Aktuelles & Presse

Die vielfältigen Untersuchungsmethoden des Rheumazentrums Mittelhessen sind seit über 60 Jahren der Garant für die erfolgreiche Diagnose und Behandlung von Rheumaerkrankungen. In einem kürzlich erschienenen Beitrag haben wir bereits über einige Diagnoseverfahren berichtet – von der Anamnese über die Labordiagnostik hin zum Röntgen.

 

In diesem Bericht möchten wir Ihnen weitere Methoden vorstellen, mit denen wir die komplexen und teilweise schwer zu befundenden Krankheitsbilder unserer Patienten so lange beleuchten, bis wir schließlich zur richtigen Diagnose gelangen.

 

Sonografie

Die Sonografie, umgangssprachlich auch oft als »Ultraschalluntersuchung« bezeichnet, ist ein bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe. Die strahlungs- und schmerzfreie Methode wird im Rheumazentrum Mittelhessen vor allem für Gelenkuntersuchungen genutzt. Sie hilft uns, aktive Gelenkentzündungen von nicht entzündeten Gelenken zu unterscheiden sowie das Ausmaß der vorhandenen Entzündung besser einzuschätzen. Außerdem untersuchen wir mit der Sonografie innere Organe auf mögliche Begleiterkrankungen oder Differentialdiagnosen.

 

Kapillarmikroskopie

Bei der Kapillarmikroskopie legt der Patient i.d.R. einfach seinen Finger auf ein Mikroskop, sodass die kleinsten Blutgefäße, auch »Kapillaren« genannt, von unseren Spezialisten lichtmikroskopisch untersucht werden können. Innerhalb weniger Minuten werden selbst kleinste Gefäßveränderungen und bindegewebsrheumatische Erkrankungen (»Kollagenosen«) exakt erfasst. So können Erkrankungen treffsicher entdeckt und genau eingeordnet werden.

 

Knochendichtmessung DXA

Durch die sogenannte Dual-Röntgen-Absorptiometrie (auch »DXA« von der englischen Bezeichnung »dual energy X-ray absorptiometry«) wird eine Untersuchung der Knochendichte ermöglicht. Besonders bei Verdacht auf – oder bereits vorhandener – Osteoporose sowie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, speziell rheumatoide Arthritis, sollte man den Zustand der Knochen genau bestimmen und im Blick behalten.

 

EKG

Bei (akuten) Beschwerden im Brustkorb wie Schmerzen oder Atemnot mit Verdacht auf Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen kommt das Elektrokardiogramm (EKG) zum Einsatz. Denn in manchen Fällen können sich rheumatische Erkrankungen auch auf das Herz auswirken – und das finden wir schnellstmöglich heraus, um frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

 

Lungenfunktionsprüfung

Auch die Lunge und ihre Funktionen können durch rheumatische Erkrankungen beeinträchtigt werden. Mit der Lungenfunktionsprüfung stellen wir Einschränkungen des Lungenvolumens oder der Ein- oder Ausatmung unserer Patienten fest. So prüfen wir die Lungenbeteiligung und nutzen die Ergebnisse gleichzeitig für das richtige Basismedikament.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen wenden wir noch weitere Verfahren an, um detektivisch die richtige Erkrankung und Ursache bei unseren Patienten festzustellen. Einblicke in alle weiteren Diagnosemöglichkeiten finden Sie hier.

In einem unserer letzten Beiträge haben wir bereits von unserem Netzwerk aus Kliniken und Fachärzten mit Bezug auf das Universitätsklinikum Gießen/Marburg berichtet. Gemeinsam mit unseren medizinischen Kooperationen schaffen wir ein versorgungsübergreifendes Konzept; besonders bei Erkrankungen im Grenzbereich zu anderen Fachgebieten arbeiten wir eng mit unseren Kooperationspartnern zusammen, um die optimale Behandlung unserer Patienten zu gewährleisten.

 

In diesem Beitrag möchten wir über unsere Partnerschaft mit dem Wirbelsäulenzentrum Marburg sowie mit der Praxis für Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie Dr. med. Kuhn aus Gießen berichten. Im Wirbelsäulenzentrum nimmt sich ein hochspezialisiertes Team der Untersuchung, Diagnostik und Beratung rund um degenerative Wirbelsäulenerkrankungen sowie Nervenengpasssyndrome an. In der Praxis von Dr. med. Kuhn profitieren Patienten von einer in rund zwei Jahrzehnten gewonnenen neurochirurgisch-operativen Expertise.

