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Wenn das Immunsystem aus der Balance gerät, greift es im schlimmsten Falle körpereigene Gewebe an – und das ist bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen der Fall. Für Rheuma-Betroffene ist es daher besonders wichtig, das Immunsystem zu stärken und die eigene Abwehr wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wir haben Ihnen einige Tipps und Empfehlungen zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Abwehrkräfte stärken und damit die Symptome von rheumatischen Erkrankungen effektiv lindern können.

 

Stress reduzieren

Lang anhaltender, negativer Stress, beispielsweise durch eine Trennung oder durch erhöhten Leistungsdruck im Job, kann das Immunsystem erheblich schwächen: Die Anzahl der Abwehrzellen im Blut nimmt ab und ihre Effektivität lässt nach, wodurch man schneller krank wird und langsamer wieder gesund. Daher sollten Sie Stress so weit wie möglich vermeiden.

 

  • Versuchen Sie Ihr Zeitmanagement zu verbessern, indem Sie die Aufgaben nach ihrer Dringlichkeit ordnen und sich immer nur auf eine Aufgabe nach der anderen konzentrieren. Dabei können eine To-Do Liste oder Tages- und Wochenpläne elfen.

 

  • Machen Sie einen kurzen Spaziergang. Dadurch entfernen Sie sich räumlich aus der Stresssituation und können so entspannen. Außerdem schüttet Ihr Körper bei Bewegung Glückshormone aus, die bei der Stressbekämpfung helfen. Wer Lust hat, seine Ausdauer noch ein bisschen mehr zu fordern, der kann es auch mal mit Nordic Walking versuchen.

 

  • Entspannen Sie Ihre Muskeln. Dabei helfen einfache Übungen, denn wer gestresst ist, ist nicht nur geistig, sondern auch körperlich angespannt. Pusten Sie zum Beispiel Ihre Backen kurz auf und lassen Sie dann Ihren Kiefer locker hängen oder schneiden Sie ein paar Grimassen, um die Gesichtsmuskulatur zu entspannen. Wenn Sie sich ein wenig mehr Zeit nehmen möchten, dann versuchen Sie es mit progressiver Muskelrelaxation, Meditation oder Yoga.

 

 

Die richtige Ernährung

Genauso wie jeder andere Prozess im Körper braucht auch das Immunsystem die richtigen Nährstoffe. Durch eine Umstellung Ihrer Ernährung können Sie Ihrem Körper einen wirkungsvollen Immunboost verschaffen.

 

  • Essen Sie viel unverarbeitetes Obst und Gemüse. Diese helfen Ihnen, sich basisch zu ernähren. Das ist wichtig, um mögliche überflüssige Säuren im Körper zu neutralisieren, da diese Entzündungen fördern. Außerdem liefert rohe Pflanzenkost dem Körper, und damit auch dem Immunsystem, wichtige Vitamine und Spurenelemente.

 

  • Trinken nicht vergessen! Wasser bringt nicht nur neue Mineralstoffe, die der Körper braucht, sondern spült auch Toxine und andere nicht benötigte Abfallprodukte wieder raus. Gleichzeitig braucht der Körper Wasser, um die Schleimhäute feucht zu halten, sodass Erreger gar keine Chance haben, überhaupt in den Körper einzudringen. Limos und Kaffee entziehen dem Körper aber mehr Wasser, als sie liefern. Greifen Sie also lieber zu einem erfrischenden Glas Mineralwasser oder einer leckeren Tasse mit ungesüßtem Tee.

 

 

Kämpfen Sie Seite an Seite mit Ihrem Immunsystem

Mit den bisherigen Tipps können Sie Ihrem Immunsystem die Arbeit schon ungemein erleichtern. Sie können Ihre körpereigenen Abwehrkräfte sogar noch besser unterstützen, indem Sie aktiv mitarbeiten und versuchen, Ansteckungen zu vermeiden.

