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Typischerweise greifen rheumatische Erkrankungen die Gelenke im Körper an. Bei den sogenannten Kollagenosen richtet sich die Entzündung jedoch gegen weiches Gewebe im Körper – meistens das Bindegewebe, aber auch Haut, Muskeln, Gefäße oder innere Organe. Als eine der führenden Kliniken für Rheumatologie möchten wir Ihnen diese seltenen Krankheitsformen etwas näher erläutern.

 

Bei den Kollagenosen handelt es sich um systemische Autoimmunerkrankungen, die sich vorwiegend gegen körpereigene Bindegewebszellen richten. Das Immunsystem kann nicht mehr zwischen gesunden oder kranken Körperzellen unterscheiden und bekämpft gesunde Zellen. Da das Bindegewebe in allen Bereichen des Körpers vorkommt, können Kollagenosen prinzipiell in jedem Organ auftreten. Die genauen Ursachen der Immunstörung sind aktuell nicht bekannt. Vermutlich spielen jedoch erbliche Faktoren, Hormone – Frauen sind häufiger betroffen –, psychischer Stress, Infektionen und Sonnenbestrahlung eine Rolle bei der Entstehung.

 

Viele Kollagenosen haben ganz ähnliche Symptome, weshalb man sie häufig erst im weiteren Krankheitsverlauf voneinander unterscheiden kann. Das Sjögren-Syndrom, eine Form der Autoimmunerkrankungen, zeigt sich etwa durch eine verminderte Tränen- und Speichelproduktion: Es kommt zu trockenem Mund, trockenen Augen, trockenen Schleimhäuten. Überempfindlichkeit bei Sonnenbestrahlung mit geröteter Haut und teilweise angeschwollenen Gelenken kann auf die Form Systemische Lupus erythematodes hinweisen. Eine Polymyositis macht sich mehr durch Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber bemerkbar.

 

Zu den typischen Symptomen der Kollagenosen gehört das sogenannte Raynaud-Syndrom: Hierbei werden, meist bei Kälte aber auch bei Stress, die Finger oder Zehen der Betroffenen blass und kalt. Viele junge Frauen kennen das Symptom seit ihrer Jugend, meistens handelt es sich dabei um nicht krankheitsrelevante Durchblutungsstörungen der Finger. Doch kommt es im Erwachsenenalter zu einem Farbwechsel in den Fingern – von weiß zu blau und schließlich zu rot, man spricht in dem Fall vom Tricolore-Phänomen –, könnte dies ein Hinweis auf das Vorliegen einer rheumatischen Erkrankung sein. Dann gilt es, gezielt auf weitere Symptome zu achten, etwa Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen oder Muskelschwäche, Hautveränderungen oder reduzierte Belastbarkeit.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen untersuchen unsere Fachärzte bei Verdacht auf Kollagenosen die Entzündungswerte im Blut, bestimmen antinukleare Antikörper und prüfen zusätzlich gezielt Herz, Lunge und Nieren auf Entzündungen. Selbst seltene Krankheiten wie die genannten Bindegewebsdegenerationen sind fester Bestandteil unseres Behandlungsspektrums. Unsere erfahrenen und spezialisierten Ärzte finden nicht nur die richtige Diagnose, sondern auch die ideale Therapie, um bei chronischen Erkrankungen wirksam zu helfen und den Patienten ein gutes, möglichst beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.

Die Deutsche Rheuma-Liga feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen – und produziert im Jubiläumsjahr regelmäßig spannende Podcasts zum Thema Rheuma. Die Sendungen klären auf, geben Tipps zum Leben mit rheumatischen Erkrankungen oder stellen Neuigkeiten und Projekte der Rheumaforschung vor.

 

Gleich zwei Experten vom Rheumazentrum Mittelhessen sind Teil der 14. Folge des »Rheuma-Podcasts«, der dieses Mal vom Rheuma-Liga Landesverband Hessen erstellt wird. Unter dem Thema »Rheuma hat viele Gesichter« stellen Kathrin Storck-Müller, Leiterin des Rheumazentrums Mittelhessen, und Heinz-Otto Junker, Leiter der therapeutischen Abteilung, ihr fachliches Know-how zur Verfügung.

