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Warmes Wasser und leichtgängige Bewegungen: Im Bewegungsbad des Rheumazentrum Mittelhessen werden Muskeln entspannt, Gelenke entlastet und die allgemeine Beweglichkeit verbessert. Damit ist diese Form der Hydro- bzw. Physiotherapie eine wichtige, therapeutische und rehabilitative Maßnahme. Besonders bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, rheumatischen Erkrankungen, Arthrosen, Schmerzsyndromen, Wirbelsäulenerkrankungen, Operationen oder Verletzungen bietet die Wasseranwendung zahlreiche Vorteile und effektive Therapieergebnisse. Tauchen Sie ein und lassen Sie sich die Wasser-Bewegungstherapie vom Rheumazentrum Mittelhessen etwas näherbringen.

 

Das Bewegungsbad in unserem Akut- und Rehabilitationsbereich umfasst eine Wassertiefe von 1,30 m und Wasser mit einer Wohlfühltemperatur von 33 – 34°C. Durch die Auftriebskraft wiegt der Körper im Wasser nur noch 10% seines eigentlichen Gewichtes, Druck und Widerstand stützen den Körper zusätzlich und dämpfen gleichzeitig alle Bewegungen sanft ab. Spürbare, körperliche Erleichterung und ein Gefühl von Schwerelosigkeit ist die Folge. Übungen wie Gehen im Wasser oder Herunterdrücken, Ziehen und Weckdrücken von Schaumstoff-Schwimmbrettern lassen sich mit minimaler Belastung und mit reduzierten Schmerzen durchführen. Auch das Sturz- bzw. Verletzungsrisiko sinkt auf ein Minimum, sodass Bewegungsabläufe langsam, schonend und ohne Angst wiederhergestellt werden können. Dabei wird nicht nur die Muskulatur trainiert, sondern auch Kraft, Ausdauer, Bewegungserweiterung und Koordination entschieden verbessert.

 

Ein weiterer positiver Effekt der Physiotherapie im Bewegungsbad ist zum einen die Massage-Wirkung des Wassers, die während den Übungen entsteht und die allgemeine Durchblutung und das Herz-Kreislaufsystem anregt und damit auch Schwellungen reduzieren kann. Zum anderen wirkt sich die körperliche Entspannung oft auch auf das psychische Wohlbefinden aus und kann innere Gelassenheit mit sich bringen. Denn Schmerzen werden im Wasser reduziert, Bewegungen gehen leichter von der Hand und die Mobilität baut sich Stück für Stück wieder auf. Und zu guter Letzt ist natürlich noch der Spaßfaktor zu erwähnen: Ob in Einzel- oder Gruppentherapie oder beim selbständigen Üben, – das Bewegen im Wasser macht einfach großen Spaß und gehört zu unseren beliebtesten Therapieformen. Die Kombination aus schonenden Aufbauübungen und der allgemeinen Verbesserung der körperlichen und sogar geistigen Verfassung macht die Bewegungstherapie im Wasser zu einer effektiven Behandlung verschiedenster Beschwerdebilder.

 

Vor der Behandlung sollte unbedingt ein ärztliches Gespräch bzw. Anamnese erfolgen, um sicherzugehen, dass Übungsbehandlungen im Wasser ohne Kontraindikation durchgeführt werden können. Gern berät Sie auch hier das Rheumazentrum Mittelhessen persönlich.

 

Weitere Infos zur Rehabilitation im Wasser finden Sie hier in unserem Überblick:

 

 

Ziele der Bewegungstherapie im Wasser:

– frühestmögliche und schonende Mobilisation des Körpers

– Schmerzreduktion durch den Abfall des Muskeltonus (bei erhöhter Muskelspannung)

– Verringerung des Druckes auf die Gelenkflächen (z.B. bei Arthrose)

– Erleichterung von Bewegungen (bei geringer muskulärer Kraft, oder Lähmungen)

– Muskelkräftigung durch Widerstandsübungen mit Auftriebskörpern

– Förderung der Kraft, Ausdauer, Koordination und der allgemeinen Beweglichkeit

– Abbau von Angst vor Bewegung

– Motivation und Zutrauen für Eigenaktivitäten fördern

 

Besonders geeignet bei folgenden Erkrankungen:

– Arthrosen

– TEP (totale Endoprothese/Gelenkersatz) von Knie- und Hüftgelenken

– Bandscheiben-Operation

– degenerative Prozesse der Bewegungsorgane

– Osteoporose

– Frakturen-Nachbehandlung

– Frühmobilisation nach OP an Schultergelenken bzw. den oberen Extremitäten

– Reduktion von Schmerzen durch verspannte Muskulatur

 

Kontraindikationen / Nicht geeignet bei folgenden Faktoren:

– größere Wunden die nicht mit adäquatem Verbandmaterial verklebt werden können

– Infektionen

– nicht stabile Frakturen oder Gelenke

– geringe Herzleistung

– Herzrhythmusstörungen

– Inkontinenz  / Harnweginfekte

– Widerwillen / Panik / Nichtschwimmer

– Medikamentenpflaster

Die Fibromyalgie, übersetzt »Faser-Muskel-Schmerz«, ist ein komplexes Beschwerdebild, das sich nur schwer diagnostizieren lässt. Denn die chronische Erkrankung, die oft mit Schmerzen am ganzen Körper einhergeht, kann nicht durch typische Laborwerte oder Röntgenbilder erkannt werden. Viele Betroffene nehmen daher oft unzählige Arztbesuche auf sich, bis sie schließlich einen Arzt finden, der sich mit der Erkrankung auskennt. Neurologen oder Rheumatologen sind i.d.R. die besten Ansprechpartner für die Fibromyalgie.

 

Die Fachärzte des Rheumazentrums Mittelhessen kennen die Warnsignale der Erkrankung und bringen mit ihrem Know-how Licht ins Diagnose-Dunkel: Das Fibromyalgiesyndrom löst einen chronischen, tiefen Schmerz in mehreren Körperregionen aus, besonders an Muskeln, Gelenk-Umgebung und Sehnen. Der Schmerz beginnt oft am Rücken, breitet sich dann auf Beine und Arme aus – und hält oft monatelang an. Viele Betroffene leiden außerdem unter einer erhöhten Berührungsempfindlichkeit an den sogenannten Tenderpoints, also Druckpunkten an Sehnenansätzen, die beispielsweise im Nacken oder an den Ellenbogen sitzen. Hinzu kommen häufig weitere körperliche und auch psychische Symptome, etwa Kopfschmerzen, Herzrasen, Erschöpfung oder Konzentrations- und Schlafprobleme. Die Symptome bauen sich allmählich, oft über mehrere Jahre auf und können zu einer echten Belastung für Betroffene werden.

 

Ein multimodaler Behandlungsansatz kann akute Schmerzen lindern und zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität führen. Die Therapie im Rheumazentrum Mittelhessen besteht aus einer Kombination von Aktivierungsmaßnahmen: Ausdauer- und Krafttraining, Stretching sowie meditative Bewegungstherapien wie Yoga sorgen für spürbar positive Effekte. Auch Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen tun vielen Betroffenen gut und sollten in der Freizeit regemäßig ausgeübt werden. Zusätzlich wird Fibromyalgie-Patienten empfohlen, sich mit Schmerz und Schmerzbewältigung auseinanderzusetzen. Dies kann mit Hilfe einer Psychotherapie (Verhaltenstherapie) oder der Teilnahme an einer Schmerzbewältigungsgruppe erlernt werden.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen werden noch weitere Therapiebausteine angeboten: zum einen Physiotherapie und hydrotherapeutische Anwendungen zur Stimulierung des vegetativen Nervensystems und zum anderen detonisierende Maßnahmen wie Muskellockerung durch lokale Fangopackungen.

 

Die genauen Ursachen des Fibromyalgiesyndroms sind übrigens bis heute unbekannt. Forscher vermuten, dass psychische Belastungen wie Krisensituationen, familiäre oder berufliche Überforderung und Depression mögliche Auslöser sein können. Auch körperliche Traumatisierungen, Operationen sowie Nervenfasererkrankungen, hormonelle Funktionsstörungen oder Veränderungen der Schmerzverarbeitung könnten eine Rolle spielen.

 

Das Rheumazentrum Mittelhessen hilft Betroffenen mit einer präzisen Diagnosestellung und einem anschließenden multimodalen Therapiekonzept. Für weitere Informationen zum Fibromyalgiesyndrom stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Wärme hat einen hohen therapeutischen Stellenwert: Entspannung, Erholung und ganz besonders Schmerzlinderung gehören zu ihren heilenden Effekten. Verschiedene Wärmeanwendungen sind daher fester Bestandteil bei der Behandlung von Entzündungen und Schmerzen. Das Rheumazentrum Mittelhessen bietet verschiedene Formen der Thermotherapie an und stellt Ihnen in diesem Beitrag eine davon etwas näher vor, die sogenannte Fango-Therapie.