 

  • Machen Sie regelmäßiges Händewaschen zum Ritual. Nach jedem Toilettengang, nach dem Kontakt mit Tieren oder vor der Zubereitung von Lebensmitteln – das sind nur einige der Gelegenheiten, bei denen sich Händewaschen lohnt. Es tötet Erreger ab und schützt Sie vor viralen und bakteriellen Erkrankungen.

 

  • Lassen Sie sich impfen. Geben Sie Ihrem Immunsystem die Baupläne seines Feindes mit auf den Weg. Ihre Abwehrkräfte werden davon profitieren, denn das menschliche Immunsystem hat ein gutes Gedächtnis. Wenn der Erreger in den Körper eindringt, wird es nach der Impfung genau wissen, wie es damit umgehen muss.

 

  • Schlafen Sie ausreichend. Der Körper bildet in der Ruhezeit mehr Abwehrzellen, die er dann gegen Viren und Bakterien einsetzen kann. Das ist einer der Gründe, warum man sich bei einer Erkältung so schlapp und müde fühlt. Gönnen Sie Ihrem Immunsystem also diese wertvolle Vorbereitungszeit, damit es immer gut gewappnet ist.

Symptome von rheumatischen Erkrankungen können mit den richtigen Lebensmitteln merkbar abgemildert werden: Eine größtenteils pflanzliche, unverarbeitete Diät hilft dabei, Schmerzen, Schwellungen oder Morgensteifigkeit signifikant zu verbessern. Das Rheumazentrum Mittelhessen stellt Ihnen regelmäßig leckere Rezepte mit vitalisierenden Lebensmitteln und Inhaltsstoffen vor – damit Sie zuhause und in Eigeninitiative viel Gutes für Ihre Gesundheit tun können.

 

Was haben Wassermelonen eigentlich mit Honigmelonen zu tun? Nicht so viel, wie man eigentlich denken könnte. Wassermelonen gehören zu den Kürbisgewächsen, während Honigmelonen näher mit Gurken verwandt sind. Honigmelonen sind also botanisch betrachtet ein Gemüse. Wir finden, das ist Grund genug, um die leckere »Frucht« in einen bunten Salat zu schnippeln. Die süße Melone rundet in unserem tollen Sommerrezept den etwas bitteren Geschmack des Radicchios ab.

 

Übrigens: Wenn Sie bei Ihren Tischgenossen mit Italienisch-Kompetenzen punkten wollen, dann sollten Sie sich die Aussprache merken. Die deutsche Zunge ist versucht, aus dem Namen »Raditschio« zu machen. Korrekt spricht man sowohl das »C« als auch das »Ch« wie ein »K« aus. Es muss also »Radik-kio« heißen.

 

Die roten Blätter des Radicchios sind übrigens richtige Gesundheitshelden. Der Bitterstoff Intybin wirkt zum Beispiel verdauungsfördernd und regt den Appetit an, was diesen Salat zu einer ausgezeichneten Vorspeise macht. Außerdem kann der Radicchio mit Vitamin C, B-Vitaminen, Eisen, Kalium und Kalzium aufwarten. In diesem Vergleich braucht sich die Honigmelone nicht zu verstecken. Auf 100g kommen hier erfrischende 90 g Wasser und viele Vitamine und Mineralstoffe.

 

Wir wünschen gutes Gelingen bei der richtigen Aussprache und viel Freude beim Genießen.

 

 

Fruchtiger Radicchio Salat

 

100 g   Radicchio

30 g    Honigmelone

1 EL    saure Sahne
2 EL    Dickmilch oder Joghurt 3,5 % Fett

Salz, Pfeffer, unbehandelte Zitrone, Zitronenabrieb
frische Kräuter nach Geschmack

 

 

Aus saurer Sahne, Dickmilch, Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und Zitronensaft ein würziges Dressing herstellen. Radicchio waschen, trockenschleudern und in feine Streifen schneiden. Die Melone von der Schalen befreien, fein Würfeln und in die Schüssel zum Radicchio geben. Das Dressing darüber geben und sorgfältig mischen. Nach Belieben mit Kräutern garnieren.

