Aktuelles & Presse

Wenn wir uns bewegen, sind mindestens 430 Muskeln in unserem Körper aktiv. Um gut zu funktionieren, muss unsere Muskulatur kräftig, ausdauernd und dehnfähig sein. Besonders das Muskeldehnen wird heutzutage oft vernachlässigt – dadurch verkürzen sich die Muskeln und werden steif und verspannt, was möglicherweise sogar zu Schäden der Gelenke, Gelenkbänder, Sehnen und der Muskeln selbst führen kann.

 

Durch regelmäßiges Dehnen der Muskeln kann man die Muskelfunktionen wieder stärken und generell die Vitalität des Körpers bewahren. Denn Dehnübungen steigern die Muskeldurchblutung, verbessern die Beweglichkeit der Gelenke, Sehnen und Bänder, beschleunigen die Regeneration des Körpers und erhöhen das allgemeine Wohlbefinden.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen daher die Grundlagen des »Autostretching« etwas näher bringen.

 

Beim Autostretching, was so viel bedeutet wie »selber dehnen«, geht es darum, die Muskulatur durch verschiedene Dehnübungen geschmeidig zu halten und etwaige Beschwerden zu lindern. Um die richtige Wirkung zu erzielen, sind während jeder Übung auf folgende Prinzipien zu achten:

  • Nehmen Sie bei jeder Übung eine sichere und stabile Ausgansstellung ein.
  • Berücksichtigen Sie die Funktionen des Muskels und bauen Sie die Spannung vorsichtig und behutsam auf.
  • Behalten Sie während der gesamten Übung die Kontrolle der Dehnung.
  • Bauen Sie die Dehnung der Muskeln stufenweise auf und gehen Sie nicht über die Grenze der optimalen Beweglichkeit – riskieren Sie keine Überbelastung.

 

Eine weitere Grundregel: Stretching sollte niemals Schmerzen bereiten. Hören Sie immer auf Ihren Körper und führen Sie alle Übungen behutsam und achtsam durch.

 

Probieren Sie die Prinzipien des Autostretchings doch gleich mal aus – mit dem sogenannten Ellbogenschub: Stellen Sie sich aufrecht und stabil hin und legen Sie die rechte Hand von oben zwischen die Schulterblätter, die Fingerspitzen zeigen dabei nach unten. Jetzt führen Sie die linke Hand über den Kopf und legen die auf den rechten Ellbogen. Damit können Sie die Dehnung mit leichtem Druck verstärken. Halten Sie die leichte Spannung etwa 20 Sekunden lang und wiederholen die Übung zwei- bis dreimal. Anschließend auch andersherum den linken Arm dehnen. Bei regelmäßiger Durchführung verbessert diese Übung die Beweglichkeit in den Schultern und den Armen und dehnt gleichzeitig den breiten Rückenmuskel mit.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Dehnen!

Das Rheumazentrum Mittelhessen verfügt über ein großes Netzwerk aus Kliniken und Fachärzten. Unsere medizinischen Kooperationen sind Teil unseres versorgungsübergreifenden Konzepts, mit dem wir alle gemeinsam ein Ziel verfolgen: die optimale Behandlung unserer Patienten, besonders bei Erkrankungen im Grenzbereich zu anderen Fachgebieten.

 

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen unsere Partnerschaft mit dem Universitätsklinikum Gießen/Marburg genauer vorstellen. Das renommierte Krankenhaus mit Maximalversorgung deckt das gesamte Spektrum der modernen Medizin ab und bietet umfassende Versorgung auf höchstem internationalem Niveau.

 

Mit der Abteilung Orthopädie / Rheumatologie am Standort Marburg sowie dem Klinikum Wetzlar werden interdisziplinäre Betreuungen von Rheumapatienten durchgeführt: im wöchentlichen Wechsel finden Visiten und Sprechstunden bei uns in Bad Endbach, in Marburg oder in Wetzlar statt. Ein interdisziplinäres Team, bestehend aus einem orthopädischen Rheumatologen und einem internistischen Rheumatologen aus dem Rheumazentrum Mittelhessen, kümmert sich hier gemeinsam um die Patienten.