 

Fango ist ein aus vulkanischem Gestein gewonnener Schlamm, der eine hervorragende Wärmekapazität aufweist und deshalb schon lange für physiotherapeutische Wärmebehandlungen eingesetzt wird. Bereits in der Antike wurden griechische Soldaten mit erwärmtem ägyptischen Nilschlamm behandelt. Fango, italienisch für »heilender Schlamm«, enthält zudem eine Vielzahl an Mineralstoffen – von Magnesium über Tonerde hin zu Eisen und Kalzium.

 

Die schwarze Fango-Masse wird im Rheumazentrum Mittelhessen in Form einer Paraffin-Fangopackung auf ca. 50°C erwärmt und je nach Beschwerde auf die betroffenen Körperpartien angelegt. Die hohe und lange gleichbleibende Temperatur der Fangopackung fördert die Durchblutung der Haut, des Bindegewebes und der Muskulatur, was zur Entspannung und zur Linderung von Schmerzen beiträgt. So können gezielt Muskelgruppen, Gelenke, Reflexzonen oder auch Bereiche wie Schulter-Nacken, Rücken oder die Hüftregion behandelt werden.

 

Eine etwa 20-minütige Fango-Session sorgt für tiefe Entspannung und hilft deshalb auch bei allgemeiner Nervosität. Häufig wird die Methode jedoch als Vorbereitung für eine Massage, Bindegewebsmassage oder für weitere physiotherapeutische Behandlungen angewendet. Insgesamt gilt der wärmende Schlamm bei rheumatischen Beschwerden im chronischen Stadium, bei Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen, bei Schwellungen oder auch als postoperative Maßnahme als wirkungsvolle Heilmethode.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen ist die Fango-Therapie fester Bestandteil unserer therapeutischen Anwendungen und sorgt gleichzeitig für ein kleines »Wellness-Feeling« bei unseren Patienten. Gerne beraten wir Sie näher zur Fango-Behandlung und ihrer Wirkweise.

 

Weitere Therapiemöglichkeiten finden Sie hier.

Eine rheumatische Erkrankung kann Betroffene in ihrem Alltag stark beeinträchtigen. Gelenkschmerzen und -schwellungen schränken die Beweglichkeit ein und können sich schnell auch auf die Selbstversorgung, Produktivität und Freizeitgestaltung auswirken. Alltagstätigkeiten wie Kochen, das Öffnen einer Wasserflasche oder eines Marmeladenglases können zu einer großen Herausforderung werden. Das Rheumazentrum Mittelhessen unterstützt Betroffene dabei, den Alltag trotz Rheuma zu meistern. Heute stellen wir Ihnen einige praktische Hilfsmittel vor, mit denen alltägliche Betätigungen wieder selbständig und zufriedenstellend erledigt werden können.

 

Generell gilt: Lassen Sie sich Zeit beim Erledigen Ihrer Tätigkeiten. Die Symptome von Rheuma sind oft unberechenbar, also hören Sie auf Ihren Körper und Ihre Tagesform und bleiben Sie stets geduldig. Nicht immer muss die ganze Waschmaschinenladung an Wäsche direkt und in einem Durchgang aufgehängt werden.

Achten Sie auch auf gelenkschonende Bewegungen – die sind bei rheumatischen Entzündungen besonders wichtig. Die folgenden Gelenkschutzregeln geben Ihnen einen Überblick:

 

  • Achsengerechtes Bewegen: Hier geht es darum, die natürliche Bewegung zu nutzen und auf die anatomischen »Körperachsen« zu achten. Beispielsweise bilden Unterarm, Hand und Mittelfinger beim alltäglichen Hantieren idealerweise eine Linie, auf der die Gelenkpunkte gerade angeordnet sind. Eine solche achsengerechte Bewegung entlastet die Gelenke und macht den Alltag einfacher. Ein abgewinkeltes Messer oder »Fuchsschwanzmesser« ist der ideale Helfer für die Küche und lässt Sie achsengerecht und mit weniger Kraftaufwand Obst, Gemüse und Brot schneiden.

