Aktuelles & Presse

Immer noch gibt es in Deutschland zu wenige Fachärzte für Rheumatologie. Aktuell werden mehr als die Hälfte aller Erkrankten nicht von einem Rheumatologen, sondern von ihrem Hausarzt versorgt. Verlauf und Symptome sind von Patient zu Patient allerdings oft sehr unterschiedlich, die Behandlungen müssen daher konsequent überwacht und angepasst werden. Eine maßgeschneiderte Behandlungsstrategie unter Aufsicht von Experten bringt den größten Erfolg mit sich, erfordert aber auch eine intensivere Patientenbetreuung. Rheumatologische Fachassistenten tragen maßgeblich zur optimalen Versorgung bei – und sind dadurch unverzichtbar, damit Betroffene trotz Erkrankung ein aktives und vorwiegend schmerzfreies Leben führen können.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen leisten aktuell zwei Rheumatologische Fachassistenten einen wichtigen Beitrag zur verbesserten Versorgung unserer Patienten – drei weitere Mitarbeiter befinden sich im Moment in der Weiterbildung. Unsere zertifizierten Fachassistenten übernehmen in der Regel den ersten Kontakt zu ambulanten Patienten und nehmen in einem Orientierungsgespräch alle Informationen des Patienten auf – von der Anamnese, den aktuellen Beschwerden, Blutwerten oder Röntgenaufnahmen hin zu Arztberichten. Diese Patienteninformationen besprechen sie im Anschluss mit dem behandelnden Arzt und stellen so die Weichen für eine schnellere Diagnosefindung.

 

Auch bei den anschließenden Verlaufskontrollen stehen unsere Rheumatologischen Fachassistenten unterstützend zur Seite. Sie prüfen die Handhabung und Verträglichkeit neuer Medikamente bei unseren Patienten oder erklären und zeigen ihnen den speziellen Umgang mit unterschiedlichen Injektionstechniken der Biologika oder Biosimilars. Zusätzlich stellen sie unseren Patienten relevante Informationen für eine gute Genesung zur Verfügung – von Medikamenten über Impfungen oder Begleiterkrankungen hin zu Ernährung und Sport.

 

Unsere Patienten werden mit Hilfe unserer Fachassistenten optimal versorgt und fühlen sich durch die intensive Betreuung sehr gut aufgehoben. Die Rheumatologischen Fachassistenten sind für eine ganzheitliche Patientenversorgung einfach unverzichtbar geworden und unterstützen durch ihre umfassenden Leistungen maßgeblich den Therapieerfolg jedes Patienten.

Rheumatische Erkrankungen gehen häufig mit Einschränkungen des Bewegungsapparats einher. Dabei können begleitende Reaktionen auftreten – wie z.B. bewegungsabhängige Schmerzen, Spannungsveränderungen von örtlich oder segmental zugeordneten Muskeln, vegetative Reaktionen der Haut und Unterhaut oder auch Sensibilitätsstörungen.

 

Die richtige Behandlungsform sorgt dafür, den Betroffenen trotz Rheuma möglichst schmerzfreie Bewegungen zu ermöglichen. Das Rheumazentrum Mittelhessen bietet genau dafür die sogenannte Manuelle Therapie, ein Spezialgebiet der Physiotherapie, an. Aktuell praktizieren bei uns vier spezialisierte Physiotherapeuten mit dem Zertifikat der Manuellen Therapie – und zwei weitere Mitarbeiter befinden sich in Ausbildung. Mit passiven Techniken und aktiven Übungen stellen sie im Rahmen dieser Bewegungstherapieform das Zusammenspiel zwischen Gelenken, Muskeln und Nerven bei unseren Patienten wieder her.

 

Nach der Verordnung der Manuellen Therapie durch einen unserer Ärzte erstellen wir durch eine physiotherapeutische Untersuchung einen individuellen Funktionsbefund, der als Grundlage für die entsprechende und gezielte Behandlung des Betroffenen dient.

