Aktuelles & Presse

Symptome von rheumatischen Erkrankungen mit den richtigen Lebensmitteln abmildern – das ist unsere Mission, wenn wir vom Rheumazentrum Mittelhessen Ihnen leckere und vitalisierende Rezepte zum Nachmachen liefern. Damit Sie Zuhause und in Eigeninitiative Gutes für Ihre Gesundheit tun können.

 

Heute haben wir einen lecker-würzigen Zwiebelkuchen mitgebracht, der ein perfekter Begleiter für die Herbstzeit ist. Denn Zwiebeln stärken die Abwehrkräfte des Körpers und machen Sie fit für kalte und regnerische Tage. Noch dazu wirken Zwiebeln antibakteriell, senken Blutdruck und Blutfette, schützen vor schädlichen freien Radikalen und unterstützen die Darmflora. Schon Paracelsus wusste: »Die Zwiebel ist soviel wert wie eine ganze Apotheke!« Eine echte Heilpflanze also, die noch dazu zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit gehört.

 

Kleiner Fun Fact: Die alten Ägypter haben die Zwiebel zum echten Kultobjekt erhoben. Sie legten Zwiebelreste in die Gräber der Pharaonen, denn sie waren überzeugt, dass das scharfe Zwiebelaroma auch den Toten wieder Leben einhauchen könne. Ob unser Zwiebelkuchen das auch leisten kann? Eins können wir Ihnen versprechen: Mit unserem Rezept gelingt der saftig-schmackhafte und gesunde Herbstklassiger garantiert. 

 

 

Sie haben Fragen zur richtigen Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen? Lassen Sie sich in der individuellen Ernährungs- und Diätberatung im Rheumazentrum Mittelhessen von uns beraten.

 

 

 

Zwiebelkuchen (Blech à 8 Stücke)

Für den Hefeteig:

¼ l       lauwarmes Wasser

375 g   Weizenmehl Type 405

1 TL     Salz

1 EL     Olivenöl

2 EL     Zucker

1 TL     Trockenhefe

 

Für die Zwiebelmasse:

1 TL     Öl

125 g   magere Schinkenwürfel

500 g   Zwiebelringe

Salz, Pfeffer, Majoran

 

2          Eier

250 g   Magerquark

4 EL     fettarme Milch

2 EL     helle Fertigsoße

            Muskat

100 g   Reibekäse

 

Alle Zutaten für den Teig miteinander vermengen und einen Hefeteig kneten, 30 Minuten an einem warmen Platz zugedeckt gehen lassen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den Schinken kurz anschwenken, dann die Zwiebeln dazugeben und glasig dünsten, abschließend würzen.

Die restlichen Zutaten für die Zwiebelmasse miteinander verquirlen und mit den angebratenen und gedünsteten Zutaten vermischen.

Den Hefeteig nach dem Gehen nochmals kurz durchkneten und auf ein gefettetes Backblech auslegen. Erneut ca. 10 Min gehen lassen. Dann die Zwiebel-Eiermasse darauf streichen.

Mit Käse bestreuen und ca. 20 – 25 Minuten bei 200 – 220° C backen.

 

Pro Stück: 335 kcal, 9 g Fett, 45 g Kohlenhydrate, 20 g Eiweiß, 3,5 g Ballaststoffe, 190 mg Calcium

In unserer Beitrag-Serie »Die 7 Schutzfaktoren und wie man sie stärken kann« gibt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen praktische Tipps für mehr Widerstandskraft und Resilienz. In diesem Beitrag geht es um den letzten Resilienzschlüssel,

 

Zukunftsorientierung

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“, wusste schon Albert Einstein. Wer mit einem Blick in die Zukunft und klaren Zielvorstellungen durchs Leben geht, der verspürt weniger Unruhe, Zweifel und Haltlosigkeit – und mehr Antrieb und inneren Halt. Wer zukunftsorientiert ist, der handelt tatkräftig, um seine eigenen Pläne zu verwirklichen.

 

Wie kann Zukunftsorientierung gestärkt werden?

Wir haben es oben bereits kurz erwähnt: Setzen Sie sich smarte Ziele.

 

S = spezifisch (Was genau werden Sie tun?)