 

Wie wichtig ist Bewegung bei rheumatischen Erkrankungen? Was ist Fibromyalgie? Und wie wird im Rheumazentrum Mittelhessen eine bedarfsgerechte und vor allem zielgerichtete Therapie für Betroffene entwickelt? In knapp 15 Minuten werden diese und weitere bewegende Fragen für die Zuhörer beantwortet.

 

Der Podcast erscheint pünktlich zum Welt-Rheuma-Tag, der in diesem Jahr nicht wie gewohnt als große Veranstaltung der Deutschen Rheuma-Liga mit Vorträgen, Übungen und persönlichen Gesprächen stattfinden kann. Das Gespräch mit den Spezialisten vom Rheumazentrum Mittelhessen ist daher ein wertvoller Beitrag in diesen dynamischen Zeiten und unterstützt alle Betroffenen und Interessierten mit anschaulichem und interessantem Input. Kommen Sie mit uns und erleben Sie die vielen Gesichter von Rheuma.

 

Hier geht’s zum Podcast – wir wünschen viel Spaß beim Hören!

Chronische Gelenkentzündungen oder orthopädische Verletzungen können sehr schmerzhaft sein und den Alltag stark beeinträchtigen. Unsere ganzheitlichen Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen unsere Patienten nachhaltig, ihren Alltag wieder besser zu meistern.

 

In unserer Anschlussheilbehandlungs- und Rehabilitationsklinik führen wir die Nachsorge von akuten oder chronischen rheumatischen oder orthopädischen Erkrankungen, Verletzungen und Operationen durch. Die Rehabilitation wird im Rheumazentrum Mittelhessen stationär und ambulant angeboten. Bei einem stationären Aufenthalt können sich unsere Patienten vollkommen auf ihren Genesungsprozess konzentrieren.

 

Rehabilitation leitet sich von dem lateinischen Wort rehabilitatio ab und bedeutet »Wiederherstellung«. Und genau darum geht es bei unseren Reha-Maßnahmen: um die Wiederherstellung der Fähigkeiten und um die Minderung oder Behebung der Krankheitsfolgen. Unser interdisziplinäres Team stärkt mit diversen therapeutischen Maßnahmen den Bewegungsapparat der Patienten und zeigt ihnen alternative Bewegungsabläufe. Das lindert nicht nur die Schmerzen, sondern steigert auch die allgemeine Belastbarkeit. So können unsere Patienten ihre Bewegungen und Aktivitäten im Alltag wieder mit mehr Selbständigkeit und Ausdauer ausüben.

 

Die Rehabiliation, »Wiederherstellung«, bezieht sich außerdem auch auf die berufliche und soziale Wiedereingliederung der Patienten. Eine individuelle Rückführung in das Sozial- und Erwebsleben erreichen wir durch psychologische Beratungen und sozialdienstliche Leistungen. Dabei werden auch Themen wie Medikation, Ernährung, Alltags- und Schmerzbewältigung besprochen, da diese essentiell sind, um den Alltag trotz chronischer Krankheit souverän zu meistern.

 

Auch Ruhe und Entspannung sind ein fester Bestandteil der Rehabilitation. Das Rheumazentrum Mittelhessen bietet daher vielfältige Methoden zur Stressbewältigung und zu mehr Ausgeglichenheit an – etwa progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training. Solche Entspannungsübungen helfen den Patienten auch über die Rehabilitationsmaßnahme hinaus, Stress eigenständig zu bewältigen und im Alltag zu mehr Ruhe zu gelangen.

 

Als eines der führenden Kompetenzzentren für Rheumaerkrankungen stehen wir unseren Patienten mit einem ganzheitlichen Therapieprogramm zur Seite, um die individuell festgelegten Rehabilitationsziele zu erreichen. Wir geben unseren Patienten dabei vielseitige, therapeutische Tipps und Übungen und damit wertvolles Wissen an die Hand, das ihnen nachhaltig hilft, ihr berufliches und soziales Leben zu bewältigen. Kurzum: mehr Lebensqualität dank ganzheitlicher Rehabilitation.

Rheumatische Erkrankungen verändern das Leben aller Betroffenen. Die Beschwerden bringen neue Herausforderungen mit sich: Die Rheumatherapie nimmt einen Platz im Alltag ein, Beruf und Freizeit müssen durch die chronische Erkrankung oft neu organisiert werden. Teilweise ergeben sich neue Probleme – persönliche, wirtschaftliche oder soziale.