 

  • Hebelwirkung nutzen: Das Öffnen von Drehverschlüssen oder das Drehen des Haustürschlüssels erfordert viel Kraft in der Hand. Hier gilt: Hebel einsetzen, um den Kraftaufwand zu reduzieren! Beispielsweise lässt sich ein Schlüssel leichter drehen, wenn man einen Schraubenzieher durch das Loch am Schlüsselgriff schiebt und ihn so als Hebel verwendet. Wasserflaschen und Gläser mit geriffelten Deckeln lassen sich mit einem Handnussknacker oder auch mit speziellen Deckel- oder Drehverschlussöffnern mit extra Griff wieder wie von selbst öffnen. Vakuumöffner oder Saughebel können ebenfalls Abhilfe schaffen.

 

  • Dicke Griffe mit starkem Halt: Dünne Gegenstände wie Kugelschreiber oder Henkel an Eimern lassen sich mit dicken und rutschfesten Griffen einfacher fassen und bedienen. Schaumstoffrohre oder Rohrisolierungen aus dem Baumarkt lassen sich problemlos über dünne Objekte stülpen. Durch diese Griffverdickung werden die Gegenstände direkt griffiger, die Belastung wird auf die ganze Hand verteilt und die Fingergelenke werden geschont.

 

Mit solchen kleinen Hilfsmitteln sind große Veränderungen im Alltag mit Rheuma möglich. Wer kreativ ist und vielleicht sogar seinen inneren MacGyver auslebt und alltägliche Gegenstände erfinderisch verwendet und kombiniert, der findet garantiert noch weitere Lösungen und Strategien für mehr Selbständigkeit im Alltag trotz Rheuma.

 

Für Fragen, Tricks und weitere gelenkschonende Arbeitsweisen steht Ihnen gerne auch die Ergotherapie des Rheumazentrum Mittelhessens für zur Verfügung!

Im Rheumazentrum Mittelhessen sorgt unsere hauseigene Diätassistenz für eine gesunde Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen. Denn mit den richtigen Lebensmitteln lassen sich chronische Entzündungen und Schmerzen positiv beeinflussen: Mittlerweile belegen zahlreiche Studien, dass eine größtenteils pflanzliche, unverarbeitete Diät eine signifikante Verbesserung bei unterschiedlichen Faktoren wie Morgensteifigkeit, Schmerzen, dem allgemeinen Zustand oder geschwollenen Gelenken bewirkt. Deshalb stellt Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen immer wieder leckere Rezepte mit vitalisierenden Lebensmitteln und Inhaltsstoffen vor – damit Sie Zuhause und in Eigeninitiative Gutes für Ihre Gesundheit tun können.

 

Heute haben wir ein Rezept mit roten Linsen für Sie vorbereitet, denn diese enthalten jede Menge wertvolle Vitalstoffe, die nötig sind, um die rheumatischen Entzündungen im Körper dauerhaft abzugleichen. Vor allem die in den Linsen enthaltenen Antioxidantien, die Vitamine B1, B6 und Vitamin E sowie die Mineralstoffe Magnesium, Kupfer und Selen wirken entzündungshemmend und unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte. Noch dazu sind die kleinen Hülsenfrüchte starke Protein- und Ballaststofflieferanten! Damit halten sie lange satt und stabilisieren noch dazu den Blutzuckerspiegel.

 

Unser Rezept enthält neben roten Linsen auch verschiedene Gemüsesorten und basische Kokosmilch – das bringt Ihren Körper in die richtige Balance. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen unserer Suppe!

 

Mehr Infos zur pflanzlichen, überwiegend basischen Ernährung finden Sie in diesem Beitrag. Gern steht Ihnen das Rheumazentrum Mittelhessen auch mit einer individuellen Ernährungs- und Diätberatung zur Verfügung.

 

Achtung: Linsen haben einen hohen Purin-Gehalt und sind deshalb für Gicht-Patienten nur in kleinen Mengen geeignet!

 

 

Rote Linsen-Kokos-Suppe (6 Portionen)

1          Zwiebel
1          Knoblauchzehe
1          rote Paprika

2 TL     Currypulver

100g   Sellerie

100g   Möhre

100g   Porree

1 St.    Ingwer

1 EL    Öl

2 EL    Zitronensaft

175g   rote Linsen

400ml  Kokosmilch

700ml  Gemüsebrühe

Salz, Chili, Kokosraspel

 

 

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Anschließend das Gemüse waschen, putzen und würfeln. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Curry anschwitzen, das Gemüse dazugeben und leicht andünsten. Linsen dazugeben und alles mit Kokosmilch und Gemüsebrühe auffüllen. Für ca. 20. Min köcheln lassen bis die Linsen zerfallen. Nun fein pürieren und mit Zitronensaft, Salz und Chili pikant abschmecken. Mit Kokosflocken oder Kokosraspeln garnieren und servieren.