M = messbar (Wieviel genau werden Sie tun/ Was ist das messbare Ergebnis?)

A = angemessen /attraktiv / akzeptiert (Warum genau werden Sie es tun?)

R = realistisch (Werden Sie es wirklich tun / Ist es machbar?)

T = terminiert (Ab wann / bis wann werden Sie es tun?)

 

Wählen Sie dabei ein Ziel, dass Sie persönlich anspricht und nicht von anderen Leuten, Werten oder Normen bestimmt ist. Unterscheiden Sie zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen und deren Planung, damit Sie sich immer gut orientieren können. Setzen Sie sich außerdem Prioritäten und überprüfen immer wieder, ob sich Ihre Prioritäten vielleicht geändert haben. Vielleicht hilft Ihnen auch eine Affirmation wie »Ich habe Ziele und möchte diese erreichen. Ich plane die nächsten Schritte, um an mein Ziel zu gelangen.« Behalten Sie dabei aber auch immer die Gegenwart im Blick, die Schätze, die am Wegesrand während der Reise zum Ziel auf Sie warten.

 

Das war der letzte Beitrag unserer Serie zu den 7 Schutzfaktoren. Wir hoffen, Sie konnten viel mitnehmen aus unseren praktischen Tipps und wünschen Ihnen viel Erfolg und viel Spaß auf dem Weg zur gestärkten Resilienz.

 

Für weitere Fragen steht Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen immer gerne zur Verfügung.

 

Hier noch mal die anderen Beiträge lesen:

In unserer Beitrag-Serie »Die 7 Schutzfaktoren und wie man sie stärken kann« gibt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen praktische Tipps für mehr Widerstandskraft und Resilienz. Mit dem nächsten Resilienzschlüssel lassen sich Probleme im Handumdrehen lösen.

 

Lösungsorientierung

Bei der Lösungsorientierung wird der Fokus auf die Lösung eines Problems gelegt, weniger auf das Problem und seine Ursache selbst. Denn: Um ein Schloss zu öffnen, ist es weder erforderlich zu wissen wie das Schloss von innen aussieht, noch wie der Schlüssel geformt ist. Ein Schlüssel oder gar ein Dietrich kann es trotzdem öffnen.

 

Wie kann Lösungsorientierung gestärkt werden?

Durch den Einsatz von Problemlöseschema lässt sich Lösungsorientierung trainieren und starken. Starten Sie zunächst auf der Problemebene mit einer kurzen Problembeschreibung (Was genau ist das Problem?) und gehen von da aus direkt auf die Lösungsebene. Hier sammeln Sie Lösungsmöglichkeiten für das Problem: Wie kann das Problem gelöst werden? Welche Ressourcen benötigen Sie für die Lösung? Denken Sie daran, dass auch kleine Veränderungen Großes bewirken können; manchmal ist es einfacher, mehrere kleine, einfacher umsetzbare Schritte zu gehen, als das ganze Problem in einem einzigen, großen Sprung zu überwinden. Setzen Sie sich smarte Ziele!

 

Hier noch mal die anderen Beiträge lesen:

In unserer Beitrag-Serie »Die 7 Schutzfaktoren und wie man sie stärken kann« gibt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen praktische Tipps für mehr Widerstandskraft und Resilienz. Heute geht es um Mitmenschen, Gemeinschaftsgefühl und gegenseitige Hilfe.

 

Soziales Netzwerk

Der Mensch ist ein soziales Wesen, wir sind von Natur aus keine Alleingänger – gute soziale Kontakte sind also lebenswichtig für unser Wohlbefinden. Bindungen in einem guten, sozialen Netzwerk werden geschaffen, gepflegt und aufrechterhalten. Dabei gehören sowohl Geben als auch Nehmen dazu – jeder Mensch darf sich helfen lassen.

 

Wie kann das soziale Netzwerk gestärkt werden?

Lernen Sie, Hilfe von Ihren Freunden, Bekannten, Kollegen oder Ihrer Familie anzunehmen. Investieren Sie in gute, wohlwollende Kontakte mit regelmäßigen Verabredungen und vielleicht sogar kleinen Geschenken. Seien Sie mutig: Reduzieren Sie den Kontakt zu missmutigen Kritikern, zu Miesmachen und Nörglern – oder brechen Sie den Kontakt komplett ab.