 

Seit über 20 Jahren kommen Fachärzte des Wirbelsäulenzentrums regelmäßig zu unseren Visiten ins Rheumazentrum Mittelhessen. Zusätzlich nehmen wir akute Schmerzpatienten stationär im Rheumazentrum auf, bei denen eine potentielle Operationsindikation umgangen werden soll und bei denen sämtliche ambulante Möglichkeiten bereits ausgeschöpft sind. Während des stationären Aufenthaltes finden neurochirurgische Kontrolluntersuchungen statt, um die weitere Therapie abzustimmen und einzuleiten. Besonders bei Patienten mit akuten und chronischen Rückenschmerzen ist dieses Modell ein wesentlicher Bestandteil für eine systematisch-konservative Therapie. Durch den engen Kontakt zu unseren Kooperationspartnern minimieren wir zusätzlich die Wartezeiten zur Diagnostik bei akuten rheumatologischen Erkrankungen der Wirbelsäule.

 

Schmerzpatienten aus dem Rheumazentrum Mittelhessen, bei denen eine Operation unumgänglich erscheint, können außerdem den Ärzten des Wirbelsäulenzentrums sowie der Praxis Dr. med. Kuhn vorgestellt werden.

 

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Wirbelsäulenzentrum Marburg und der Praxis Dr. med. Kuhn sind unsere Patienten immer in den besten Händen: Gemeinsam gewährleisten wir die optimale und fachübergreifende Versorgung und Betreuung bei Erkrankungen an der Wirbelsäule.

 

Informieren Sie sich hier über unsere weiteren medizinischen Kooperationen und Partnerschaften.

Die richtige Therapie von rheumatischen Beschwerden beginnt mit der kompetenten Betreuung durch einen Facharzt und mit einer schnellen, exakten Diagnose. Bei uns im Rheumazentrum Mittelhessen ist die Ambulanz die richtige Anlaufstelle für Menschen mit Verdacht auf eine rheumatische Entzündung. In der Regel erfolgt die Zuweisung an uns durch den Hausarzt oder durch andere Fachärzte.

 

Unsere rheumatologische Ambulanz hat sich auf die Abklärung und Behandlung entzündlich-rheumatischer Krankheitsbilder und ihrer Grenzformen spezialisiert. Mit der Expertise aus über 60 Jahren gehört das Rheumazentrum Mittelhessen zu den erfahrensten rheumatologischen Kliniken in Deutschland.

 

Ein wirksames, ganzheitliches und speziell auf den Patienten abgestimmtes Therapiekonzept beginnt in unserer ambulanten Einrichtung. Hier bedienen sich erfahrene Rheumatologen an einem großen Portfolio an externen Therapiemöglichkeiten wie der Physiotherapie und an internen Ansätzen, wie z.B. einer medikamentösen Behandlung, um den größtmöglichen Therapieerfolg zu gewährleisten.

 

Unsere Ambulanz gliedert sich in zwei Bereiche: einen ärztlich-diagnostischen Bereich mit zwei rheumatologischen Scherpunktpraxen und einen therapeutischen Bereich für Physiotherapie, physikalische Therapien und Ergotherapien. Hier kümmern sich hochkompetente Fachärzte also sowohl um die Grundversorgung als auch die Behandlung unserer Patienten, dazu gehören:

 

  • Diagnostik und Behandlung chronischer und akuter Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Notfallbehandlung rheumatologischer Erkrankungen
  • Therapie von akuten und chronischen rheumatischen, orthopädischen, chirurgischen und neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen

 

Bei der Anamnese, Untersuchung und Beratung wird bereits der Grundstein für die Therapie gesetzt. Mit zusätzlichen Leistungen ergründen wir die Erkrankung, bis wir dem Schmerz ein Gesicht geben können: durch unser fachspezifisches Labor und weitere Verfahren wie Röntgen, (Arthro-) Sonografie oder Gelenkpunktion und -injektion gelangen wir schließlich zur exakten Diagnose. Davon ausgehend erstellen wir dann eine zielgerichtete Therapie. Alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden dem Hausarzt oder Zuweiser in Form eines Arztbriefes mitgeteilt.

 

Eine Linderung der Beschwerden startet dabei immer hier: in unserer rheumatologischen Ambulanz. Ob stationär oder ambulant – unsere Patienten sind bei uns stets in besten Händen.