 

Unsere zertifizierten Physiotherapeuten mobilisieren dann mithilfe sanfter Techniken blockierte oder instabile Gelenke, dehnen verkürzte Muskeln und kräftigen schwache Muskulatur. Dadurch werden Schmerzen gelindert – und die Beweglichkeit verbessert. Wir geben unseren Patienten zusätzlich regelmäßige Eigenübungen an die Hand, die einer Verschlechterung der Symptomatik vorbeugen und ein gutes Behandlungsergebnis sichern.

 

Was das Rheumazentrum Mittelhessen besonders macht, ist die Vielfalt an interdisziplinären Behandlungsmöglichkeiten. So entwickeln wir für jeden Patienten ein speziell auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Konzept – und sorgen damit für die langfristige Verbesserung des Wohlbefindens.

 

Informieren Sie sich hier über unsere weiteren, multimodalen Therapieformen.

 

Unsere Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder werden täglich durch verschiedenste Handgriffe und Bewegungen beansprucht – wir greifen, heben, tragen, ziehen, werfen… Dabei ist die richtige Belastung der Gelenke im Alltag enorm wichtig, um Schmerzen und Entzündungen vorzubeugen. Besonders bei einer rheumatischen Erkrankung sollte man gut darauf achten, dass man seine Gelenke vor Fehl- oder Überbelastung schützt. Denn durch die chronische Entzündung sind die Gelenke instabil und können sich langfristig versteifen und schmerzende Funktionseinschränkungen mit sich bringen.

 

Genau hier setzt die Ergotherapie an, die wir bei uns im Rheumazentrum Mittelhessen anbieten. Mit gezielten Übungen sorgen unsere Therapeuten in Einzel- und Gruppentherapien für das Wohl der Gelenke unserer Patienten. Mit möglichst belastungs- und kraftsparenden Bewegungsabläufen verbessern wir die Beweglichkeit der Patienten und ermöglichen ihnen damit eine Vielzahl von Tätigkeiten. Gleichzeitig werden durch die gelenkschonenden Übungen bereits vorhandene Beschwerden reduziert und das Fortschreiten der Entzündung in den Gelenken verzögert. Dadurch können unsere Patienten ihren Alltag besser meistern: die ergotherapeutische Behandlung ermöglicht es ihnen, wieder aktiver am Leben teilzunehmen und mehr Selbständigkeit zu erleben – mehr Lebensqualität durch gezielte Ergotherapie!

 

Zusätzlich sorgen unsere erfahrenen Ergotherapeuten für die Angleichung von Hilfsmitteln, z.B. Schienen, und helfen so bei der Rehabilitation.

Wir passen unsere Behandlungen ganz individuell an jeden Patienten an und unterstützen sie durch folgende Verfahren:

 

  • Gelenkmobilisation (aktiv oder passiv)
  • Muskelfunktionstraining
  • Koordinationstraining
  • Gedächtnistraining
  • Beratungen (Gelenkschutz, Alltagsbewältigung, Hilfsmittel, Arbeitsplatzanpassungen)
  • Schienenversorgung

 

Informieren Sie sich hier über unsere weiteren Therapiemöglichkeiten.

Bratlinge sind die vegetarische Alternative zur Frikadelle und werden je nach Region auch als Puffer, Falafel oder Reibekuchen bezeichnet. Sie werden aus Gemüse, Hülsenfrüchten oder Getreide gefertigt und häufig noch mit Ei, Mehl oder Semmelbröseln gebunden. Bei den Zutaten sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, denn nahezu jedes Gemüse lässt sich in geriebener und geraspelter Form zum Bratling verarbeiten. Gemüsepuffer sind daher eine tolle Option für Resteverwertung – und lassen sich sowohl als Hauptmahlzeit als auch als Beilage servieren.