 

Hier noch mal die anderen Beiträge lesen:

In unserer Beitrag-Serie »Die 7 Schutzfaktoren und wie man sie stärken kann« gibt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen praktische Tipps für mehr Widerstandskraft und Resilienz. Der heutige Resilienzschlüssel hilft Ihnen dabei, Zweifel und Unsicherheiten abzuschütteln und mit stolzgeschwellter Brust durchs Leben zu gehen.

 

Eigenverantwortung

Unter Eigenverantwortung versteht man die Bereitschaft, Verantwortung für den eigenen Körper, das Denken, Handeln und Unterlassen zu übernehmen und die Konsequenzen zu tragen, anstatt einen Schuldigen zu suchen. Dazu gehört auch Verantwortung für die eigene Gesundheit und das eigene Wohlergehen – die liebevolle Sorge für sich selbst.

 

Wie kann Eigenverantwortung gestärkt werden?

Eine typische Aussage für den Resilienzschlüssel der Eigenverantwortung ist »Ich kenne und respektiere meine Grenzen.« Reflektieren Sie Ihren eigenen Anteil an einer Situation, seien Sie dabei nachsichtig mit sich selbst – und lernen Sie daraus. Stellen Sie sich die Fragen: Wie kann und will ich jetzt mit der Situation umgehen? Was kann und will ich in Zukunft anders machen?

 

Hier noch mal die anderen Beiträge lesen:

In unserer Beitrag-Serie »Die 7 Schutzfaktoren und wie man sie stärken kann« gibt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen praktische Tipps für mehr Widerstandskraft und Resilienz. Der heutige Resilienzschlüssel hilft Ihnen dabei, Zweifel und Unsicherheiten abzuschütteln und mit stolzgeschwellter Brust durchs Leben zu gehen.

 

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. Sie ist daher eng mit Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl verbunden. Der Glaube an sich selbst und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist von entscheidender Bedeutung.

 

Wie kann Selbstwirksamkeit gestärkt werden?

Machen Sie sich ihre persönlichen Erfolge bewusst! Was haben Sie heute und in der Vergangenheit gut gemacht? Auf welche Ihrer Leistung sind Sie besonders stolz? Zusätzlich können Sie sich selbst mehr ermutigen und Ihre Selbstwirksamkeit mit positiven Affirmationen stärken, beispielsweise: »Ich schaffe das! Ich bin fähig und kompetent, um meine Ziele zu erreichen und sehe Probleme als Herausforderung.«

 

Hier noch mal die anderen Beiträge lesen:

In unserer Beitrag-Serie »Die 7 Schutzfaktoren und wie man sie stärken kann« gibt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen praktische Tipps für mehr Widerstandskraft und Resilienz. Weiter geht’s mit dem nächsten Resilienzschlüssel, der nicht nur bei schlechtem Wetter, sondern auch bei tiefen Krisen Wunder wirken kann.

 

Akzeptanz

Akzeptieren bedeutet, die Umstände und Tatsachen so anzunehmen und anzuerkennen, wie sie sind – die Realität zulassen, ohne den Versuch, sie ändern zu wollen. Wer die Umstände so nehmen kann, wie sie sind, der leidet weniger. Denn oft ist es vielmehr die Bewertung einer Situation (»Das soll so nicht sein!«), die innerlichen Stress verursacht, nicht die Situation selbst. Noch dazu sind Schritte zur Krisenbewältigung erst möglich, wenn man den Tatsachen ins Auge blickt.

 

Wie kann Akzeptanz gestärkt werden?

Lernen Sie, Dinge, die Sie nicht ändern können, anzunehmen. Es ist jetzt so. Manche Dinge lassen sich einfach nicht ändern oder kontrollieren, etwa Regenwetter oder Krankheit. Überlegen Sie lieber, was Sie tun können, um gut mit der Situation umzugehen! Gibt es etwas, das Ihnen weiterhilft? Gehen Sie dabei immer mit Gelassenheit ran, denn auch die aktuelle, schwierige Situation wird vorübergehen.