 

Pro Portion: 40 kcal, 2 g Fett, 3 g Kohlenhydrate, 2 g Eiweiß, 1 g Ballaststoffe, 60 mg Calcium

Hausärzte und Fachärzte spielen eine Schlüsselrolle bei der Identifizierung von potenziell rheumatischen Symptomen und bei der Überweisung der betroffenen Patient*innen an einen Rheumatologen für eine weiterführende Diagnose und Behandlung. Aufgrund der Vielfalt der Symptome und der Möglichkeit von Überschneidungen mit anderen Erkrankungen gestaltet sich die Erstdiagnose jedoch manchmal sehr komplex.

 

Wir geben Ihnen einige Hinweise an die Hand, die Ihnen dabei helfen, Anzeichen und Symptome einer möglichen rheumatischen Erkrankung zu erkennen, die eine Überweisung zum Rheumatologen rechtfertigen können.

 

Ohne Zugang zu Röntgenbildern

 

Für Hausärzte ohne Zugang zu Röntgenbildern gibt es verschiedene klinische Anzeichen und Symptome einer rheumatischen Erkrankung. Dazu gehören eine anhaltende Gelenkschwellung, die typische Morgensteifigkeit von mehr als 30 Minuten und eine Vorliebe für Kälte an den Gelenken (beispielsweise finden Patientinnen und Patienten Quarkwickel angenehm). Zusätzlich können erhöhte Entzündungswerte und fluktuierende Beschwerden, bei denen Patient*innen oft über Schmerzen in mehreren Gelenken berichten (bei rheumatoider Arthritis sind häufig beide Seiten betroffen), auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen. Auch das Vorliegen einer Psoriasis in Kombination mit Schwellung von Gelenken oder z.B. eines ganzen Fingers / Zehs (Daktylitis) wäre ein starker Hinweis.

 

Mit Zugang zu Röntgenbildern

 

Wenn Sie Röntgenbilder anfertigen können oder bereits vorliegen haben, sollten Sie auf gelenknahe Entkalkung, Zysten und Erosionen sowie Gelenkspaltverschmälerungen oft ohne Anbauten achten. Diese Anzeichen sprechen stark für eine rheumatische Erkrankung und sollten daher von einem Rheumaspezialisten weiter untersucht werden.

 

Blutuntersuchung: Das sind die Entzündungsmarker

 

Blutuntersuchungen können zusätzlich Aufschluss über eine mögliche rheumatische Erkrankung geben: Entzündungsmarker wie das C-reaktive Protein (CRP) und BSG, sowie spezifische Antikörper, die mit rheumatischen Erkrankungen assoziiert sind, wie Rheumafaktoren und anti-citrullinierte Protein-Antikörper (ACPA), ANA – AK ( 1:320) werden über das Blut aufgedeckt und können die Diagnosestellung unterstützen (und später auch den Krankheitsverlauf überwachen).

 

Auf Nummer Sicher gehen

 

Auch wenn Sie sich nicht vollkommen sicher in Ihrem Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung sind, ist es besser, vorsichtig zu sein und eine Überweisung in Betracht zu ziehen. Die chronischen, oft schmerzenden Erkrankungen können schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebensqualität des Patienten haben, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden. Daher raten wir: Gehen Sie lieber auf Nummer Sicher und lassen Sie die Anzeichen bei Ihren Patientinnen und Patienten von einem Rheuma-Spezialisten prüfen.

Symptome von rheumatischen Erkrankungen können mit den richtigen Lebensmitteln merkbar abgemildert werden: Eine größtenteils pflanzliche, unverarbeitete Diät hilft dabei, Schmerzen, Schwellungen oder Morgensteifigkeit signifikant zu verbessern. Das Rheumazentrum Mittelhessen stellt Ihnen regelmäßig leckere Rezepte mit vitalisierenden Lebensmitteln und Inhaltsstoffen vor – damit Sie Zuhause und in Eigeninitiative viel Gutes für Ihre Gesundheit tun können.