 

Dabei geht es überwiegend um die operative Versorgung von Patienten. Gemeinsam entwickeln die Fachärzte unter Berücksichtigung verschiedener Ansätze die beste Strategie für oft risikoreiche Operationen. Hier werden zusätzlich Orthesenversorgungen und geeignete Gehstützen vor dem geplanten Eingriff organisiert oder direkt bereitgestellt. Die anschließende Rehabilitation und Nachbehandlung wird ebenfalls von dem Spezialisten-Team geplant – diese findet in der Regel bei uns im Rheumazentrum Mittelhessen statt.

 

Auch die konservative Versorgung wie Physiotherapie und Medikation wird gemeinsam im Rahmen der interdisziplinären Sprechstunde geklärt: Soll ein immunmodulatorisch wirksames Medikament pausiert oder weitergeführt werden? Kommt es zu Nebenwirkungen oder gar Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten? Durch die Fachärzte kann das Risiko von Problemen in der Heilungsphase und von Schüben der Grunderkrankung deutlich minimiert werden.

 

Immer in besten Händen: Mit unserer Partnerschaft und engen Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Gießen/Marburg gewährleisten wir die optimale und fachübergreifende Versorgung und Betreuung unserer Patienten.

„Ich habe seit 3 Monaten Schmerzen in beiden Handgelenken und in den Fingergrundgelenken. Auch in beiden Vorfüßen habe ich starke Probleme, besonders morgens bei den ersten Schritten kann ich ganz schlecht abrollen. Die Gelenke, die betroffen sind, fühlen sich überwärmt an und sind geschwollen. Unter der Fußsohle vorne habe ich das Gefühl, wie auf Polstern zu laufen. Es gibt bessere und schlechtere Tage. Wärme hilft weniger als Kälte, um die Beschwerden zu lindern. Auch nachts habe ich Schmerzen in den Gelenken.“

 

Was hier eine 34-jährige Frau schildert, sind relativ typische Symptome für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung – viele Patienten kommen mit ganz ähnlichen Beschwerden zu uns ins Rheumazentrum Mittelessen. Im Anfangsstadium leiden Betroffene häufig zunächst unter unspezifischen und schleichend zunehmenden Beschwerden wie etwa Müdigkeit oder Appetitlosigkeit. Häufig verschlechtert sich der allgemeine körperliche Zustand, bis sich schließlich Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken bemerkbar machen.

 

Unter unserem Leitspruch »Ergründen. Ermutigen. Ermöglichen.« behandeln wir im Rheumazentrum Mittelhessen unterschiedliche Krankheits- und Beschwerdebilder rund um rheumatische Erkrankungen. Mit einer ganzheitlichen Therapie und individuellen Behandlungsplänen lindern wir die Schmerzen unserer Patienten, bremsen die Entzündungen und erhalten die Funktionen der Gelenke.

 

Das Wohlbefinden unserer Patienten steht an erster Stelle. Wir möchten daher ermutigen, parallel zur individuell abgestimmten Therapie auch selbst positiv auf den Krankheitsverlauf einzuwirken. Denn mit dem richtigen »rheumafreundlichen« Lebensstil kann viel erreicht werden. Dazu gehören zum Beispiel sanfter Sport und passende Bewegung, gesunde Ernährung – aber auch Vermeidung von Stress und unnötigen Belastungen. Gern beraten wir Sie ausführlich und unterstützen Sie bei der Mission »Mehr Lebensqualität mit Rheuma«.

 

Bitte beachten Sie für eine Terminvereinbarung unsere aktuellen Informationen zum Coronavirus.

Das flotte Gehen mit Stöcken erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit und ist zur echten Trendsportart avanciert. Kein Wunder, denn das Ausdauertraining ist besonders gelenkschonend und gilt zudem als optimaler Einsteigersport. Damit ist es für alle geeignet: für jung und alt, dick und dünn, sportlich und untrainiert – auch bei Beschwerden wie Rückenproblemen, Arthrose oder Osteoporose.

 

Beim Nordic Walking wird durch den aktiven Einsatz von speziellen Stöcken gleichzeitig Unter- und Oberkörper trainiert, was eine Vielzahl gesundheitlicher Vorteile mit sich bringt. Die Sportart steigert die körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, denn sie kurbelt das Herz-Kreislauf-System an, kräftigt 80% aller Muskeln und löst zudem Verspannungen im Körper. Die Stöcke entlasten dabei Knie-, Hüft-, Sprunggelenke und stärken gleichzeitig die Muskulatur in den Armen, Rücken und Beinen. Noch dazu verbringt man beim Gehen viel Zeit an der frischen Luft, zum Beispiel in Parks, im Wald oder auch in der Stadt. Nordic Walking hilft sogar beim Stressabbau und kann die allgemeine Stimmung verbessern. Gründe genug, um den schonenden Sport auszuprobieren.