 

Hier noch mal die anderen Beiträge lesen:

In unserer Beitrag-Serie »Die 7 Schutzfaktoren und wie man sie stärken kann« gibt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen praktische Tipps für mehr Widerstandskraft und Resilienz. Heute beginnen wir mit dem ersten Schutzfaktor, der Ihnen etwas mehr Leichtigkeit bringen kann.

 

Optimismus

Der Optimismus ist eine Lebensauffassung, die alles von der besten Seite betrachtet – eine heitere, zuversichtliche, lebensbejahende Grundhaltung. Optimistische Menschen blicken zuversichtlich und mit positiver Erwartung in die Zukunft und wissen genau, dass Krisen vorbei gehen und überwunden werden können.

 

Wie kann Optimismus gestärkt werden?

Schreiben Sie Positivtagebuch. Nennen sie mindestens drei Dinge, die heute gut waren oder für die Sie heute dankbar sind. Das können auch ganz kleine Dinge sein wie leckeres Essen oder das Gefühl von Sonnenstrahlen auf der Haut. Gehen Sie ganz frei an die Sache ran.

 

Hier noch mal die anderen Beiträge lesen:

Wodurch bleiben wir gesund? Wie können wir unsere Gesundheit selbst unter schweren Umständen und auch für Krisenzeiten stärken? Wie können wir sie fördern?

Die Antwort: Neben bekannten Empfehlungen, wie ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung, gibt es sieben spezifische Charaktereigenschaften, die maßgeblich zu unserem innerem Gleichgewicht beitragen. Diese sogenannte Schutzfaktoren helfen uns dabei, flexibel und unempfindlich auf Belastungen und Stress zu reagieren und wirken sich dadurch spürbar positiv auf unsere körperliche und mentale Gesundheit aus. Und das Beste daran: Unsere Schutzfaktoren sind trainierbar.

 

Wir vom Rheumazentrum Mittelhessen sehen unsere wesentliche Aufgabe im Reha-Bereich darin, moderne Gesundheitsbildung gezielt zu praktizieren, zu fördern und an unsere Patienten weiterzugeben. In dieser Serie widmen wir uns daher den gesundheitlichen Schutzfaktoren – auch gerne als die »Säulen der Resilienz« bezeichnet –, die für mehr Widerstandskraft sorgen. Wir geben praktische Tipps, wie man die Verhaltensweisen trainieren kann und starten in diesem Ersten von acht Beiträgen mit ein wenig theoretischer Grundlage.

 

Weshalb sind Schutzfaktoren, Salutogenese und Resilienz so wichtig?

 

Ausgangspunkt der modernen Gesundheitsbildung, die wir im Rheumazentrum Mittelhessen mit unseren Reha-Patienten praktizieren, sind aktuelle Erkenntnisse aus der Rehabilitations- und Gesundheitswissenschaften. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat den aktuellen Forschungsstand auch in die Entwicklung des neuen Gesundheitsbildungsprogrammes für medizinische Rehabilitation eingearbeitet. Prinzipiell geht es dabei um das Schutzfaktorenkonzept mit insgesamt sieben Schutzfaktoren als Schwerpunkt der medizinischen Rehabilitation. Darauf stützend erklärt die Salutogenese als biopsychosoziales Modell die Gesundheit und die Erhaltung des Wohlergehens auf Grundlage dieser sieben Schutzfaktoren. Die Resilienz wird oft als »Immunsystem der Seele« bezeichnet. Sie stärkt uns und wirkt wie ein Schutzschild gegen traumatische Ereignisse wie etwa Unfälle oder schwere Krankheiten. Resiliente Menschen reagieren bei psychischer Belastung unempfindlicher und handeln flexibler in sich verändernden Situationen.

 

Was sind die Säulen der Resilienz?