 

Wussten Sie schon, dass Erdbeeren eigentlich überhaupt keine Beeren sind? Eigentlich sind die kleinen Nüsschen auf der Oberfläche die Frucht und das, was wir Erdbeere nennen, nur eine »Scheinbeere«. Das ändert aber natürlich nichts daran, dass Erdbeeren so richtig lecker sind – und gesund noch obendrein: Schon 200 g der roten Früchte decken den durchschnittlichen Tagesbedarf an Vitamin C ab – damit schlagen sie sogar Orangen und Zitronen. Noch dazu sind Erdbeeren vollgepackt mit wichtigen Mineralien, Spurenelementen und Ballaststoffen und kommen unserer Gesundheit damit auf vielfältige Weise zugute. Zum Beispiel senken sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirken entzündungsverhindernd im Darm.

 

Und mal abgesehen davon sind Erdbeeren einfach lecker und erfrischend. Genau der richtige Snack für zwischendurch, wenn es mal wieder richtig warm wird. Egal ob einfach so aus der Schale oder in einem cremig-fruchtigen Shake, wie in dem Rezept, das wir Ihnen heute mitgebracht haben.

 

Wer einen Shake auf pflanzlicher Basis sucht, kann die Buttermilch einfach durch eine vegane Alternative ersetzen. Dafür empfiehlt sich zum Beispiel, anderthalb Esslöffel Apfelessig in 800 ml Sojadrink zu mischen. Bevor Sie die Mischung benutzen, sollten Sie sie etwa eine Viertelstunde stehen lassen, damit der Sojadrink ausreichend sauer werden kann. Die Menge an Apfelessig können Sie nach Geschmack auch um einen weiteren Esslöffel erhöhen. Ausgerüstet mit diesem super Rezept steht einem erfrischten Sommer nichts mehr im Wege. Wir wünschen viel Spaß beim Shaken!

 

 

Buttermilch-Erdbeershake (4 Portionen)

 

400      g         Erdbeeren

   1       TL        Honig

800      ml        Buttermilch

100      ml        Saftschorle (z.B. Holunder)

                        Eiswürfelform

 

In einer Eiswürfelform kleine Erdbeerstücke versenken, mit Wasser auffüllen und für mindestens 4 Std. einfrieren. Die Erdbeeren waschen, putzen und in einem hohen Gefäß sammeln. Mit Buttermilch auffüllen, Honig hinzugeben und pürieren. Schorle hinzugeben und vermischen. In Gläser abfüllen und mit einem Erdbeer-Eiswürfel garnieren.

1 Portion enthält: 125 kcal, 1,5 g Fett, 18 g Kohlenhydrate, 7,5 g Eiweiß, 2 g Ballaststoffe, 250 mg Calcium

Der Erkennung rheumatischer Erkrankungen kommt in der medizinischen Praxis eine bedeutende Rolle zu. Denn die Frühdiagnose trägt wesentlich zur effektiven Behandlung und damit zur Verbesserung der Lebensqualität der Patient*innen bei. Röntgenbilder spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie machen die Auswirkungen der Krankheit auf Gelenke und Knochen sichtbar und helfen dabei, die Entwicklung der Krankheit zu verfolgen. Wir geben Ihnen einen kleinen Leitfaden an die Hand, wie Sie chronische Arthritiden (Entzündungen der Gelenke) auf Röntgenbildern erkennen und interpretieren können.

 

Röntgen aller vier Extremitäten

 

Da die rheumatoide Arthritis an verschiedenen Gelenken und an unterschiedlichen Stellen im Körper auftreten kann, ist eine vollständige Röntgenuntersuchung aller vier Extremitäten von entscheidender Bedeutung, im Fokus stehen dabei die Hände und die Vorfüße. Zusätzlich kann so besser das Ausmaß und die Schwere der Krankheit erkannt werden.