 

Generell kann das rhythmische Gehen mit Stöcken von Menschen jeder Altersgruppe erlernt werden, denn Tempo und körperliche Anstrengung lassen sich individuell an Alter und Trainingsstand anpassen. Als Ausrüstung benötigt man lediglich festes Schuhwerk, funktionelle Kleidung und ein paar Nordic-Walking-Stöcke. Wichtig ist daneben die richtige Technik, um Fehlhaltungen oder -belastungen zu vermeiden. Außerdem macht Nordic Walking erst so richtig Spaß, wenn es mit dem typischen und fließenden Bewegungsablauf ausgeführt wird.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen bieten wir daher Nordic Walking Gruppen für unterschiedliche Leistungsstufen an. Unsere speziell geschulten Mitarbeiter passen die Lauftechnik individuell an die körperlichen Einschränkungen der Patienten an. Nach der »Corona-Zeit« zeigen wir Ihnen wieder, worauf es beim Nordic Walking ankommt – wir freuen uns schon auf Sie.

 

Bis dahin wünschen wir Ihnen viel Spaß beim rhythmischen Gehen!

 

Hinweis: Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt oder Therapeuten, bevor Sie mit Trainingskonzepten und Eigenübungen beginnen. Die Inhalte dieses Beitrags ersetzen in keinem Fall die persönliche Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte und Therapeuten.

Rheumatische Erkrankungen lösen sehr vielfältige Beschwerden im Körper aus. Dabei weichen die Symptome teilweise stark voneinander ab. Die medizinische Forschung unterscheidet aktuell bis zu 400 einzelne Erkrankungen, die alle unter den Oberbegriff Rheuma fallen. Um bei einer solchen Vielfalt die richtige Diagnose zu stellen, bedarf es einer Kombination an Untersuchungsmethoden. Wie bei einem Puzzle ergibt sich dadurch ein möglichst klares Bild der Krankheit.

 

Seit über 60 Jahren diagnostizieren und behandeln wir im Rheumazentrum Mittelhessen erfolgreich Rheumaerkrankungen und gehören damit zu den erfahrensten Kliniken Deutschlands. Viele unserer Patienten erhalten erst bei uns Klarheit über ihre Erkrankung – nach oft jahrelanger Ungewissheit aufgrund ihres komplexen und schwer zu befundenen Krankheitsbildes.

 

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen einige unserer Diagnoseverfahren etwas genauer vor.

 

Anamnese

Bei einem Arzt-Patientengespräch wird der Patient ausführlich zu seinen aktuellen Beschwerden befragt, da sich häufig bereits hier erste Tendenzen zur Erkrankung erkennen lassen. Gelenk-, Muskel- oder Wirbelsäulenschmerzen, mögliche Gelenkschwellungen, Zusammenhänge mit Tageszeiten sowie Ruhe und Belastung oder Wärme, Kälte und Jahreszeiten werden aufgenommen. Zusätzlich werden Vorerkrankungen und Medikationen berücksichtigt, um Wechselwirkungen oder Zusammenhänge mit Infektionen oder anderen chronischen Erkrankungen feststellen zu können.

 

Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung begutachten unsere Fachärzte ganz genau die körperlichen Symptome der Patienten: Gelenke, Wirbelsäule und Muskulatur werden auf Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen untersucht. Dabei achten wir besonders auf sicht- oder tastbare Schwellungen oder Verformungen der Gelenke. Bei der Aufnahmeuntersuchung, vor allem auch bei stationären Patienten führen wir zusätzlich eine orientierende Untersuchung von Herz, Lunge, Bauch, Blutgefäßen sowie Haut und Nägel durch.

 

Labordiagnostik

Bei den labortechnischen Untersuchungen werden unter anderem Blut und Punktionsflüssigkeiten der Gelenke ausgewertet. Neben der Leber- und Nierenfunktion sind für die Diagnose Entzündungswerte und verschiedene Spezialwerte von Bedeutung. In Kooperation mit einem externen Labor werden zusätzlich spezielle Antikörper oder Infektionserkrankungen untersucht; insbesondere die Antikörper-Diagnostik trägt wesentlich zur Eingrenzung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bei.