 

In der Forschung haben sich spezifische Faktoren oder Charaktereigenschaften herauskristallisiert, die für nachweisbar mehr mentale Stärke und Stabilität sorgen – und die dem Schutzfaktorenkonzept, der Salutogenese und der Resilienz zugrunde liegen. Diese sieben Schutzfaktoren sind: Optimismus, Akzeptanz, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, soziales Netzwerk, Lösungsorientierung und Zukunftsorientierung. Diese Eigenschaften führen zu mehr innerer Widerstandskraft und vermindern dadurch die Auftretenswahrscheinlichkeit von gesundheitlichen und psychischen Problemen – man spricht deshalb auch von Resilienzfaktoren oder Resilienzsschlüssel. Mit diesen Resilienzfaktoren ist auch unter harten oder schlimmen Lebensumständen ein erfolgreiches und glückliches Leben möglich.

 

In den folgenden Tagen erläutern wir die sieben Schutzfaktoren oder Resilienzschlüssel etwas näher und zeigen Ihnen, wie Sie die zielführenden Verhaltensweisen kultivieren und stärken können.

Ausreichender und guter Schlaf ist die Grundvoraussetzung für körperliche und seelische Gesundheit, für Wohlbefinden und für Leistungsfähigkeit. Denn nachts regeneriert sich unser Körper, verarbeitet Informationen, erneuert Zellen, stärkt die Abwehr und repariert Schäden in Haut und Gewebe.

 

Ist unser Schlaf gestört, etwa durch häufiges Aufwachen während der Nacht oder durch Einschlafprobleme, hat das meist unangenehme Folgen für den nächsten Tag: Wir fühlen uns müde, schlapp, sind leicht reizbar, können uns nicht konzentrieren und sind nicht so leistungsfähig wie gewohnt. Chronische Schlafstörungen können den Körper nachhaltig schwächen und Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Depressionen oder Burn-out begünstigen.

 

Mit den richtigen Ritualen kann die Schlafqualität spürbar verbessert werden. Wir vom Rheumazentrum Mittelhessen haben praktische Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen auf dem Weg in einen guten, gesunden Schlaf helfen können.

 

 

Was Sie tagsüber tun können:

 

  • Ein aktiv gestaltetes Wachleben mit beispielsweise Arbeit, Hobbys, gesellschaftlichen Treffen oder anderen Interessen kann zu einem erholsamen Schlaf beitragen.
  • Tagsüber ist statt ausgedehntem Mittagsschlaf ein kleines Power-Nap erlaubt (maximal 20 Minuten und idealerweise vor 15 Uhr). Achten Sie darauf, am Abend möglichst nicht vor dem Fernseher einzuschlafen, denn der bremst das Schlafhormon aus und beeinträchtigt damit die Schlafqualität.
  • Regelmäßiger Sport am Tag erhöht den Schlafdruck und wirkt schlaffördernd für die Nacht! Intensivsport wird am besten 2-4 Stunden vor dem Schlafengehen betrieben, denn der fährt den Körper hoch, bringt Stoffwechsel und Kreislauf in Schwung und erschwert damit das Einschlafen.
  • Trinken Sie 6 Stunden vor dem Schlafengehen nur noch Wasser, Tee oder andere koffein- und alkoholfreie Getränke. Kaffee, schwarzer Tee, grüner Tee, Cola und Mate sollten ab etwa 13 Uhr vermieden werden, genauso wie alkoholische Getränke. Denn Alkohol beschleunigt zwar das Einschlafen, stört aber das Durchschlafen und verhindert die wichtigen und erholsamen Tief- und REM-Schlafphasen.
  • Appetitzügler adé: Appetithemmende Mittel stimulieren das Nervensystem und können für Unruhe und Erregbarkeit sorgen. Das gestaltet das Ein- und Durchschlafen deutlich schwieriger.
  • Lassen Sie den Tag ruhig ausklingen ohne geistige oder körperliche Anstrengung vor dem Zubettgehen.
  • Ein kleiner Spaziergang um den Block ist eine tolle Möglichkeit, den Tag Revue passieren zu lassen und Körper und Geist auf Entspannung vorzubereiten.