 

Typische Anzeichen von chronischen Arthritiden

 

Arthritiszeichen auf Röntgenbildern können Gelenkschwellungen, gelenknahe Entkalkung, Zysten und Erosionen, Gelenkspaltverschmälerung oft ohne Osteophyten, Ankylose und Mutilation beinhalten. Diese Zeichen können bei etwa 10-20% der Patient*innen nur in den Fußgelenken sichtbar sein, wobei das Metatarsophalangealgelenk (MTP 5) und das Großzehengrundgelenk oft am stärksten betroffen sind. Zahlreiche kleinzystische Läsionen an Händen und Füßen zu Beginn der Krankheit sind ein wichtiger negativer Prädiktor für die Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis.

 

Die Früh- und Direktzeichen von Arthritis

 

Frühzeichen einer Arthritis sind sehr indirekt und können erst Wochen bis Monate nach Ausbruch der Erkrankung sichtbar werden. Beispiele hierfür sind eine Weichteilverdichtung im Röntgenbild, gelenknahe Entkalkung und unregelmäßige Corticalisunterbrechungen. Arthritische Direktzeichen, die durch Knorpel- und Knochendestruktion infolge der Entzündungsprozesse entstehen, entwickeln sich erst Monate bis Jahre nach den röntgenologischen Frühzeichen.

 

Entwicklung und Stillstand der Arthritis

 

Mit fortschreitender Krankheit können sich Gelenkveränderungen wie Subluxation, Luxation und Fehlstellung entwickeln. Diese entstehen durch Affektion der Bänder und Kapsel und durch gleichmäßige fortschreitende Knorpel- und Knochenzerstörung, die zu einer konzentrischen Gelenkspaltverschmälerung führt und somit als Spätzeichen gelten.

Wenn eine Arthritis zum Stillstand kommt, zeichnet sich das durch eine fibröse, möglicherweise ossifizierende Ankylose aus. Bei frühzeitigem Stillstand der Arthritis kann eine Reparationsphase eintreten und es kann sich eine sekundäre Arthrose entwickeln.

 

Phänomen Enthesiopathie

 

Enthesiopathie, eine Veränderung im periostfreien Übergangsbereich zwischen Sehnengewebe und Knochenstruktur, äußert sich häufig in Form von Verkalkungen und ist durch gleichzeitige Destruktion im angrenzenden Knochenbereich gekennzeichnet. Diese Veränderungen sind häufig bei seronegativer Spondylarthritis, Psoriasisarthritis und Spondylitis ankylosans zu finden.

 

Unterscheidung von Arthritis und Arthrose

 

Im Gegensatz zur Arthritis zeigen Röntgenbilder bei Arthrose typischerweise eine Gelenkspaltverschmälerung an der Druckaufnahmezone, oft in Verbindung mit subchondraler Spongiosaverdichtung, Geröllzysten und Osteophyten.

Am 24.06.2023 in Bad Endbach

 

Zusammen mit dem Rheumatikum e.V. veranstalten wir einen Aktionstag in Bad Endbach unter dem Motto »Rheuma trifft«. Denn Gemeinschaft, Miteinander und soziale Verbindungen sind grundlegende Aspekte für ein erfüllendes Leben. Besonders für Personen mit chronischen Erkrankungen kann ein Gefühl der Zugehörigkeit neue Hoffnung wecken und Optimismus fördern.

 

Mit dem Aktionstag möchten wir eine Plattform für Begegnungen schaffen und den Dialog unter Betroffenen und mit medizinischem Fachpersonal stärken. Hier können Bewältigungsstrategien ausgetauscht und das Verständnis um die Erkrankung vertieft werden. Im Fokus steht das Thema »Selbsthilfe und Rheuma«.

 

Ein buntes Programm wartet auf alle Patentinnen und Patienten, Kolleginnen und Kollegen sowie Freunde und Verwandte von Betroffenen: mit spannenden Kurzvorträgen zum Thema Selbsthilfe, einer Speeddating-Runde mit Rheuma-Expert*innen und mit individuell gestalteten Kaffeetafeln von verschiedenen Selbsthilfegruppen der Region.

 

Kommen Sie vorbei und seien Sie Teil unseres Aktionstages – wir freuen uns auf Sie!