Rheumatische Erkrankungen werden sowohl von der Schulmedizin als auch von der Naturheilkunde häufig mit einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper in Verbindung gebracht. In der Alltagssprache ist von einer »Übersäuerung« die Rede, wenn der körpereigene pH-Wert unter den Normbereich sinkt. Zu viel »Säure« im Gewebe kann den Körper belasten und seine Funktionen beeinträchtigen. Das drückt sich dann zum Beispiel durch Muskelbeschwerden, Allergien, innere Unruhe, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder auch Hautleiden wie Neurodermitis aus. Und auch rheumatische Erkrankungen und Osteoporose können eine Folge sein.

 

Mit der richtigen Ernährung können wir für einen Ausgleich im Körper und einen gesunden Säure-Basen-Haushalt sorgen. Dafür sind basenüberschüssige Lebensmittel essentiell, denn sie aktivieren die Basenbildung und liefern wichtige Mineralstoffe, die die Säuren binden und aus dem Körper transportieren. Eine basische Ernährung schützt den Organismus, fördert gleichzeitig das Immunsystem und stärkt Binde-, Muskel- und Nervengewebe. Die Ernährungsform sorgt insgesamt für ein gesundes Gleichgewicht – ihr wird deshalb auch nachgesagt, den Körper fit und jung zu halten. Es lohnt sich also, basische Lebensmittel verstärkt in die eigene Ernährung aufzunehmen.

 

Die meisten Obst- und Gemüsesorten sind besonders basenüberschüssig und damit bestens geeignet, um das Mineralstoffgleichgewicht wieder herzustellen. Pilze, Nüsse, Vollkornprodukte, Hafer und Kerne sind ebenfalls ideal und entfalten im Körper positive Wirkung. Auch Kräuter und Keimlinge dürfen bedenkenlos aufgetischt werden. Wertvolle Omega-3-Fettsäuren unterstützen den Körper zusätzlich mit entzündungshemmenden Stoffen und können über Lein- und Rapsöl sowie Fisch zu sich genommen werden.

 

Bei einer basenüberschüssigen Ernährung ist also weiterhin alles möglich: vegan, vegetarisch, mit Fleisch, roh oder gekocht. Säurebildende Lebensmittel werden dabei reduziert und machen nur noch einen Teil von 20 bis 30 Prozent der Ernährung aus.

 

Zu den »sauren« Lebensmitteln gehören die meisten tierischen Produkte wie Fleisch, Wurst, Eier, Milch und Milchprodukte sowie Zucker, Fertigprodukte, Weißmehl, Softdrinks, Kaffee und Alkohol. Diese produzieren im Körper zu viel Säure, sind damit entzündungsfördernd und können häufig die rheumatischen Problematiken und Symptome noch verschlimmern. Greifen Sie bei Milchprodukten zu den fettarmen Varianten oder probieren Sie pflanzliche Alternativen aus, wie zum Beispiel Margarine, Mandelmilch oder Kokosjoghurt. Butter und Sahne dagegen sollten aufgrund ihres Fettsäureprofils möglichst reduziert werden.

 

Wir haben für Sie ein kleines Rezept vorbereitet, das viel Gemüse und damit tolle Basen-Lieferanten enthält, die Sie mit wichtigen Mineralstoffen versorgen und so zu einem ausgewogenen Säure-Base-Haushalt beitragen. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

 

Mediterranes Gemüsegratin (6 Portionen)

500 g Tomaten

500 g Zucchini / Aubergine

1 Paprikaschote

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 Bd. Basilikum

1 EL Paniermehl

1 EL Rapsöl

1 TL gekörnte Gemüsebrühe

50 g geriebener Käse (oder vegane Käse-Alternativen)

Salz, Pfeffer

 

Das Gemüse putzen und waschen. Die Tomaten in fingerdicke Scheiben schneiden, die Zucchini und Paprika in Streifen hobeln.

 

Das Gemüse streifenweise nebeneinander in eine flache, gefettete (z.B. mit Margarine oder Rapsöl) Auflaufform geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln, Basilikumblättchen abzupfen und fein schneiden. Die Kräuter mit Paniermehl, Öl, Käse mischen und mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer würzen.

Abschmecken und auf dem Gemüse verteilen.

 

Im Backofen ca. 15-20 Minuten überbacken.

