch Bewegung angeregt. Das stärkt nicht nur die Gewebe im Körper, sondern auch die Belastungsfähigkeit von Knorpel, Sehnen und Bändern. Und sogar die Knochen werden durch Bewegung stabilisiert – ideal bei Osteoporose.

 

Viele unserer Patienten leiden unter unangenehmen Begleiterscheinungen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder Schmerzen in den Gelenken. Durch regelmäßige, körperliche Ertüchtigung können solche Beschwerden deutlich reduziert werden. Sport dämmt die Krankheitsaktivität ein, verbessert die Gelenkfunktion – und kann sogar zu einer verringerten Medikamenteneinnahme führen.

 

Neben diesen zahlreichen, körperlichen Pluspunkten sorgt Bewegung auch für seelisches und geistiges Wohlbefinden – denn Sport setzt Endorphine frei. Die Glückshormone sorgen dafür, dass Stress und Anspannung abgebaut werden. Wer langfristig Sport treibt, ist fit, ausgeschlafen und kommt gut gelaunt durch den Tag.

 

Schon kleine Maßnahmen wie Treppensteigen oder regelmäßige Spaziergänge wirken sich positiv auf den Körper aus. Für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen eignen sich beispielsweise auch sanftes Krafttraining mit leichten Gewichten, moderates Ausdauertraining wie etwa Walking oder Schwimmen sowie Gymnastik oder Wassergymnastik. Auch Yoga und Tai Chi erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Grundsätzlich kommen bei Rheuma alle Bewegungen infrage, die die Gelenke nicht übermäßig belasten. Ist das gewährleistet, muss eigentlich nur noch herausgefunden werden, welche Sportart Ihnen am meisten Freude bereitet.

 

Haben Sie Lust auf mehr Bewegung bekommen? Gern beraten wir vom Rheumazentrum Mittelhessen Sie persönlich über Ihre vielfältigen Möglichkeiten unter Berücksichtigung Ihres aktuellen Gesundheitszustands.

Typischerweise greifen rheumatische Erkrankungen die Gelenke im Körper an. Bei den sogenannten Kollagenosen richtet sich die Entzündung jedoch gegen weiches Gewebe im Körper – meistens das Bindegewebe, aber auch Haut, Muskeln, Gefäße oder innere Organe. Als eine der führenden Kliniken für Rheumatologie möchten wir Ihnen diese seltenen Krankheitsformen etwas näher erläutern.

 

Bei den Kollagenosen handelt es sich um systemische Autoimmunerkrankungen, die sich vorwiegend gegen körpereigene Bindegewebszellen richten. Das Immunsystem kann nicht mehr zwischen gesunden oder kranken Körperzellen unterscheiden und bekämpft gesunde Zellen. Da das Bindegewebe in allen Bereichen des Körpers vorkommt, können Kollagenosen prinzipiell in jedem Organ auftreten. Die genauen Ursachen der Immunstörung sind aktuell nicht bekannt. Vermutlich spielen jedoch erbliche Faktoren, Hormone – Frauen sind häufiger betroffen –, psychischer Stress, Infektionen und Sonnenbestrahlung eine Rolle bei der Entstehung.

 

Viele Kollagenosen haben ganz ähnliche Symptome, weshalb man sie häufig erst im weiteren Krankheitsverlauf voneinander unterscheiden kann. Das Sjögren-Syndrom, eine Form der Autoimmunerkrankungen, zeigt sich etwa durch eine verminderte Tränen- und Speichelproduktion: Es kommt zu trockenem Mund, trockenen Augen, trockenen Schleimhäuten. Überempfindlichkeit bei Sonnenbestrahlung mit geröteter Haut und teilweise angeschwollenen Gelenken kann auf die Form Systemische Lupus erythematodes hinweisen. Eine Polymyositis macht sich mehr durch Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber bemerkbar.