 

1 Portion enthält:  296 kcal, 18,7 g Fett, 23,6 g Kohlenhydrate, 8,2 g Eiweiß, 74 mg Calcium, 6,9 g Ballaststoffe,
0,3 g Omega-3-Fettsäuren, 0 mg Arachidonsäure, 1,5 mg Vit. E, 1,56 mg Zink

Sellerie ist mehr als nur ein Nahrungsmittel und wird seit Jahrhunderten erfolgreich gegen rheumatische Beschwerden und Gicht eingesetzt. Das Rheumazentrum Mittelhessen beleuchtet die medizinischen Eigenschaften und erstaunlichen Wirkungen der Heilpflanze.

 

Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen gleich auf mehreren Ebenen für einen Gesundheits-Boost: Echter Sellerie kurbelt den Stoffwechsel und das Nervensystem an, senkt den Blutdruck, reguliert Nieren- und Verdauungsfunktionen und senkt den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel. Die harntreibende Wirkung der Pflanze sorgt für eine gründliche Entwässerung und Entschlackung, was gerade bei Rheuma und Gicht außerordentlich wichtig ist. Das beugt gegen entzündliche Reaktionen im Körper vor und kann rheumatische Beschwerden spürbar lindern. Besonders magen- und verdauungsfreundlich unterstützt Sellerie Rheuma-Betroffene auch gerade dann, wenn der Magen durch die Medikamenteneinnahme angeschlagen ist.

 

Bereits die alten Ägypter wussten um die heilende Kraft der Pflanze und setzten den Wildsellerie gegen rheumatische Beschwerden ein. Ab dem Mittelalter wurde die Knolle wie selbstverständlich im Arznei- und nicht im Gemüsegarten angebaut. Heute haben wissenschaftliche Studien die gesundheitsfördernden Wirkungen lange bestätigt. Man fand außerdem heraus, dass der im Sellerie enthaltene Pflanzenfarbstoff Apigenin das Gehirn dabei unterstützt, neue Verbindungen zwischen Nervenzellen zu knüpfen – das hilft gegen neurologische Altersbeschwerden wie Demenz und beugt sogar Depressionen vor. Auch in der Krebsmedizin spielt die Heilpflanze eine immer größere Rolle: Sellerie-Stoffe schützen nachweislich gegen verschiedene Krebsarten, helfen während der Chemotherapie und können sogar bösartige Tumore verkleinern.

 

Egal, ob Knollensellerie, Stauden-, Stangen- oder Schnittsellerie – wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, greift am besten regelmäßig zu. Beispielsweise lässt sich aus frischem Stangensellerie ganz unkompliziert Selleriesaft machen: Die Stangen einfach gründlich waschen und in einem Entsafter auspressen, je nach Vorliebe können auch andere Lebensmittel – Karotten, Bananen oder Nüsse – hinzugemixt werden.

 

Das Rheumazentrum Mittelhessen hat außerdem ein tolles Sellerie-Rezept für Sie vorbereitet, damit Sie die Heilkraft der Knolle auch kulinarisch so richtig genießen können. Wir wünschen viel Spaß beim Zubereiten!

 

 

Sellerieschnitzel mit Kürbiskern (4 Portionen)

 

½         Sellerieknolle

4 EL    Kürbiskerne

4 EL    Semmelbrösel

250 ml Buttermilch

2          Eiklar

1 EL    Joghurt

3 EL    Mehl

4 EL    Albaöl

Salz, Pfeffer, Kürbiskernöl

 

Sellerie schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Einen Topf mit Wasser und Salz zum Kochen bringen und den Sellerie 6 Minuten darin garen, abgießen, abschrecken und abkühlen lassen. Kürbiskerne fein hacken und mit Semmelbröseln mischen. Eiklar zu Schnee aufschlagen und mit Joghurt vermischen. Die Selleriescheiben mit etwas Mehl bestäuben, durch den Joghurt-Eischnee ziehen und mit den Bröseln panieren. Albaöl in einer Pfanne erhitzen und Die Schnitzel bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit etwas Kürbiskernöl servieren.