 

Unser Ziel im Rheumazentrum Mittelhessen ist es, unsere Patienten ganzheitlich zu unterstützen und mit ihnen gemeinsam eine für ihre persönliche Situation angemessene Hilfe zu finden. Die soziale Beratung ist daher fester Bestandteil unserer Patientenversorgung. Im Rahmen von persönlichen Gesprächen beraten wir unsere Patienten in Fragen der beruflichen und alltäglichen Leistungsfähigkeit.

 

Komplexe Themen rund um Rentenfragen, Schwerbehindertenrecht, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügungen gehören ebenfalls zu unserer sozialtherapeutischen Unterstützung. Wir vermitteln Kontakte zu Selbsthilfegruppen, organisieren gemeinsam mit unseren Patienten und ihren Angehörigen die häusliche Versorgung nach der Entlassung, kümmern uns um die Beantragung von Hilfsmitteln und unterstützen sie bei Anträgen zu Leistungen der Pflegeversicherung. Auch die Beratung und Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen gehört zu unseren unterstützenden Leistungen.

 

Während einer Reha-Maßnahme im Rheumazentrum Mittelhessen erarbeiten wir bei Bedarf auch berufliche Perspektiven. Etwa die stufenweise Wiedereingliederung an den bestehenden Arbeitsplatz oder die Beantragung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsplatz. Für einen nachhaltigen Therapieerfolg vermitteln wir spezielle Reha-Nachsorgeprogramme.

 

Die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben oder die soziale Absicherung bei Krankheiten sind eine wichtige Grundlage für den Heilungsprozess der Patienten. Unsere Sozialberatung legt den Fokus darauf, sie auf ihrem Weg mit der Erkrankung zu unterstützen und eine optimale Hilfestellung zu gewährleisten. So ermöglichen wir unseren Patienten auch mit Rheuma aktiv und selbstbewusst am Leben teilzunehmen.

Man sieht sie häufig in Parks und Gärten – oder überall dort, wo man zwischen zwei Bäumen ein Seil spannen kann: die Slackliner. Dort balancieren sie auf der sogenannten Slackline, einem dünnen Gurtband und ähneln damit optisch den Seiltänzern. Der Ursprung des Slacklining liegt trotz aller Ähnlichkeiten jedoch nicht im Zirkus, sondern im Klettersport: In den 70er Jahren verbrachten kalifornische Kletterer ihre Zeit an Ruhe- und Regentagen damit, auf Absperrketten und -seilen zu balancieren. Mittlerweile hat sich das Slacklinen zu einer echten Trendsportart entwickelt, ist aus den Parks nicht mehr wegzudenken und hat sich auch als medizinisch erprobte Behandlungsmethode bewährt.

 

Und das hat sehr gute Gründe, denn das Balancieren auf dem Kunstfaserband ist ein optimales Ganzkörpertraining, schult den Gleichgewichtssinn, fördert die Gelenkstabilisation – und kann darüber hinaus auch meditativ wirken und den Kopf befreien. Das Slacklining eignet sich für jung und alt, beansprucht besonders die Beine, stabilisiert den Rücken und trainiert die tiefe Rumpfmuskulatur. Richtig eingesetzt ist die Slackline ein ideales Tool für Physiotherapie und Rehabilitation – daher bieten wir die Sportart im Rheumazentrum Mittelhessen für unsere Patienten an: gemeinsam mit erfahrenen Physiotherapeuten lernen sie das Gehen auf dem Gurtband und trainieren damit Balance und Stabilität.

 

Es erfordert einiges an Übung, bis die Überquerung des Seils tatsächlich glückt: die ersten Schritte sind immer wackelig, weil der Körper die ungewohnten Bewegungsabläufe noch nicht kennt. Unsere Physiotherapeuten stützen unsere Patienten anfangs kontrolliert, bis sich die Muskeln nach wenigen Versuchen an die Ausgleichsbewegungen gewöhnen und das Wackeln und das Zittern schon fast verschwunden ist. Anschließend stützen sich die Patienten mit Stäben, bis sie schließlich frei über die Slackline balancieren können.

 

Die Slackline selbst wird anfangs ca. 12 Meter lang und auf Kniehöhe gespannt. Die Spannung der Leine wird so gewählt, dass die positiven Trainingseffekte wie Federn, Torsion oder Schwingen zum Tragen kommen.