 

Wir haben ein Bratling-Rezept mit Weizenkörnern für Sie zusammengestellt: diese enthalten viele B-Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, sind ein hervorragender Energielieferant und wirken gleichzeitig beruhigend auf den Magen. Anders als Weizenmehl schmecken Weizenkörner herzhafter und verleihen einen angenehm nussigen Geschmack.

 

Vegan und damit frei von tierischen Produkten werden die Bratlinge, wenn man auf Eier als Grundzutat verzichtet und stattdessen einen Ei-Ersatz verwendet, zum Beispiel Apfelmus oder in Wasser gequollene Chia-Samen.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Braten und Ausprobieren!

 

Gemüsebratlinge (4 Portionen à 2 Stück)
350 g gemischte Gemüsestreifen, roh (Möhren, Kohlrabi, Knollensellerie, Steckrübe, Zucchini o.ä.)
50 g Weizenkörner (3 Tage in Wasser quellen, täglich spülen)
2 Eier oder Ei-Ersatz
40 g Mehl
20 g Haferflocken, kernig
Salz, Pfeffer, gekörnte Brühe, Muskat, Kräuter

 

Das Gemüse in feine Streifen schneiden, ggf. Spiralschneider verwenden. Alle Zutaten zu einer Masse vermischen und in heißem Öl bei mittlerer Hitzezufuhr ausbraten. Zum Entfetten kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

 

Nährwerte pro Portion: 245 kcal, 13,5 g Fett, 23 g Kohlenhydrate, 8 g Eiweiß, 80 mg Calcium, 4 g Ballaststoffe, 22 mg Arachidonsäure

Bricht der erste Morgen des neuen Jahres an,

so erscheint der Himmel nicht anders als am Tag zuvor,

aber doch ist einem seltsam frisch zu Mute.

Yoshida Kenko (1283 -1350, japanischer Dichter und Mönch)

In diesem Sinne möchten wir uns ganz herzlich für ein schönes Jahr bedanken.

Wir blicken auf tolle Ereignisse zurück — Konzerte, Vorträge, Workshops

und gemeinsame Aktionen hier in unserem Rheumazentrum Mittelhessen.

Dafür sagen wir Danke!

Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

und auch an alle Patientinnen und Patienten,

die solche besonderen Momente ermöglicht und mitgestaltet haben.

Wir vom Rheumazentrum Mittelhessen wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten,

schöne Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr.

Ihr Rheumazentrum Mittelhessen

Hafer ist ein hervorragender Nährstofflieferant und zählt aufgrund seiner zahlreichen positiven Eigenschaften zu den wertvollsten und gesündesten Getreidearten. Sein hoher Eiweiß- und Ballaststoffgehalt bringt viel Energie, macht lange satt und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Die Vitamine B1 und B6 sorgen für ein starkes Nervensystem und eine ausgeglichene Psyche. Haferflocken sind außerdem dafür bekannt, den Cholesterinsiegel und den Blutzuckerspiegel zu senken.

 

Lange Zeit war Hafer eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Mitteleuropa — bis er durch die Kartoffel, die durch die Kolonialherren nach Europa gelangte, immer mehr an Bedeutung verlor. Seit einigen Jahrzehnten erlebt der Hafer dank seiner zahlreichen Vitalstoffe eine Renaissance und ist aus einer vollwertigen Ernährung nicht mehr wegzudenken.

 

Wir haben passend zur Weihnachtszeit ein Haferplätzchen-Rezept für Sie zusammengestellt und wünschen Ihnen viel Spaß beim Backen!