 

Pro Portion: 146 kcal, 5,6 g Fett, 13,4 g Kohlenhydrate, 9,5 g Eiweiß, 225 mg Calcium, 6 g Ballaststoffe

Wenn wir uns bewegen, sind mindestens 430 Muskeln in unserem Körper aktiv. Um gut zu funktionieren, muss unsere Muskulatur kräftig, ausdauernd und dehnfähig sein. Besonders das Muskeldehnen wird heutzutage oft vernachlässigt – dadurch verkürzen sich die Muskeln und werden steif und verspannt, was möglicherweise sogar zu Schäden der Gelenke, Gelenkbänder, Sehnen und der Muskeln selbst führen kann.

 

Durch regelmäßiges Dehnen der Muskeln kann man die Muskelfunktionen wieder stärken und generell die Vitalität des Körpers bewahren. Denn Dehnübungen steigern die Muskeldurchblutung, verbessern die Beweglichkeit der Gelenke, Sehnen und Bänder, beschleunigen die Regeneration des Körpers und erhöhen das allgemeine Wohlbefinden.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen daher die Grundlagen des »Autostretching« etwas näher bringen.

 

Beim Autostretching, was so viel bedeutet wie »selber dehnen«, geht es darum, die Muskulatur durch verschiedene Dehnübungen geschmeidig zu halten und etwaige Beschwerden zu lindern. Um die richtige Wirkung zu erzielen, sind während jeder Übung auf folgende Prinzipien zu achten:

  • Nehmen Sie bei jeder Übung eine sichere und stabile Ausgansstellung ein.
  • Berücksichtigen Sie die Funktionen des Muskels und bauen Sie die Spannung vorsichtig und behutsam auf.
  • Behalten Sie während der gesamten Übung die Kontrolle der Dehnung.
  • Bauen Sie die Dehnung der Muskeln stufenweise auf und gehen Sie nicht über die Grenze der optimalen Beweglichkeit – riskieren Sie keine Überbelastung.

 

Eine weitere Grundregel: Stretching sollte niemals Schmerzen bereiten. Hören Sie immer auf Ihren Körper und führen Sie alle Übungen behutsam und achtsam durch.

 

Probieren Sie die Prinzipien des Autostretchings doch gleich mal aus – mit dem sogenannten Ellbogenschub: Stellen Sie sich aufrecht und stabil hin und legen Sie die rechte Hand von oben zwischen die Schulterblätter, die Fingerspitzen zeigen dabei nach unten. Jetzt führen Sie die linke Hand über den Kopf und legen die auf den rechten Ellbogen. Damit können Sie die Dehnung mit leichtem Druck verstärken. Halten Sie die leichte Spannung etwa 20 Sekunden lang und wiederholen die Übung zwei- bis dreimal. Anschließend auch andersherum den linken Arm dehnen. Bei regelmäßiger Durchführung verbessert diese Übung die Beweglichkeit in den Schultern und den Armen und dehnt gleichzeitig den breiten Rückenmuskel mit.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Dehnen!

Das Rheumazentrum Mittelhessen verfügt über ein großes Netzwerk aus Kliniken und Fachärzten. Unsere medizinischen Kooperationen sind Teil unseres versorgungsübergreifenden Konzepts, mit dem wir alle gemeinsam ein Ziel verfolgen: die optimale Behandlung unserer Patienten, besonders bei Erkrankungen im Grenzbereich zu anderen Fachgebieten.

 

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen unsere Partnerschaft mit dem Universitätsklinikum Gießen/Marburg genauer vorstellen. Das renommierte Krankenhaus mit Maximalversorgung deckt das gesamte Spektrum der modernen Medizin ab und bietet umfassende Versorgung auf höchstem internationalem Niveau.

 

Mit der Abteilung Orthopädie / Rheumatologie am Standort Marburg sowie dem Klinikum Wetzlar werden interdisziplinäre Betreuungen von Rheumapatienten durchgeführt: im wöchentlichen Wechsel finden Visiten und Sprechstunden bei uns in Bad Endbach, in Marburg oder in Wetzlar statt. Ein interdisziplinäres Team, bestehend aus einem orthopädischen Rheumatologen und einem internistischen Rheumatologen aus dem Rheumazentrum Mittelhessen, kümmert sich hier gemeinsam um die Patienten.