 

Röntgen

Das konventionelle Röntgenbild ist nach wie vor essentiell bei der Diagnose von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen oder bei degenerativ-bedingten Arthrosen der Gelenke oder Wirbelsäule. Das Röntgen gehört zu den bildgebenden Untersuchungen und macht Schädigungen der Knochen und Gelenke sichtbar.

 

Weitere Diagnose-Verfahren

Im Rheumazentrum Mittelhessen wenden wir noch weitere Diagnose-Verfahren an, um detektivisch die richtige Erkrankung und Ursache bei unseren Patienten festzustellen. In einem unserer nächsten Beiträge informieren wir Sie über weitere Methoden – unter anderem über die Kapillarmikroskopie und die Knochendichtemessung.

 

Einblicke in unsere präzise Diagnosemöglichkeiten finden Sie hier.

Rheumatische Erkrankungen können je nach Entzündungsaktivität den Knochenabbau im Körper beschleunigen und damit Osteoporose hervorrufen. Denn durch einen Schwund im Knochengewebe werden die die Knochen porös und leicht brüchig ­– bei manchen Betroffenen kann es so schon beim Niesen, Lachen oder Husten zu Rippenbrüchen kommen.

 

Um die Knochen zu stabilisieren und zu stärken, benötigt der Körper die richtigen Nährstoffe und Vitamine. Die richtige Ernährung ist nicht nur die ideale Vorbeugung und verringert das Osteoporose-Risiko deutlich, sondern kann auch bei bereits aktiver Osteoporose den laufenden Prozess des Knochenabbaus stark mildern oder sogar aufhalten. Im Rheumazentrum Mittelhessen zeigen wir Betroffenen, welche Lebensmittel sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken können. Im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung – ein wichtiger und nebenwirkungsarmer Teil unserer ganzheitlichen Therapie – geben wir unseren Patienten das nötige Wissen an die Hand, mit dem sie den Krankheitsverlauf dann eigenständig und positiv beeinflussen können.

 

Generell ist auf eine gesunde und vielseitige Ernährung zu achten. Denn je abwechslungsreicher der Speiseplan ist, desto mehr Vitamine und Mineralstoffe bekommt der Körper: dazu gehören Obst, Gemüse, Milch- und Getreideprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse oder Hülsenfrüchte. Bei Salz darf man gerne sparen – würzen Sie am besten kreativ mit Kräutern. Auch Zucker darf reduziert werden, besonders bei Getränken empfiehlt es sich, auf Wasser oder Tee umzusteigen.

 

Für die Gesundheit der Knochen sind besonders Kalzium und Vitamin D entscheidend: Kalzium ist der wichtigste Baustein für starke Knochen und kommt zum Beispiel in Käse, Milch, Nüssen, Brokkoli oder angereichertem Mineralwasser vor. Der Mineralstoff kann aber nur in Kombination mit Vitamin D richtig im Körper verwertet und in die Knochen eingebaut werden. Also ab in die Sonne, denn die ist unser wichtigster Vitamin D Lieferant – oder alternativ mit Fisch, Eiern, Pilzen oder Avocados die Knochen stärken.

 

Zusätzlich kann man den Aufbau der Knochen durch genügend körperliche Bewegung vorantreiben: Regelmäßige Spaziergänge, Radfahren oder sanftes Krafttraining fördern den Knochenstoffwechsel und kräftigen zusätzlich die Muskulatur. Wer dann noch auf große Mengen Alkohol, Koffein und Nikotin verzichtet, der schaltet auch die letzten Risikofaktoren von Osteoporose aus.

 

Und damit Sie Ihren Knochen direkt etwas Gutes tun können, haben wir abschließend ein schnelles und leichtes Rezept mit einer ordentlichen Portion Kalzium für Sie vorbereitet.

 

Tomaten Mozzarella Salat (4-6 Portionen)

500 g Tomaten

125 g Mozzarella    

2 EL Olivenöl oder Rapsöl

2 E: Balsamico Essig

Salz, Pfeffer, Basilikum

 

Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Auf einer Platte fächerartig auslegen. Sparsam Salz und Pfeffer aufstreuen. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und auf den Tomatenscheiben verteilen. Aus den restlichen Zutaten eine Salatsoße rühren und darüber gießen.