 

Die vielseitigen Vorteile vom Slacklining im Überblick:

  • Zusammenspiel zwischen motorischen und kognitiven Fähigkeiten
  • Neuromuskuläre Koordination
  • Vermeidung von Dysbalancen
  • Ganzkörpertraining
  • Funktionelles Muskeltraining
  • Kräftigung der Rumpfmuskulatur
  • Verbesserung der Reflexe
  • Konzentrationsförderung

 

Unsere Patienten sind begeistert vom Slacklining und betonen immer wieder den Spaßfaktor der Therapie. Viele berichten zusätzlich, wie sich die verbesserte Balance und gestärkte Muskulatur im Alltag bemerkbar macht: man habe Stabilität gewonnen, sei viel trittsicherer und habe insgesamt mehr Mut zu Bewegungen. Aber vor allem habe man an Selbstsicherheit gewonnen.

„Seit einigen Monaten spüre ich nach Ruhephasen plötzlich einen starken Schmerz in meinen Knien, der bei weiterer Bewegung allerdings wieder nachlässt.“ Viele Patienten kommen mit solchen Beschwerden in das Rheumazentrum Mittelhessen; diese sogenannten Anlaufschmerzen können auf eine Arthrose, also auf einen chronischen Verschleiß eines Gelenks hinweisen. Die Arthrose ist die weltweit häufigste aller Gelenkerkrankungen – allein in Deutschland leiden ca. 5 Millionen Menschen unter arthrotischen Schmerzen. Grund genug, die chronische Erkrankung etwas genauer zu beleuchten.

 

Arthron ist das griechische Wort für »Gelenk« und genau dort verursacht die Arthrose irreparablen Schaden. Sie kann prinzipiell in jedem Gelenk entstehen, an Knien, Hüfte, Schultern, Händen, Fingern oder an den Füßen. Jedoch tritt sie am häufigsten an Gelenken auf, die stärker belastet werden, also an den Knien, Händen oder an der Hüfte. Bei einer degenerativen Erkrankung wird die Knorpelschicht in den betroffenen Gelenken ausgedünnt – der Knorpel ist eigentlich für den Schutz und die Dämpfung der Knochen zuständig; wird er zu stark geschädigt oder abgebaut, reiben irgendwann angrenzende Knochen aufeinander, was wiederum starke und chronische Schmerzen verursachen kann.

 

Betroffene Gelenke schmerzen typischerweise besonders beim Anlaufen, in fortgeschrittenem Stadium auch unabhängig von Belastung und können oft eine verminderte Beweglichkeit mit sich bringen. Auch die Morgensteifigkeit kann ein Symptom der Arthrose sein.

 

Da die Gelenke im Laufe eines Lebens ständig beansprucht werden, kann es zu ganz natürlichen, altersbedingten Verschleißerscheinungen in der Knorpelschicht kommen. Ältere Menschen ab dem 50. Lebensjahr leiden daher häufiger unter einer Arthrose als jüngere. Zusätzlich kann sich die falsche Belastung in arthrotischen Veränderungen äußern: Wer viel Zeit im Sitzen verbringt, kann durch eine solche einseitige oder fehlende Belastung Schäden am Gelenkknorpel entwickeln. Auch eine Überbelastung kann die Knorpelschicht auf Dauer schädigen: Berufsgruppen wie Handwerker, Sportler oder Pflegepersonal sind aufgrund übermäßig starker Belastung besonders anfällig für eine berufsbedingte Arthrose. Daneben können Stürze, Knochenbrüche und auch Übergewicht ebenfalls wesentliche Ursachen für den Verschleiß der Gelenke darstellen.

 

Je nach Stadium und Intensität ist eine medikamentöse und physikalische Behandlung notwendig. Das Rheumazentrum Mittelhessen ist spezialisiert auf die Therapie von degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen. Wir helfen Patienten, ihre arthrotischen Beschwerden in den Griff zu bekommen: Mit unseren Behandlungsmethoden kann ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert und die Beschwerden gelindert werden.

 

Informieren Sie sich hier über die weiteren Krankheits- und Beschwerdebilder, die wir im Rheumazentrum Mittelhessen unter unserem Leitspruch »Ergründen. Ermutigen. Ermöglichen.« erfolgreich behandeln.

Die vielfältigen Untersuchungsmethoden des Rheumazentrums Mittelhessen sind seit über 60 Jahren der Garant für die erfolgreiche Diagnose und Behandlung von Rheumaerkrankungen. In einem kürzlich erschienenen Beitrag haben wir bereits über einige Diagnoseverfahren berichtet – von der Anamnese über die Labordiagnostik hin zum Röntgen.