 

Dabei geht es überwiegend um die operative Versorgung von Patienten. Gemeinsam entwickeln die Fachärzte unter Berücksichtigung verschiedener Ansätze die beste Strategie für oft risikoreiche Operationen. Hier werden zusätzlich Orthesenversorgungen und geeignete Gehstützen vor dem geplanten Eingriff organisiert oder direkt bereitgestellt. Die anschließende Rehabilitation und Nachbehandlung wird ebenfalls von dem Spezialisten-Team geplant – diese findet in der Regel bei uns im Rheumazentrum Mittelhessen statt.

 

Auch die konservative Versorgung wie Physiotherapie und Medikation wird gemeinsam im Rahmen der interdisziplinären Sprechstunde geklärt: Soll ein immunmodulatorisch wirksames Medikament pausiert oder weitergeführt werden? Kommt es zu Nebenwirkungen oder gar Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten? Durch die Fachärzte kann das Risiko von Problemen in der Heilungsphase und von Schüben der Grunderkrankung deutlich minimiert werden.

 

Immer in besten Händen: Mit unserer Partnerschaft und engen Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Gießen/Marburg gewährleisten wir die optimale und fachübergreifende Versorgung und Betreuung unserer Patienten.

„Ich habe seit 3 Monaten Schmerzen in beiden Handgelenken und in den Fingergrundgelenken. Auch in beiden Vorfüßen habe ich starke Probleme, besonders morgens bei den ersten Schritten kann ich ganz schlecht abrollen. Die Gelenke, die betroffen sind, fühlen sich überwärmt an und sind geschwollen. Unter der Fußsohle vorne habe ich das Gefühl, wie auf Polstern zu laufen. Es gibt bessere und schlechtere Tage. Wärme hilft weniger als Kälte, um die Beschwerden zu lindern. Auch nachts habe ich Schmerzen in den Gelenken.“

 

Was hier eine 34-jährige Frau schildert, sind relativ typische Symptome für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung – viele Patienten kommen mit ganz ähnlichen Beschwerden zu uns ins Rheumazentrum Mittelessen. Im Anfangsstadium leiden Betroffene häufig zunächst unter unspezifischen und schleichend zunehmenden Beschwerden wie etwa Müdigkeit oder Appetitlosigkeit. Häufig verschlechtert sich der allgemeine körperliche Zustand, bis sich schließlich Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken bemerkbar machen.

 

Unter unserem Leitspruch »Ergründen. Ermutigen. Ermöglichen.« behandeln wir im Rheumazentrum Mittelhessen unterschiedliche Krankheits- und Beschwerdebilder rund um rheumatische Erkrankungen. Mit einer ganzheitlichen Therapie und individuellen Behandlungsplänen lindern wir die Schmerzen unserer Patienten, bremsen die Entzündungen und erhalten die Funktionen der Gelenke.

 

Das Wohlbefinden unserer Patienten steht an erster Stelle. Wir möchten daher ermutigen, parallel zur individuell abgestimmten Therapie auch selbst positiv auf den Krankheitsverlauf einzuwirken. Denn mit dem richtigen »rheumafreundlichen« Lebensstil kann viel erreicht werden. Dazu gehören zum Beispiel sanfter Sport und passende Bewegung, gesunde Ernährung – aber auch Vermeidung von Stress und unnötigen Belastungen. Gern beraten wir Sie ausführlich und unterstützen Sie bei der Mission »Mehr Lebensqualität mit Rheuma«.

 

Bitte beachten Sie für eine Terminvereinbarung unsere aktuellen Informationen zum Coronavirus.

Das flotte Gehen mit Stöcken erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit und ist zur echten Trendsportart avanciert. Kein Wunder, denn das Ausdauertraining ist besonders gelenkschonend und gilt zudem als optimaler Einsteigersport. Damit ist es für alle geeignet: für jung und alt, dick und dünn, sportlich und untrainiert – auch bei Beschwerden wie Rückenproblemen, Arthrose oder Osteoporose.

 

Beim Nordic Walking wird durch den aktiven Einsatz von speziellen Stöcken gleichzeitig Unter- und Oberkörper trainiert, was eine Vielzahl gesundheitlicher Vorteile mit sich bringt. Die Sportart steigert die körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, denn sie kurbelt das Herz-Kreislauf-System an, kräftigt 80% aller Muskeln und löst zudem Verspannungen im Körper. Die Stöcke entlasten dabei Knie-, Hüft-, Sprunggelenke und stärken gleichzeitig die Muskulatur in den Armen, Rücken und Beinen. Noch dazu verbringt man beim Gehen viel Zeit an der frischen Luft, zum Beispiel in Parks, im Wald oder auch in der Stadt. Nordic Walking hilft sogar beim Stressabbau und kann die allgemeine Stimmung verbessern. Gründe genug, um den schonenden Sport auszuprobieren.