 

Pro Portion: 125 kcal, 10 g Fett, 3 g Kohlenhydrate, 6 g Eiweiß, 120 mg Kalzium

Das Rheumazentrum Mittelhessen vereint am Standort Bad Endbach umfassende Kompetenzen der Rheumatherapie unter einem Dach. Dabei sind nahtlose Übergänge zwischen unseren verschiedenen Fachabteilungen und deren Schwerpunkten fester Bestandteil unseres Behandlungskonzepts – für die optimale und interdisziplinäre Versorgung unserer Patienten.

 

Die Kernkompetenz unserer Akutklinik liegt in der Diagnostik und Behandlung, Nachsorge und Notfallbehandlung von rheumatischen Erkrankungen. Mit 80 Betten verfügen wir über die größte bettenführende, internistische Rheumatologie in Hessen. Hier werden unsere Patienten im Krankheitsschub oder bei auftretenden Komplikationen sofort und zu jeder Tageszeit aufgenommen und von unseren Fachärzten stationär medizinisch (notfall-)versorgt oder je nach Behandlungsziel vorstationär, nach- oder teilstationär betreut.

 

Im Akutbereich ergründen unsere Rheumatologen mit den ganzheitlichen Möglichkeiten des Rheumazentrum Mittelhessens gezielt die Symptome, damit ein umfassendes Bild über den Krankheitszustand entsteht und schließlich zur Diagnosestellung führt. Darauf aufbauend werden die notwendigen, therapeutischen Maßnahmen unter Berücksichtigung neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse eingeleitet. Hier bündelt sich unser spezifisches Fachwissen und unsere umfassende Erfahrung im Umgang mit diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen bei rheumatischen Erkrankungen. Unter der Leitung unserer internistischen Rheumatologen arbeiten wir mit einem multidisziplinäres Team daran, die Krankheitsaktivität unserer Patienten zu reduzieren.

 

Unsere Patienten profitieren enorm von unserer akut-stationären Versorgung, denn die hier erstellten, individuellen und ganzheitlichen Therapiekonzepte lindern Schmerzen, verbessern die Beweglichkeit und wenden Komplikationen ab. Das erleichtert maßgeblich nicht nur ihren Alltag – auch eine drohende Arbeitsunfähigkeit durch Rheumabeschwerden kann durch eine frühzeitige Behandlung abgewendet werden.

 

Doch am allerwichtigsten: mit unserer ganzheitlichen Versorgung möchten wir zu mehr Wohlbefinden verhelfen und Lebensfreude fördern – damit unsere Patienten auch mit Rheuma ein erfülltes Leben führen.

Gerade in nervenaufreibenden Zeiten ist Entspannung essentiell für das körperliche und geistige Wohlbefinden. Wir vom Rheumazentrum Mittelhessen möchten Ihnen daher eine Entspannungsübung mit auf den Weg geben, die zu mehr Ausgeglichenheit, innerer Ruhe und Zufriedenheit führt.

 

Wenn wir Stress empfinden, dann sind wir dabei im wahrsten Sinne des Wortes »angespannt«, denn wir neigen währenddessen dazu, unsere Muskeln unbewusst anzuspannen – zum Beispiel indem wir die Zähne zusammenbeißen oder die Hände zu Fäusten ballen. Nacken- und Kiefernmuskeln werden auch als »Stressmuskeln« bezeichnet, weil sich hier die Unruhe oft auf den Körper überträgt.

 

Mit unserer Entspannungsübung lösen wir den im Körper gesammelten Stress und sorgen gleichzeitig für seelische Ruhe. Bei uns im Rheumazentrum Mittelhessen wird die sogenannte progressive Muskelrelaxation nach Jacobson im Rahmen der psychologischen Betreuung unserer Patienten angewendet. Damit erzielen wir eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Befindlichkeit, denn das Verfahren zeigt Wirkung auf den gesamten Organismus: Auf körperlicher Ebene werden die Muskeln entspannt, die Schmerzzustände unserer Patienten verringern sich, Blutdruck und Puls werden niedriger, Blutgefäße und Bronchien weiten sich und Stresshormone bauen sich besser ab. Auf psychischer Ebene profitieren unsere Patienten von gesteigertem Wohlbefinden und innerer Gelassenheit. Kurz: Tiefenentspannung für Körper und Geist.