 

 

Was Sie vor dem Schlafengehen tun können:

 

  • Mini-Digital-Detox: Gönnen Sie sich 2 Stunden vor dem Zubettgehen eine Pause vom Medienkonsum über Handy, Tablet, Computer oder E-Book und von sonstigen blauen Lichtchen im Schlafzimmer. Denn das kurzwellige Licht imitiert die Sonne und führt zu einer »Aufweck-Reaktion« der Hormone.
  • Eine leichte Nachtmahlzeit kann schlaffördernd wirken! Nüsse, etwas Obst oder Gemüse, Haferflocken oder ein Glas Milch unterstützen das Einschlafen, während allzu schwere Hauptmahlzeiten dem Körper nachts Ressourcen rauben und damit die Schlafqualität beeinträchtigen.
  • Rauch- und nikotinfrei schläft es sich besser. Denn Nikotin stimuliert das Gehirn, erhöht Puls und Blutdruck und schüttet Adrenalin aus – sorgt also für Stress im Körper.
  • Schaffen Sie Ihre Wohlfühlatmosphäre: Störende Lichtquellen, Lärmgeräusche und extreme Temperaturen im Schlafzimmer sind mit praktischen Helfern wie Schlafmaske, Ohrstöpsel oder Ventilatoren gut in den Griff zu bekommen.
  • Gehen Sie nur bei ausgeprägter Müdigkeit zu Bett, damit Sie sich nicht stundenlang im Bett wach liegen oder sich im schlimmsten Falle gestresst herumwälzen.
  • Beruhigende und positive Schlafrituale für 30 Minuten vor dem Zubettgehen signalisieren dem Körper, dass der Tag beendet ist und helfen auf dem Weg zum guten Schlaf. Trinken Sie beispielsweise eine Tasse Kräutertee, nehmen Sie eine warme Dusche, lesen Sie ein Buch oder hören Sie entspannte Musik oder ein ruhiges Hörbuch.
  • Nutzen Sie Entspannungstechniken wie Yoga, spezielle Schlaf-Meditationen zur Entspannung und zum Einschlafen oder progressive Muskelrelaxation.

 

 

Was Sie tun können, wenn Sie nachts aufwachen:

 

  • Der Versteck-die-Uhr-Trick: Viele Menschen, deren Schlaf gestört ist, schlafen besser, wenn der Zeitdruck entfällt. Denn oft genügt ein kurzer Blick auf die Uhr und schon rechnet man aus, wie lange man noch schlafen kann. Das baut Druck auf und fördert negative Gedanken und Gefühle. Unser Tipp: Verstecken Sie den Wecker z.B. im Kleiderschrank und schützen Sie sich damit vor nächtlicher Unruhe.
  • Der Gang zum Kühlschrank für einen Mitternachtssnack ist zwar sehr verlockend, aber nach dem Essen ist der Körper erst mal mit der Verdauung beschäftigt und der Schlaf wird nicht mehr erholsam. Versuchen Sie außerdem, sich keinem hellen Licht auszusetzen, um die »Aufweck-Reaktion« der Hormone zu vermeiden.
  • Nutzen Sie individuell Anti-Grübel-Techniken, beispielsweise Schäfchen zählen, im Geiste den Schul- oder Urlaubsweg ablaufen, den Garten der Schwiegereltern umgestalten, den Dachboden ausbauen, Namen mit dem Anfangsbuchstabe R aufzählen oder Kleidung für nächsten Tag überlegen. Wenn Sorgen oder Probleme auftauchen, schreiben Sie diese auf einen Zettel, legen ihn zur Seite und kümmern sich tagsüber um eine Lösung.

 

 

Weitere Tipps:

 

  • Regelmäßige Aufsteh- und Ins-Bettgeh-Zeiten wirken förderlich auf den Nachtschlaf. Idealerweise weichen die Zeiten auch am Wochenende maximal 30 Minuten voneinander ab.
  • Lieber früh aus den Federn als lange Wach-Zeiten im Bett. Zu viel Zeit im Bett kann Schlafprobleme begünstigen, daher empfiehlt es sich, die Bettliegezeiten zu reduzieren. Verbringen Sie nur Ihre durchschnittliche Schlafenszeit im Bett – beispielsweise etwa 7 Stunden – und stehen danach konsequent auf. Das trägt maßgeblich zur Normalisierung des Schlafrhythmus‘
  • Let the sunshine in: Eine halbe Stunde Tageslicht nach dem Aufstehen stabilisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus und hellt nebenbei noch die Stimmung auf.