 

In diesem Bericht möchten wir Ihnen weitere Methoden vorstellen, mit denen wir die komplexen und teilweise schwer zu befundenden Krankheitsbilder unserer Patienten so lange beleuchten, bis wir schließlich zur richtigen Diagnose gelangen.

 

Sonografie

Die Sonografie, umgangssprachlich auch oft als »Ultraschalluntersuchung« bezeichnet, ist ein bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe. Die strahlungs- und schmerzfreie Methode wird im Rheumazentrum Mittelhessen vor allem für Gelenkuntersuchungen genutzt. Sie hilft uns, aktive Gelenkentzündungen von nicht entzündeten Gelenken zu unterscheiden sowie das Ausmaß der vorhandenen Entzündung besser einzuschätzen. Außerdem untersuchen wir mit der Sonografie innere Organe auf mögliche Begleiterkrankungen oder Differentialdiagnosen.

 

Kapillarmikroskopie

Bei der Kapillarmikroskopie legt der Patient i.d.R. einfach seinen Finger auf ein Mikroskop, sodass die kleinsten Blutgefäße, auch »Kapillaren« genannt, von unseren Spezialisten lichtmikroskopisch untersucht werden können. Innerhalb weniger Minuten werden selbst kleinste Gefäßveränderungen und bindegewebsrheumatische Erkrankungen (»Kollagenosen«) exakt erfasst. So können Erkrankungen treffsicher entdeckt und genau eingeordnet werden.

 

Knochendichtmessung DXA

Durch die sogenannte Dual-Röntgen-Absorptiometrie (auch »DXA« von der englischen Bezeichnung »dual energy X-ray absorptiometry«) wird eine Untersuchung der Knochendichte ermöglicht. Besonders bei Verdacht auf – oder bereits vorhandener – Osteoporose sowie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, speziell rheumatoide Arthritis, sollte man den Zustand der Knochen genau bestimmen und im Blick behalten.

 

EKG

Bei (akuten) Beschwerden im Brustkorb wie Schmerzen oder Atemnot mit Verdacht auf Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen kommt das Elektrokardiogramm (EKG) zum Einsatz. Denn in manchen Fällen können sich rheumatische Erkrankungen auch auf das Herz auswirken – und das finden wir schnellstmöglich heraus, um frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

 

Lungenfunktionsprüfung

Auch die Lunge und ihre Funktionen können durch rheumatische Erkrankungen beeinträchtigt werden. Mit der Lungenfunktionsprüfung stellen wir Einschränkungen des Lungenvolumens oder der Ein- oder Ausatmung unserer Patienten fest. So prüfen wir die Lungenbeteiligung und nutzen die Ergebnisse gleichzeitig für das richtige Basismedikament.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen wenden wir noch weitere Verfahren an, um detektivisch die richtige Erkrankung und Ursache bei unseren Patienten festzustellen. Einblicke in alle weiteren Diagnosemöglichkeiten finden Sie hier.

In einem unserer letzten Beiträge haben wir bereits von unserem Netzwerk aus Kliniken und Fachärzten mit Bezug auf das Universitätsklinikum Gießen/Marburg berichtet. Gemeinsam mit unseren medizinischen Kooperationen schaffen wir ein versorgungsübergreifendes Konzept; besonders bei Erkrankungen im Grenzbereich zu anderen Fachgebieten arbeiten wir eng mit unseren Kooperationspartnern zusammen, um die optimale Behandlung unserer Patienten zu gewährleisten.

 

In diesem Beitrag möchten wir über unsere Partnerschaft mit dem Wirbelsäulenzentrum Marburg sowie mit der Praxis für Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie Dr. med. Kuhn aus Gießen berichten. Im Wirbelsäulenzentrum nimmt sich ein hochspezialisiertes Team der Untersuchung, Diagnostik und Beratung rund um degenerative Wirbelsäulenerkrankungen sowie Nervenengpasssyndrome an. In der Praxis von Dr. med. Kuhn profitieren Patienten von einer in rund zwei Jahrzehnten gewonnenen neurochirurgisch-operativen Expertise.