 

So funktioniert das Entspannungsverfahren

 

Das Prinzip der progressiven Muskelentspannung ist einfach: Muskeln werden im Wechsel angespannt und wieder entspannt. Man beginnt mit der rechten Hand, ballt diese langsam zur Faust, spannt die Muskeln immer etwas stärker an und konzentriert sich dabei auf die Spannung, die etwa 5 bis 8 Sekunden gehalten wird. Danach wird die Hand etwa 30 Sekunden lang ganz bewusst gelockert. Bei Bedarf kann der Bereich ein zweites Mal angespannt werden oder man geht zur nächsten Muskelgruppe über. Achten Sie darauf, lediglich eine leichte bis mittlere Spannung aufzubauen. Sollte das Anspannen unangenehm sein, lockern Sie die Muskeln direkt wieder.  Während des gesamten Prozesses atmen Sie ganz ruhig und beobachten bewusst und achtsam ihre Muskeln – besonders im gelösten Zustand. Das verbessert die Körperwahrnehmung und fördert den Stressabbau.

 

Nehmen Sie sich für die Übung insgesamt etwa 30 Minuten Zeit. Schalten Sie Ihr Smartphone und alle weiteren Störfaktoren aus und begeben sich in gemütlicher Kleidung in eine bequeme Haltung – sitzend oder liegend. Sie können nach Belieben auch sanfte Entspannungsmusik spielen lassen oder mit Duftölen ein angenehmes Raumklima schaffen. Mit positiven Gedanken starten Sie in die Übung, sagen Sie sich zum Beispiel „Jetzt nehme ich mir Zeit für mich, jetzt kann ich entspannen.“. Schließen Sie die Augen oder fixieren sie locker einen Punkt an Wand oder Decke. Nehmen Sie vor Beginn der Übung einige Atemzüge tief in den Bauch hinein und lassen Ihren Körper locker und schwer werden. Danach können Sie mit dem Anspannen der einzelnen Muskelgruppen beginnen. Bei durchgehend ruhiger Atmung wird der gelöste Zustand ganz bewusst wahrgenommen, dabei ist es völlig normal, dass sie auch mal abgelenkt und mit den Gedanken „woanders“ sind. Lenken Sie dann Ihre Aufmerksamkeit wieder sanft zu ihrem Körper.

 

 

Die Übungsabfolge

 

  • Rechte Hand und rechter Arm: Ballen Sie zuerst eine Faust und winkeln danach den Arm an
  • Linke Hand und linker Arm: Ballen Sie zuerst eine Faust und winkeln danach den Arm an
  • Schultern: Ziehen Sie die Schultern zuerst hoch und drücken Sie sie danach nach hinten
  • Nacken und Hals: Neigen Sie den Kopf erst zur rechten und dann zur linken Schulter
  • Stirn und Augen: Ziehen Sie die Augenbrauen zusammen und kneifen Sie im Anschluss die Augen zusammen
  • Kiefer und Mund: Beißen Sie die Zähne aufeinander und pressen Sie danach die Lippen zusammen
  • Oberer Rücken: Wölben Sie Ihren Rücken und drücken danach die Schultern nach vorne
  • Brustkorb: Atmen Sie ein und halten den Atem kurz an
  • Bauch: Ziehen Sie den Bauchnabel Richtung Wirbelsäule
  • Unterer Rücken: Strecken Sie den Bauch raus und machen Sie danach ein Hohlkreuz
  • Beine: Ziehen Sie Ihre Fußzehen zum Körper und spannen danach die Oberschenkel an

 

Geführte Anleitungen der Muskelrelaxation gibt es auf CD im Handel oder im Internet. Auf YouTube finden Sie tolle Versionen, die Sie sorgfältig und mit harmonischer Musik im Hintergrund durch die gesamte Übung leiten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, anerkannte Kurse, zum Beispiel in Volkshochschulen zu besuchen, die von den Krankenkassen bezuschusst werden.