 

Pro Portion: 590 kcal, 30 g Fett, 30 g Kohlenhydrate, 28 g Eiweiß, 0,75 g Ballaststoffe, 0,3 g Omega-3-Fettsäuren

 

»Hoffnung ist Kraft. Es ist so viel Energie in der Welt, als Hoffnung in ihr ist.“

Albert Schweitzer (1875 – 1965, evangelischer Theologe)

Ein aufreibendes Jahr neigt sich dem Ende zu.

Wir blicken auf viele Herausforderungen zurück – und auch darauf, wie wir gemeinsam

alle Hürden genommen und gemeistert haben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Patient*innen für das

uns entgegengebrachte Vertrauen –

und bei unseren Kooperationspartnern für die wertvolle Unterstützung.

Jetzt gilt es, der Zuversicht und Hoffnung wieder mehr Raum zu geben

und wieder neue Kraft zu schöpfen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen besinnliche Feiertage

und einen guten Start in ein neues, gesundes

und hoffentlich freundlicheres Jahr.

Ihr Rheumazentrum Mittelhessen

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus – und gerade für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen spielt Sport eine besonders wichtige Rolle. Wir vom Rheumazentrum Mittelhessen geben Ihnen hier einen kurzen Überblick über die vielfältigen Vorteile von Sport.

 

Körperliche Bewegung kurbelt den Stoffwechsel und das Immunsystem an. Und das wiederum produziert vermehrt Abwehrzellen und wirkt damit einer Vielzahl von Krankheiten entgegen – von Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck bis hin zu Diabetes.

 

Außerdem werden Muskulatur, Herz und weitere Organe durch Bewegung angeregt. Das stärkt nicht nur die Gewebe im Körper, sondern auch die Belastungsfähigkeit von Knorpel, Sehnen und Bändern. Und sogar die Knochen werden durch Bewegung stabilisiert – ideal bei Osteoporose.

 

Viele unserer Patienten leiden unter unangenehmen Begleiterscheinungen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder Schmerzen in den Gelenken. Durch regelmäßige, körperliche Ertüchtigung können solche Beschwerden deutlich reduziert werden. Sport dämmt die Krankheitsaktivität ein, verbessert die Gelenkfunktion – und kann sogar zu einer verringerten Medikamenteneinnahme führen.

 

Neben diesen zahlreichen, körperlichen Pluspunkten sorgt Bewegung auch für seelisches und geistiges Wohlbefinden – denn Sport setzt Endorphine frei. Die Glückshormone sorgen dafür, dass Stress und Anspannung abgebaut werden. Wer langfristig Sport treibt, ist fit, ausgeschlafen und kommt gut gelaunt durch den Tag.

 

Schon kleine Maßnahmen wie Treppensteigen oder regelmäßige Spaziergänge wirken sich positiv auf den Körper aus. Für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen eignen sich beispielsweise auch sanftes Krafttraining mit leichten Gewichten, moderates Ausdauertraining wie etwa Walking oder Schwimmen sowie Gymnastik oder Wassergymnastik. Auch Yoga und Tai Chi erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Grundsätzlich kommen bei Rheuma alle Bewegungen infrage, die die Gelenke nicht übermäßig belasten. Ist das gewährleistet, muss eigentlich nur noch herausgefunden werden, welche Sportart Ihnen am meisten Freude bereitet.

 

Haben Sie Lust auf mehr Bewegung bekommen? Gern beraten wir vom Rheumazentrum Mittelhessen Sie persönlich über Ihre vielfältigen Möglichkeiten unter Berücksichtigung Ihres aktuellen Gesundheitszustands.

Typischerweise greifen rheumatische Erkrankungen die Gelenke im Körper an. Bei den sogenannten Kollagenosen richtet sich die Entzündung jedoch gegen weiches Gewebe im Körper – meistens das Bindegewebe, aber auch Haut, Muskeln, Gefäße oder innere Organe. Als eine der führenden Kliniken für Rheumatologie möchten wir Ihnen diese seltenen Krankheitsformen etwas näher erläutern.

 

Bei den Kollagenosen handelt es sich um systemische Autoimmunerkrankungen, die sich vorwiegend gegen körpereigene Bindegewebszellen richten. Das Immunsystem kann nicht mehr zwischen gesunden oder kranken Körperzellen unterscheiden und bekämpft gesunde Zellen. Da das Bindegewebe in allen Bereichen des Körpers vorkommt, können Kollagenosen prinzipiell in jedem Organ auftreten. Die genauen Ursachen der Immunstörung sind aktuell nicht bekannt. Vermutlich spielen jedoch erbliche Faktoren, Hormone – Frauen sind häufiger betroffen –, psychischer Stress, Infektionen und Sonnenbestrahlung eine Rolle bei der Entstehung.