 

Seit über 20 Jahren kommen Fachärzte des Wirbelsäulenzentrums regelmäßig zu unseren Visiten ins Rheumazentrum Mittelhessen. Zusätzlich nehmen wir akute Schmerzpatienten stationär im Rheumazentrum auf, bei denen eine potentielle Operationsindikation umgangen werden soll und bei denen sämtliche ambulante Möglichkeiten bereits ausgeschöpft sind. Während des stationären Aufenthaltes finden neurochirurgische Kontrolluntersuchungen statt, um die weitere Therapie abzustimmen und einzuleiten. Besonders bei Patienten mit akuten und chronischen Rückenschmerzen ist dieses Modell ein wesentlicher Bestandteil für eine systematisch-konservative Therapie. Durch den engen Kontakt zu unseren Kooperationspartnern minimieren wir zusätzlich die Wartezeiten zur Diagnostik bei akuten rheumatologischen Erkrankungen der Wirbelsäule.

 

Schmerzpatienten aus dem Rheumazentrum Mittelhessen, bei denen eine Operation unumgänglich erscheint, können außerdem den Ärzten des Wirbelsäulenzentrums sowie der Praxis Dr. med. Kuhn vorgestellt werden.

 

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Wirbelsäulenzentrum Marburg und der Praxis Dr. med. Kuhn sind unsere Patienten immer in den besten Händen: Gemeinsam gewährleisten wir die optimale und fachübergreifende Versorgung und Betreuung bei Erkrankungen an der Wirbelsäule.

 

Informieren Sie sich hier über unsere weiteren medizinischen Kooperationen und Partnerschaften.

Die richtige Therapie von rheumatischen Beschwerden beginnt mit der kompetenten Betreuung durch einen Facharzt und mit einer schnellen, exakten Diagnose. Bei uns im Rheumazentrum Mittelhessen ist die Ambulanz die richtige Anlaufstelle für Menschen mit Verdacht auf eine rheumatische Entzündung. In der Regel erfolgt die Zuweisung an uns durch den Hausarzt oder durch andere Fachärzte.

 

Unsere rheumatologische Ambulanz hat sich auf die Abklärung und Behandlung entzündlich-rheumatischer Krankheitsbilder und ihrer Grenzformen spezialisiert. Mit der Expertise aus über 60 Jahren gehört das Rheumazentrum Mittelhessen zu den erfahrensten rheumatologischen Kliniken in Deutschland.

 

Ein wirksames, ganzheitliches und speziell auf den Patienten abgestimmtes Therapiekonzept beginnt in unserer ambulanten Einrichtung. Hier bedienen sich erfahrene Rheumatologen an einem großen Portfolio an externen Therapiemöglichkeiten wie der Physiotherapie und an internen Ansätzen, wie z.B. einer medikamentösen Behandlung, um den größtmöglichen Therapieerfolg zu gewährleisten.

 

Unsere Ambulanz gliedert sich in zwei Bereiche: einen ärztlich-diagnostischen Bereich mit zwei rheumatologischen Scherpunktpraxen und einen therapeutischen Bereich für Physiotherapie, physikalische Therapien und Ergotherapien. Hier kümmern sich hochkompetente Fachärzte also sowohl um die Grundversorgung als auch die Behandlung unserer Patienten, dazu gehören:

 

  • Diagnostik und Behandlung chronischer und akuter Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Notfallbehandlung rheumatologischer Erkrankungen
  • Therapie von akuten und chronischen rheumatischen, orthopädischen, chirurgischen und neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen

 

Bei der Anamnese, Untersuchung und Beratung wird bereits der Grundstein für die Therapie gesetzt. Mit zusätzlichen Leistungen ergründen wir die Erkrankung, bis wir dem Schmerz ein Gesicht geben können: durch unser fachspezifisches Labor und weitere Verfahren wie Röntgen, (Arthro-) Sonografie oder Gelenkpunktion und -injektion gelangen wir schließlich zur exakten Diagnose. Davon ausgehend erstellen wir dann eine zielgerichtete Therapie. Alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden dem Hausarzt oder Zuweiser in Form eines Arztbriefes mitgeteilt.

 

Eine Linderung der Beschwerden startet dabei immer hier: in unserer rheumatologischen Ambulanz. Ob stationär oder ambulant – unsere Patienten sind bei uns stets in besten Händen.