 

Langfristig kann Ihnen die progressive Muskelrelaxation dabei helfen, den Körper und die Seele selbst unter Stress in einen entspannten Zustand zu versetzen, denn Sie entwickeln durch die Übung eine Sensibilität für Ihre Spannungszustände und für deren Lockerung. Und das führt auch dazu, gelassener mit Druck umzugehen und Ängste und Sorgen schneller ziehen lassen zu können. Wir wünschen Ihnen schöne Momente der Tiefenentspannung.

 

 

Hinweis: Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt oder Therapeuten, bevor Sie mit Trainingskonzepten und Eigenübungen beginnen. Die Inhalte dieses Beitrags ersetzen in keinem Fall die persönliche Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte und Therapeuten.

Die heilende Kraft des Wassers nutzen und das Immunsystem damit nachhaltig stärken, ist die Grundlage der Wassertherapie, die das Rheumazentrum Mittelhessen als ergänzende Behandlungsform anbietet. Bei dieser naturheilkundlichen Methode setzen unsere Therapeuten Wasser in allen Zuständen ein (Eis oder Dampf, warmes bis heißes Wasser, vor allem aber kaltes Wasser), um akute oder chronische, rheumatische Schmerzen unserer Patienten zu lindern.

 

Durch verschiedene Anwendungen mit Wasser, zum Beispiel in Form von Bädern, Güssen oder Wickeln lösen die thermischen Reize während der Hydrotherapie positive Reaktionen im Körper aus: bei Kälteeinwirkung ziehen sich die Blutgefäße zusammen, bei Wärme erweitern sie sich. Damit regen wir den Blutkreislauf unserer Patienten an und fördern den Stoffwechsel des Körpers – es kommt zu einer schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung. Bei regelmäßiger Anwendung unterstützt die Wassertherapie das Immunsystem langfristig und hilft, die eigenen Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Damit ist sie essentieller Bestandteil für eine ganzheitliche Heilbehandlung bei rheumatischen Beschwerden.

 

»Im Wasser liegt Heil; es ist das einfachste, wohlfeilste und – recht angewandt – das sicherste Heilmittel.« Das wusste schon Sebastian Kneipp, als er im 19. Jahrhundert Wasser als Kernstück seines Therapiekonzepts erklärte und – in Kombination mit Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Balance – die sogenannte »Kneipp-Therapie« entwickelte. Heute ist die Wassertherapie noch immer allgemein anerkannt und wichtiger, ergänzender Bestandteil für die Linderung von Gelenk- und Muskelschmerzen. So profitieren besonders Menschen mit Rheuma von der Wirkung des Wassers auf den Körper.

 

Das Rheumazentrum Mittelhessen befindet sich übrigens in der nach dem Hydrotherapeuten benannten Sebastian-Kneipp-Str. in Bad Endbach. Hier halten wir die traditionelle Praxis der »Kneipp-Therapie« lebendig, die 2016 von der UNESCO als Kulturform des Immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet wurde. Unseren Patienten ermöglichen wir damit ein sanftes, natürliches und gleichzeitig effektives Heilverfahren. Neben der klassischen und bewährten Hydrotherapie bieten wir auch die sogenannte Balneotherapie, eine moderne Form der Bädertherapie, an.

 

Besonders durch die einfache Handhabung ist die Wassertherapie auch für die Anwendung zuhause geeignet. Wir möchten Ihnen daher heute zwei Methoden vorstellen, die im Alltag erfrischen, beleben und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.

 

Wassertreten und den Kreislauf in Schwung bringen

Im Storchengang schreitet man in leitungskaltem, fast kniehohem Wasser auf der Stelle. Dabei wird immer ein Bein komplett aus dem Wasser herausgezogen und die Fußspitze etwas nach unten gebeugt. Das wiederholt man für ca. 30 Sekunden, bis man ein starkes Kältegefühl in den Füßen und Unterschenkeln spürt. Jetzt verlässt man das kalte Wasser, bis die Füße durch Bewegung – einfaches Gehen oder auch Fußgymnastik – wieder warm werden. Anschließend den Vorgang mehrmals wiederholen. Das Wassertreten ist übrigens die berühmteste Wasseranwendung der Kneipp-Therapie und wird häufig auch »Kneippen« genannt. Ob in der Badewanne oder in der Natur, in kühlen Bachläufen oder an seichten Flussufern, das Wassertreten regt die Durchblutung an und bringt den Kreislauf in Schwung – das Wassertreten ist ein echter »Kick« für das Immunsystem!