 

Zu den typischen Symptomen der Kollagenosen gehört das sogenannte Raynaud-Syndrom: Hierbei werden, meist bei Kälte aber auch bei Stress, die Finger oder Zehen der Betroffenen blass und kalt. Viele junge Frauen kennen das Symptom seit ihrer Jugend, meistens handelt es sich dabei um nicht krankheitsrelevante Durchblutungsstörungen der Finger. Doch kommt es im Erwachsenenalter zu einem Farbwechsel in den Fingern – von weiß zu blau und schließlich zu rot, man spricht in dem Fall vom Tricolore-Phänomen –, könnte dies ein Hinweis auf das Vorliegen einer rheumatischen Erkrankung sein. Dann gilt es, gezielt auf weitere Symptome zu achten, etwa Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen oder Muskelschwäche, Hautveränderungen oder reduzierte Belastbarkeit.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen untersuchen unsere Fachärzte bei Verdacht auf Kollagenosen die Entzündungswerte im Blut, bestimmen antinukleare Antikörper und prüfen zusätzlich gezielt Herz, Lunge und Nieren auf Entzündungen. Selbst seltene Krankheiten wie die genannten Bindegewebsdegenerationen sind fester Bestandteil unseres Behandlungsspektrums. Unsere erfahrenen und spezialisierten Ärzte finden nicht nur die richtige Diagnose, sondern auch die ideale Therapie, um bei chronischen Erkrankungen wirksam zu helfen und den Patienten ein gutes, möglichst beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.

Die Deutsche Rheuma-Liga feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen – und produziert im Jubiläumsjahr regelmäßig spannende Podcasts zum Thema Rheuma. Die Sendungen klären auf, geben Tipps zum Leben mit rheumatischen Erkrankungen oder stellen Neuigkeiten und Projekte der Rheumaforschung vor.

 

Gleich zwei Experten vom Rheumazentrum Mittelhessen sind Teil der 14. Folge des »Rheuma-Podcasts«, der dieses Mal vom Rheuma-Liga Landesverband Hessen erstellt wird. Unter dem Thema »Rheuma hat viele Gesichter« stellen Kathrin Storck-Müller, Leiterin des Rheumazentrums Mittelhessen, und Heinz-Otto Junker, Leiter der therapeutischen Abteilung, ihr fachliches Know-how zur Verfügung.

 

Wie wichtig ist Bewegung bei rheumatischen Erkrankungen? Was ist Fibromyalgie? Und wie wird im Rheumazentrum Mittelhessen eine bedarfsgerechte und vor allem zielgerichtete Therapie für Betroffene entwickelt? In knapp 15 Minuten werden diese und weitere bewegende Fragen für die Zuhörer beantwortet.

 

Der Podcast erscheint pünktlich zum Welt-Rheuma-Tag, der in diesem Jahr nicht wie gewohnt als große Veranstaltung der Deutschen Rheuma-Liga mit Vorträgen, Übungen und persönlichen Gesprächen stattfinden kann. Das Gespräch mit den Spezialisten vom Rheumazentrum Mittelhessen ist daher ein wertvoller Beitrag in diesen dynamischen Zeiten und unterstützt alle Betroffenen und Interessierten mit anschaulichem und interessantem Input. Kommen Sie mit uns und erleben Sie die vielen Gesichter von Rheuma.

 

Hier geht’s zum Podcast – wir wünschen viel Spaß beim Hören!

Chronische Gelenkentzündungen oder orthopädische Verletzungen können sehr schmerzhaft sein und den Alltag stark beeinträchtigen. Unsere ganzheitlichen Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen unsere Patienten nachhaltig, ihren Alltag wieder besser zu meistern.

 

In unserer Anschlussheilbehandlungs- und Rehabilitationsklinik führen wir die Nachsorge von akuten oder chronischen rheumatischen oder orthopädischen Erkrankungen, Verletzungen und Operationen durch. Die Rehabilitation wird im Rheumazentrum Mittelhessen stationär und ambulant angeboten. Bei einem stationären Aufenthalt können sich unsere Patienten vollkommen auf ihren Genesungsprozess konzentrieren.

 

Rehabilitation leitet sich von dem lateinischen Wort rehabilitatio ab und bedeutet »Wiederherstellung«. Und genau darum geht es bei unseren Reha-Maßnahmen: um die Wiederherstellung der Fähigkeiten und um die Minderung oder Behebung der Krankheitsfolgen. Unser interdisziplinäres Team stärkt mit diversen therapeutischen Maßnahmen den Bewegungsapparat der Patienten und zeigt ihnen alternative Bewegungsabläufe. Das lindert nicht nur die Schmerzen, sondern steigert auch die allgemeine Belastbarkeit. So können unsere Patienten ihre Bewegungen und Aktivitäten im Alltag wieder mit mehr Selbständigkeit und Ausdauer ausüben.