 

Haferplätzchen (40 Stück)
125 g Margarine
225 g grobe Haferflocken
½ Päckchen Vanillinzucker
¼ TL Koriander
2 Messerspitzen Anispulver
¼ TL Kardamom
je 50 g Orangeat, Zitronat, Rosinen
2 EL gehackte Mandeln
1 EL Zitronensaft
3 EL Honig
3 Eiweiß
1 Prise Salz
Puderzucker zum Bestäuben

 

Margarine im Topf zerlassen. Haferflocken, Vanillinzucker und Gewürze im Fett anrösten. Orangeat, Zitronat und Rosinen zufügen. Mischung abkühlen lassen. Mandeln, Zitronensaft, Mehl und Honig unterrühren. Eiweiß mit dem Salz steif schlagen, unterheben. Von der Masse mit zwei Teelöffeln Häufchen abstechen, diese auf, mit Backpapier belegte, Bleche setzen und im vorgeheizten Backofen bei 180° C ca. 12 – 15 min backen. Abkühlen lassen, nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

 

Nährwerte pro Stück: 66 kcal, 3 g Fett, 8 g Kohlenhydrate, 1,5 g Eiweiß, 0,5 g Ballaststoffe

Minestrone ist eine Suppe oder ein Eintopf aus verschiedenen Gemüsen — und ein echter Klassiker der italienischen Küche: ihren Ursprung hat sie bei den Römern, die schon vor über 2000 Jahren Gemüsesuppe zubereiteten. Heute erfreut sich die Minestrone über alle Ländergrenzen hinweg großer Beliebtheit, was sie vor allem ihren vielfältigen Variationsmöglichkeiten zu verdanken hat: vegetarisch oder mit Fleisch, warm oder kalt, mit kleinen Gemüsestücken oder cremig püriert — je nach Geschmack, Jahreszeit oder Region kann sie auf verschiedenste Weise angerichtet werden.

 

Unser Minestrone-Rezept mit saisonalem Wintergemüse ist ein echter Energie- und Vitaminmix und damit ideal für die kalte Jahreszeit. Die Pastinake etwa enthält viel Kalium und der Grünkohl hat den höchsten Vitamin-C-Gehalt unter allen Kohlsorten — damit sind Sie fit für den Winter!

 

Wir wünschen viel Spaß bei der Zubereitung und einen guten Appetit!

 

Winterminestrone (4 Portionen)
100 g magerer Schinken
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
160 g Staudensellerie
180 g Möhren
180 g Pastinaken
250 g Grünkohl
2 EL Olivenöl
1 frisches Lorbeerblatt
500 ml Gemüsebrühe
1 Dose Kichererbsen
Salz, Pfeffer, Kräuter

 

Schinken in schmale Streifen schneiden. Schalotten in feine Ringe schneiden. Staudensellerie ebenfalls in feine Streifen schneiden. Nun Möhren und Pastinaken in zentimetergroß würfeln und in einer Schüssel sammeln. In einem Topf Öl erhitzen und zuerst die Schalotten, dann den Schinken und nach 2 Minuten den Rest des zerkleinerten Gemüses und den Knoblauch zugeben. Weitere 2 Minuten anschwitzen. Den Grünkohl grob zerkleinern und ebenfalls in den Topf geben. Nun das Lorbeerblatt hinzugeben und mit Gemüsebrühe ablöschen. Zum Schluss die Kichererbsen hinzugeben und abermals aufkochen lassen. Suppe mit frischen Kräutern anrichten.

 

1 Portion enthält: 230 kcal, 20g Kohlenhydrate, 12g Eiweiß, 9g Fett

Die Steckrübe, oft auch Kohlrübe genannt, kam im 17. Jahrhundert aus Skandinavien zu uns. Im berüchtigten Steckrübenwinter während des 1. Weltkriegs war das Wurzelgemüse wichtigstes Nahrungsmittel und wurde zu Suppe, Auflauf, Koteletts, Brot und sogar Pudding und Marmelade verarbeitet.

 

Früher als Notfalllebensmittel verschrien hat es die Rübe 2017/2018 zum Gemüse des Jahres geschafft und gilt heute als echte Delikatesse. Ihr gelbes, leicht süßliches Fleisch enthält viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle, die dem Herzen, der Abwehrkraft und dem Magen gut tun und dabei leicht antibakteriell wirken. Echte Power für den Körper!