 

Generell kann das rhythmische Gehen mit Stöcken von Menschen jeder Altersgruppe erlernt werden, denn Tempo und körperliche Anstrengung lassen sich individuell an Alter und Trainingsstand anpassen. Als Ausrüstung benötigt man lediglich festes Schuhwerk, funktionelle Kleidung und ein paar Nordic-Walking-Stöcke. Wichtig ist daneben die richtige Technik, um Fehlhaltungen oder -belastungen zu vermeiden. Außerdem macht Nordic Walking erst so richtig Spaß, wenn es mit dem typischen und fließenden Bewegungsablauf ausgeführt wird.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen bieten wir daher Nordic Walking Gruppen für unterschiedliche Leistungsstufen an. Unsere speziell geschulten Mitarbeiter passen die Lauftechnik individuell an die körperlichen Einschränkungen der Patienten an. Nach der »Corona-Zeit« zeigen wir Ihnen wieder, worauf es beim Nordic Walking ankommt – wir freuen uns schon auf Sie.

 

Bis dahin wünschen wir Ihnen viel Spaß beim rhythmischen Gehen!

 

Hinweis: Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt oder Therapeuten, bevor Sie mit Trainingskonzepten und Eigenübungen beginnen. Die Inhalte dieses Beitrags ersetzen in keinem Fall die persönliche Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte und Therapeuten.

Rheumatische Erkrankungen lösen sehr vielfältige Beschwerden im Körper aus. Dabei weichen die Symptome teilweise stark voneinander ab. Die medizinische Forschung unterscheidet aktuell bis zu 400 einzelne Erkrankungen, die alle unter den Oberbegriff Rheuma fallen. Um bei einer solchen Vielfalt die richtige Diagnose zu stellen, bedarf es einer Kombination an Untersuchungsmethoden. Wie bei einem Puzzle ergibt sich dadurch ein möglichst klares Bild der Krankheit.

 

Seit über 60 Jahren diagnostizieren und behandeln wir im Rheumazentrum Mittelhessen erfolgreich Rheumaerkrankungen und gehören damit zu den erfahrensten Kliniken Deutschlands. Viele unserer Patienten erhalten erst bei uns Klarheit über ihre Erkrankung – nach oft jahrelanger Ungewissheit aufgrund ihres komplexen und schwer zu befundenen Krankheitsbildes.

 

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen einige unserer Diagnoseverfahren etwas genauer vor.

 

Anamnese

Bei einem Arzt-Patientengespräch wird der Patient ausführlich zu seinen aktuellen Beschwerden befragt, da sich häufig bereits hier erste Tendenzen zur Erkrankung erkennen lassen. Gelenk-, Muskel- oder Wirbelsäulenschmerzen, mögliche Gelenkschwellungen, Zusammenhänge mit Tageszeiten sowie Ruhe und Belastung oder Wärme, Kälte und Jahreszeiten werden aufgenommen. Zusätzlich werden Vorerkrankungen und Medikationen berücksichtigt, um Wechselwirkungen oder Zusammenhänge mit Infektionen oder anderen chronischen Erkrankungen feststellen zu können.

 

Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung begutachten unsere Fachärzte ganz genau die körperlichen Symptome der Patienten: Gelenke, Wirbelsäule und Muskulatur werden auf Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen untersucht. Dabei achten wir besonders auf sicht- oder tastbare Schwellungen oder Verformungen der Gelenke. Bei der Aufnahmeuntersuchung, vor allem auch bei stationären Patienten führen wir zusätzlich eine orientierende Untersuchung von Herz, Lunge, Bauch, Blutgefäßen sowie Haut und Nägel durch.

 

Labordiagnostik

Bei den labortechnischen Untersuchungen werden unter anderem Blut und Punktionsflüssigkeiten der Gelenke ausgewertet. Neben der Leber- und Nierenfunktion sind für die Diagnose Entzündungswerte und verschiedene Spezialwerte von Bedeutung. In Kooperation mit einem externen Labor werden zusätzlich spezielle Antikörper oder Infektionserkrankungen untersucht; insbesondere die Antikörper-Diagnostik trägt wesentlich zur Eingrenzung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bei.