Rheumatische Erkrankungen werden sowohl von der Schulmedizin als auch von der Naturheilkunde häufig mit einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper in Verbindung gebracht. In der Alltagssprache ist von einer »Übersäuerung« die Rede, wenn der körpereigene pH-Wert unter den Normbereich sinkt. Zu viel »Säure« im Gewebe kann den Körper belasten und seine Funktionen beeinträchtigen. Das drückt sich dann zum Beispiel durch Muskelbeschwerden, Allergien, innere Unruhe, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder auch Hautleiden wie Neurodermitis aus. Und auch rheumatische Erkrankungen und Osteoporose können eine Folge sein.

 

Mit der richtigen Ernährung können wir für einen Ausgleich im Körper und einen gesunden Säure-Basen-Haushalt sorgen. Dafür sind basenüberschüssige Lebensmittel essentiell, denn sie aktivieren die Basenbildung und liefern wichtige Mineralstoffe, die die Säuren binden und aus dem Körper transportieren. Eine basische Ernährung schützt den Organismus, fördert gleichzeitig das Immunsystem und stärkt Binde-, Muskel- und Nervengewebe. Die Ernährungsform sorgt insgesamt für ein gesundes Gleichgewicht – ihr wird deshalb auch nachgesagt, den Körper fit und jung zu halten. Es lohnt sich also, basische Lebensmittel verstärkt in die eigene Ernährung aufzunehmen.

 

Die meisten Obst- und Gemüsesorten sind besonders basenüberschüssig und damit bestens geeignet, um das Mineralstoffgleichgewicht wieder herzustellen. Pilze, Nüsse, Vollkornprodukte, Hafer und Kerne sind ebenfalls ideal und entfalten im Körper positive Wirkung. Auch Kräuter und Keimlinge dürfen bedenkenlos aufgetischt werden. Wertvolle Omega-3-Fettsäuren unterstützen den Körper zusätzlich mit entzündungshemmenden Stoffen und können über Lein- und Rapsöl sowie Fisch zu sich genommen werden.

 

Bei einer basenüberschüssigen Ernährung ist also weiterhin alles möglich: vegan, vegetarisch, mit Fleisch, roh oder gekocht. Säurebildende Lebensmittel werden dabei reduziert und machen nur noch einen Teil von 20 bis 30 Prozent der Ernährung aus.

 

Zu den »sauren« Lebensmitteln gehören die meisten tierischen Produkte wie Fleisch, Wurst, Eier, Milch und Milchprodukte sowie Zucker, Fertigprodukte, Weißmehl, Softdrinks, Kaffee und Alkohol. Diese produzieren im Körper zu viel Säure, sind damit entzündungsfördernd und können häufig die rheumatischen Problematiken und Symptome noch verschlimmern. Greifen Sie bei Milchprodukten zu den fettarmen Varianten oder probieren Sie pflanzliche Alternativen aus, wie zum Beispiel Margarine, Mandelmilch oder Kokosjoghurt. Butter und Sahne dagegen sollten aufgrund ihres Fettsäureprofils möglichst reduziert werden.

 

Wir haben für Sie ein kleines Rezept vorbereitet, das viel Gemüse und damit tolle Basen-Lieferanten enthält, die Sie mit wichtigen Mineralstoffen versorgen und so zu einem ausgewogenen Säure-Base-Haushalt beitragen. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

 

Mediterranes Gemüsegratin (6 Portionen)

500 g Tomaten

500 g Zucchini / Aubergine

1 Paprikaschote

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 Bd. Basilikum

1 EL Paniermehl

1 EL Rapsöl

1 TL gekörnte Gemüsebrühe

50 g geriebener Käse (oder vegane Käse-Alternativen)

Salz, Pfeffer

 

Das Gemüse putzen und waschen. Die Tomaten in fingerdicke Scheiben schneiden, die Zucchini und Paprika in Streifen hobeln.

 

Das Gemüse streifenweise nebeneinander in eine flache, gefettete (z.B. mit Margarine oder Rapsöl) Auflaufform geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln, Basilikumblättchen abzupfen und fein schneiden. Die Kräuter mit Paniermehl, Öl, Käse mischen und mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer würzen.

Abschmecken und auf dem Gemüse verteilen.

 

Im Backofen ca. 15-20 Minuten überbacken.

 

Pro Portion: 146 kcal, 5,6 g Fett, 13,4 g Kohlenhydrate, 9,5 g Eiweiß, 225 mg Calcium, 6 g Ballaststoffe