 

Viele Kollagenosen haben ganz ähnliche Symptome, weshalb man sie häufig erst im weiteren Krankheitsverlauf voneinander unterscheiden kann. Das Sjögren-Syndrom, eine Form der Autoimmunerkrankungen, zeigt sich etwa durch eine verminderte Tränen- und Speichelproduktion: Es kommt zu trockenem Mund, trockenen Augen, trockenen Schleimhäuten. Überempfindlichkeit bei Sonnenbestrahlung mit geröteter Haut und teilweise angeschwollenen Gelenken kann auf die Form Systemische Lupus erythematodes hinweisen. Eine Polymyositis macht sich mehr durch Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber bemerkbar.

 

Zu den typischen Symptomen der Kollagenosen gehört das sogenannte Raynaud-Syndrom: Hierbei werden, meist bei Kälte aber auch bei Stress, die Finger oder Zehen der Betroffenen blass und kalt. Viele junge Frauen kennen das Symptom seit ihrer Jugend, meistens handelt es sich dabei um nicht krankheitsrelevante Durchblutungsstörungen der Finger. Doch kommt es im Erwachsenenalter zu einem Farbwechsel in den Fingern – von weiß zu blau und schließlich zu rot, man spricht in dem Fall vom Tricolore-Phänomen –, könnte dies ein Hinweis auf das Vorliegen einer rheumatischen Erkrankung sein. Dann gilt es, gezielt auf weitere Symptome zu achten, etwa Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen oder Muskelschwäche, Hautveränderungen oder reduzierte Belastbarkeit.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen untersuchen unsere Fachärzte bei Verdacht auf Kollagenosen die Entzündungswerte im Blut, bestimmen antinukleare Antikörper und prüfen zusätzlich gezielt Herz, Lunge und Nieren auf Entzündungen. Selbst seltene Krankheiten wie die genannten Bindegewebsdegenerationen sind fester Bestandteil unseres Behandlungsspektrums. Unsere erfahrenen und spezialisierten Ärzte finden nicht nur die richtige Diagnose, sondern auch die ideale Therapie, um bei chronischen Erkrankungen wirksam zu helfen und den Patienten ein gutes, möglichst beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.

Die Deutsche Rheuma-Liga feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen – und produziert im Jubiläumsjahr regelmäßig spannende Podcasts zum Thema Rheuma. Die Sendungen klären auf, geben Tipps zum Leben mit rheumatischen Erkrankungen oder stellen Neuigkeiten und Projekte der Rheumaforschung vor.

 

Gleich zwei Experten vom Rheumazentrum Mittelhessen sind Teil der 14. Folge des »Rheuma-Podcasts«, der dieses Mal vom Rheuma-Liga Landesverband Hessen erstellt wird. Unter dem Thema »Rheuma hat viele Gesichter« stellen Kathrin Storck-Müller, Leiterin des Rheumazentrums Mittelhessen, und Heinz-Otto Junker, Leiter der therapeutischen Abteilung, ihr fachliches Know-how zur Verfügung.

 

Wie wichtig ist Bewegung bei rheumatischen Erkrankungen? Was ist Fibromyalgie? Und wie wird im Rheumazentrum Mittelhessen eine bedarfsgerechte und vor allem zielgerichtete Therapie für Betroffene entwickelt? In knapp 15 Minuten werden diese und weitere bewegende Fragen für die Zuhörer beantwortet.

 

Der Podcast erscheint pünktlich zum Welt-Rheuma-Tag, der in diesem Jahr nicht wie gewohnt als große Veranstaltung der Deutschen Rheuma-Liga mit Vorträgen, Übungen und persönlichen Gesprächen stattfinden kann. Das Gespräch mit den Spezialisten vom Rheumazentrum Mittelhessen ist daher ein wertvoller Beitrag in diesen dynamischen Zeiten und unterstützt alle Betroffenen und Interessierten mit anschaulichem und interessantem Input. Kommen Sie mit uns und erleben Sie die vielen Gesichter von Rheuma.

 

Hier geht’s zum Podcast – wir wünschen viel Spaß beim Hören!