 

Die Rehabiliation, »Wiederherstellung«, bezieht sich außerdem auch auf die berufliche und soziale Wiedereingliederung der Patienten. Eine individuelle Rückführung in das Sozial- und Erwebsleben erreichen wir durch psychologische Beratungen und sozialdienstliche Leistungen. Dabei werden auch Themen wie Medikation, Ernährung, Alltags- und Schmerzbewältigung besprochen, da diese essentiell sind, um den Alltag trotz chronischer Krankheit souverän zu meistern.

 

Auch Ruhe und Entspannung sind ein fester Bestandteil der Rehabilitation. Das Rheumazentrum Mittelhessen bietet daher vielfältige Methoden zur Stressbewältigung und zu mehr Ausgeglichenheit an – etwa progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training. Solche Entspannungsübungen helfen den Patienten auch über die Rehabilitationsmaßnahme hinaus, Stress eigenständig zu bewältigen und im Alltag zu mehr Ruhe zu gelangen.

 

Als eines der führenden Kompetenzzentren für Rheumaerkrankungen stehen wir unseren Patienten mit einem ganzheitlichen Therapieprogramm zur Seite, um die individuell festgelegten Rehabilitationsziele zu erreichen. Wir geben unseren Patienten dabei vielseitige, therapeutische Tipps und Übungen und damit wertvolles Wissen an die Hand, das ihnen nachhaltig hilft, ihr berufliches und soziales Leben zu bewältigen. Kurzum: mehr Lebensqualität dank ganzheitlicher Rehabilitation.

Rheumatische Erkrankungen verändern das Leben aller Betroffenen. Die Beschwerden bringen neue Herausforderungen mit sich: Die Rheumatherapie nimmt einen Platz im Alltag ein, Beruf und Freizeit müssen durch die chronische Erkrankung oft neu organisiert werden. Teilweise ergeben sich neue Probleme – persönliche, wirtschaftliche oder soziale.

 

Unser Ziel im Rheumazentrum Mittelhessen ist es, unsere Patienten ganzheitlich zu unterstützen und mit ihnen gemeinsam eine für ihre persönliche Situation angemessene Hilfe zu finden. Die soziale Beratung ist daher fester Bestandteil unserer Patientenversorgung. Im Rahmen von persönlichen Gesprächen beraten wir unsere Patienten in Fragen der beruflichen und alltäglichen Leistungsfähigkeit.

 

Komplexe Themen rund um Rentenfragen, Schwerbehindertenrecht, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügungen gehören ebenfalls zu unserer sozialtherapeutischen Unterstützung. Wir vermitteln Kontakte zu Selbsthilfegruppen, organisieren gemeinsam mit unseren Patienten und ihren Angehörigen die häusliche Versorgung nach der Entlassung, kümmern uns um die Beantragung von Hilfsmitteln und unterstützen sie bei Anträgen zu Leistungen der Pflegeversicherung. Auch die Beratung und Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen gehört zu unseren unterstützenden Leistungen.

 

Während einer Reha-Maßnahme im Rheumazentrum Mittelhessen erarbeiten wir bei Bedarf auch berufliche Perspektiven. Etwa die stufenweise Wiedereingliederung an den bestehenden Arbeitsplatz oder die Beantragung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsplatz. Für einen nachhaltigen Therapieerfolg vermitteln wir spezielle Reha-Nachsorgeprogramme.

 

Die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben oder die soziale Absicherung bei Krankheiten sind eine wichtige Grundlage für den Heilungsprozess der Patienten. Unsere Sozialberatung legt den Fokus darauf, sie auf ihrem Weg mit der Erkrankung zu unterstützen und eine optimale Hilfestellung zu gewährleisten. So ermöglichen wir unseren Patienten auch mit Rheuma aktiv und selbstbewusst am Leben teilzunehmen.