 

Röntgen

Das konventionelle Röntgenbild ist nach wie vor essentiell bei der Diagnose von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen oder bei degenerativ-bedingten Arthrosen der Gelenke oder Wirbelsäule. Das Röntgen gehört zu den bildgebenden Untersuchungen und macht Schädigungen der Knochen und Gelenke sichtbar.

 

Weitere Diagnose-Verfahren

Im Rheumazentrum Mittelhessen wenden wir noch weitere Diagnose-Verfahren an, um detektivisch die richtige Erkrankung und Ursache bei unseren Patienten festzustellen. In einem unserer nächsten Beiträge informieren wir Sie über weitere Methoden – unter anderem über die Kapillarmikroskopie und die Knochendichtemessung.

 

Einblicke in unsere präzise Diagnosemöglichkeiten finden Sie hier.

Rheumatische Erkrankungen können je nach Entzündungsaktivität den Knochenabbau im Körper beschleunigen und damit Osteoporose hervorrufen. Denn durch einen Schwund im Knochengewebe werden die die Knochen porös und leicht brüchig ­– bei manchen Betroffenen kann es so schon beim Niesen, Lachen oder Husten zu Rippenbrüchen kommen.

 

Um die Knochen zu stabilisieren und zu stärken, benötigt der Körper die richtigen Nährstoffe und Vitamine. Die richtige Ernährung ist nicht nur die ideale Vorbeugung und verringert das Osteoporose-Risiko deutlich, sondern kann auch bei bereits aktiver Osteoporose den laufenden Prozess des Knochenabbaus stark mildern oder sogar aufhalten. Im Rheumazentrum Mittelhessen zeigen wir Betroffenen, welche Lebensmittel sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken können. Im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung – ein wichtiger und nebenwirkungsarmer Teil unserer ganzheitlichen Therapie – geben wir unseren Patienten das nötige Wissen an die Hand, mit dem sie den Krankheitsverlauf dann eigenständig und positiv beeinflussen können.

 

Generell ist auf eine gesunde und vielseitige Ernährung zu achten. Denn je abwechslungsreicher der Speiseplan ist, desto mehr Vitamine und Mineralstoffe bekommt der Körper: dazu gehören Obst, Gemüse, Milch- und Getreideprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse oder Hülsenfrüchte. Bei Salz darf man gerne sparen – würzen Sie am besten kreativ mit Kräutern. Auch Zucker darf reduziert werden, besonders bei Getränken empfiehlt es sich, auf Wasser oder Tee umzusteigen.

 

Für die Gesundheit der Knochen sind besonders Kalzium und Vitamin D entscheidend: Kalzium ist der wichtigste Baustein für starke Knochen und kommt zum Beispiel in Käse, Milch, Nüssen, Brokkoli oder angereichertem Mineralwasser vor. Der Mineralstoff kann aber nur in Kombination mit Vitamin D richtig im Körper verwertet und in die Knochen eingebaut werden. Also ab in die Sonne, denn die ist unser wichtigster Vitamin D Lieferant – oder alternativ mit Fisch, Eiern, Pilzen oder Avocados die Knochen stärken.

 

Zusätzlich kann man den Aufbau der Knochen durch genügend körperliche Bewegung vorantreiben: Regelmäßige Spaziergänge, Radfahren oder sanftes Krafttraining fördern den Knochenstoffwechsel und kräftigen zusätzlich die Muskulatur. Wer dann noch auf große Mengen Alkohol, Koffein und Nikotin verzichtet, der schaltet auch die letzten Risikofaktoren von Osteoporose aus.

 

Und damit Sie Ihren Knochen direkt etwas Gutes tun können, haben wir abschließend ein schnelles und leichtes Rezept mit einer ordentlichen Portion Kalzium für Sie vorbereitet.

 

Tomaten Mozzarella Salat (4-6 Portionen)

500 g Tomaten

125 g Mozzarella    

2 EL Olivenöl oder Rapsöl

2 E: Balsamico Essig

Salz, Pfeffer, Basilikum

 

Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Auf einer Platte fächerartig auslegen. Sparsam Salz und Pfeffer aufstreuen. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und auf den Tomatenscheiben verteilen. Aus den restlichen Zutaten eine Salatsoße rühren und darüber gießen.

 

Pro Portion: 125 kcal, 10 g Fett, 3 g Kohlenhydrate, 6 g Eiweiß, 120 mg Kalzium