 

 

Das kalte Armband oder: »Der Kneipp’sche Espresso«

Als zweite Anwendung möchten wir Ihnen einen natürlichen Wachmacher vorstellen – für eine belebende Wirkung ganz ohne Koffein: hierfür füllt man ein Waschbecken mit kaltem Wasser (12 bis 18°C), taucht dann beide Arme bis zur Oberarmmitte hinein und atmet ruhig weiter, bis sich nach ca. 30 bis 40 Sekunden ein Kältegefühl einstellt. Arme herausnehmen, das Wasser anschließend sanft von der Haut abstreifen, ankleiden und durch pendelnde Bewegungen für Wiedererwärmung sorgen. Diese Anwendung aus der Kneipp-Therapie sollte nur angewendet werden, wenn die Arme und Hände zu Beginn warm sind. Dann belebt das sogenannte kalte Armband Körper und Geist und wirkt damit gegen mentale Abgeschlagenheit – wach werden auf ganz natürliche Weise! Zusätzlich fördert dieser »Kneipp’sche Espresso« die Blutzirkulation, regt den Stoffwechsel an und stärkt die Abwehrkräfte. Zusätzlicher Erfrischungstipp: nachdem die Arme im Becken gekühlt wurden, sanft über den Nacken streifen und so für extra Abkühlung sorgen.

 

 

 

Wir wünschen viel Spaß beim Abkühlen und Beleben!

Informieren Sie sich hier über unsere vielfältigen Therapiemöglichkeiten.

 

Hinweis: Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt oder Therapeuten, bevor Sie mit Trainingskonzepten und Eigenübungen beginnen. Die Inhalte dieses Beitrags ersetzen in keinem Fall die persönliche Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte und Therapeuten.

Immer noch gibt es in Deutschland zu wenige Fachärzte für Rheumatologie. Aktuell werden mehr als die Hälfte aller Erkrankten nicht von einem Rheumatologen, sondern von ihrem Hausarzt versorgt. Verlauf und Symptome sind von Patient zu Patient allerdings oft sehr unterschiedlich, die Behandlungen müssen daher konsequent überwacht und angepasst werden. Eine maßgeschneiderte Behandlungsstrategie unter Aufsicht von Experten bringt den größten Erfolg mit sich, erfordert aber auch eine intensivere Patientenbetreuung. Rheumatologische Fachassistenten tragen maßgeblich zur optimalen Versorgung bei – und sind dadurch unverzichtbar, damit Betroffene trotz Erkrankung ein aktives und vorwiegend schmerzfreies Leben führen können.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen leisten aktuell zwei Rheumatologische Fachassistenten einen wichtigen Beitrag zur verbesserten Versorgung unserer Patienten – drei weitere Mitarbeiter befinden sich im Moment in der Weiterbildung. Unsere zertifizierten Fachassistenten übernehmen in der Regel den ersten Kontakt zu ambulanten Patienten und nehmen in einem Orientierungsgespräch alle Informationen des Patienten auf – von der Anamnese, den aktuellen Beschwerden, Blutwerten oder Röntgenaufnahmen hin zu Arztberichten. Diese Patienteninformationen besprechen sie im Anschluss mit dem behandelnden Arzt und stellen so die Weichen für eine schnellere Diagnosefindung.

 

Auch bei den anschließenden Verlaufskontrollen stehen unsere Rheumatologischen Fachassistenten unterstützend zur Seite. Sie prüfen die Handhabung und Verträglichkeit neuer Medikamente bei unseren Patienten oder erklären und zeigen ihnen den speziellen Umgang mit unterschiedlichen Injektionstechniken der Biologika oder Biosimilars. Zusätzlich stellen sie unseren Patienten relevante Informationen für eine gute Genesung zur Verfügung – von Medikamenten über Impfungen oder Begleiterkrankungen hin zu Ernährung und Sport.

 

Unsere Patienten werden mit Hilfe unserer Fachassistenten optimal versorgt und fühlen sich durch die intensive Betreuung sehr gut aufgehoben. Die Rheumatologischen Fachassistenten sind für eine ganzheitliche Patientenversorgung einfach unverzichtbar geworden und unterstützen durch ihre umfassenden Leistungen maßgeblich den Therapieerfolg jedes Patienten.