 

Das klassische Wintergemüse wird mit unserem Rezept zu einem leckeren Salat verarbeitet. Wir zeigen Ihnen, wie es geht:

 

Steckrübensalat (4 Portionen)
300 g  Steckrübe (Kohlrübe)
1 Apfel
1 Gewürzgurke
1 EL Pflanzenöl
1 TL Wasser
Salz, Pfeffer, Zucker
Gurkenaufguss + evtl. Essig
frische Kräuter nach Geschmack

 

Steckrübe und Apfel waschen und schälen. Aus Wasser, Öl, Gurkenaufguss und Gewürzen eine Marinade rühren. Steckrüben, Apfel und Gewürzgurke raspeln und mit der Marinade vermischen. Ca. 30 Minuten durchziehen lassen und mit frischen Kräutern servieren.

 

1 Portion enthält: 60kcal, 3 g Fett, 7g Kohlenhydrate, 1 g Eiweiß, 40 mg Calcium, 2,5  g Ballaststoffe, 0,3g Omega-3-Fettsäuren, 0 mg Arachidonsäure, 1 mg Vit. E, 0,3 mg Zink

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Aktionstag am Welt-Rheuma-Tag! Am 12. Oktober warten spannende Vorträge auf Sie – wir freuen uns!

 

Am 12. Oktober 2019 ist Welt-Rheuma-Tag! 1996 ins Leben gerufen, wird das Thema Rheuma an diesem Tag weltweit in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

 

Wir möchten Sie am Welt-Rheuma-Tag herzlich zu unserem Aktionstag einladen. In unseren Vorträgen und Workshops informieren wir Betroffene und Angehörige über das Krankheitsbild sowie über Therapiemöglichkeiten.

 

Dieses Jahr lautet das Motto »Rheuma ist jünger als du denkst« und soll rheumakranke Jugendliche und junge Erwachsene in den Fokus rücken – denn für junge Menschen, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben, ist der richtige Umgang mit der chronischen Erkrankung besonders wichtig. Rheuma und Familie, Sport, Reisen oder Ernährung sind spannende Themen, die am 12.10. ab 11 Uhr auf Sie warten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie trotz rheumatischer Erkrankung durchstarten können!

 

Schuppenflechte ist eine Autoimmunkrankheit, die Gelenke und Organe befallen kann, aber vor allem mit entzündeter, stark schuppender Haut einhergeht. Weltweit leiden etwa 125 Millionen Menschen unter der Krankheit.

 

Durch die Schuppenflechte ist die Barrierefunktion der Haut gestört, was dazu führen kann, dass Bakterien, Mikropilze oder Viren leichter in die Haut und somit in den Körper der Betroffenen eindringen können. Forscher haben jedoch entdeckt, dass Menschen mit Schuppenflechte vergleichsweise selten bakterielle oder virale Hautinfekte aufweisen – obwohl ihre Haut durchlässiger ist.

 

Grund dafür sind die sogenannten T-Zellen, kurz für T-Lymphozyten, welche für die Immunabwehr des Körpers mitverantwortlich sind. Sie wandern durch den Körper und überwachen die Zellen hinsichtlich Veränderungen wie Mutationen oder Virusinfektionen. Bei Menschen mit Schuppenflechte sind T-Zellen übermäßig aktiv und weisen eine Doppelwirkung auf: einerseits lösen T-Zellen die typischen Entzündungssymptome der Haut aus und andererseits kümmern sie sich gleichzeitig um die schützende Wirkung vor bakteriellen Infekten. Die Erkenntnis, dass T-Zellen die Wirkung antibakterieller Proteine verstärken und dadurch die Haut zusätzlich schützen, kann zu neuen Therapiestrategien bei Hauterkrankungen führen. T-Zellen sind wie bisher angenommen also nicht nur Feind, sondern auch Freund und Helfer bei Schuppenflechte.