 

 

Wann?

Samstag, der 24.06.2023 ab 14 Uhr

 

Wo?

Rheumazentrum Mittelhessen

Sebastian-Kneipp-Str. 36

35080 Bad Endbach

 

Wie?

Einfach vorbeikommen – eine Anmeldung ist nicht nötig und der Eintritt ist kostenfrei!

 

Programm:

RZMH_Aktionstag_Rheuma_triff_Programm_2023.pdf

Das Immunsystem ist unser körpereigenes Abwehrsystem, unser persönlicher Schutzschild gegen Krankheiten und Infektionen. Schädliche Viren, Bakterien, Keime und Pilze dringen durch die Atemluft, die Haut oder die Nahrung in den menschlichen Organismus und werden vom Immunsystem identifiziert und zerstört. Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist das eigentlich schützende Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten und greift den Körper konstant an. Wir fassen für Sie zusammen, wie das Immunsystem (dys-)funktioniert und wie es zur Entstehung von Rheuma & Co. beiträgt.

 

Intaktes System: Gezielte Abwehr von Krankheitserregern

 

Als erste Reaktion auf Krankheitserreger sendet das intakte Immunsystem automatisch weiße Blutkörperchen aus: Granulozyten und Markophagen »fressen« fremde Erreger auf und werden daher auch als »Fresszellen« bezeichnet. Eine spezifische Abwehr setzt ein, wenn die unspezifische versagt hat oder es sich um bereits bekannte Erreger, also solche, die der Körper schon einmal abwehren musste, handelt. In dem Fall sendet das Immunsystem B- und T-Lymphozyten, sogenannte B- und T-Zellen aus, welche Botenstoffen produzieren, die verschiedene Wege der Abwehr aktivieren, wodurch sie die ungewollten Krankheitserreger zerstören.

 

Gestörtes Abwehrsystem: Die Ursache für Rheuma & Co.

 

Doch wenn das Immunsystem dauerhaft aktiv ist und nicht mehr zwischen fremden und körpereigenen Strukturen unterscheiden kann, greift es auch gesunde Zellen und Gewebe im Körper an. B- und T-Zellen werden immer wieder durch das überreagierende Immunsystem aktiviert und lösen chronische Entzündungsreaktionen aus, was nach und nach das betroffene Gewebe im Körper zerstört. Genau das geschieht bei Autoimmunerkrankungen oder Autoinflammationen wie den entzündlich-rheumatische Erkrankungen.

 

Im Falle der rheumatoiden Arthritis bekämpfen die B- und T-Zellen immer wieder die Gelenke bzw. Gelenkinnenhäute und lösen konstante oder schubweise Entzündungen aus. Bei der multiplen Sklerose zerstören sie die körpereigenen Nervenfasern und bei Kollagenosen wie dem systemischen Lupus Erythematodes (SLE) befallen sie das Bindegewebe von Gelenken, Muskeln, Haut und Organen.

 

Warum das eigene Immunsystem auf »Selbstangriff« umschaltet, ist Forschern noch immer nicht ganz klar. Genetische Faktoren oder Umwelteinflüsse und Infektionskrankheiten sind nach aktuellem Wissensstand die Ursache für ein dysfunktionales, überaktives Abwehrsystem.

 

Tipps für Betroffene: Immunsystem regulieren

 

Für Rheumatiker*innen ist es besonders wichtig, das chronisch aktive Immunsystem zu hemmen und wieder mehr ins Gleichgewicht zu bringen. Dies kann durch entzündungshemmende Medikamente wie Immunsuppressiva, welche die immunologische Aktivität reduzieren, erreicht werden. Zum anderen hilft eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung, ausreichend Schlaf und wenig Stress dabei, das Immunsystem wieder auszubalancieren.

Pizza geht ja bekanntlich immer. Das Teiggericht erfreut sich ungebrochener, internationaler Beliebtheit und ist darüber hinaus in seiner Ursprungsform, dem neapolitanischen Pizzabacken, sogar zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit aufgestiegen. Hochachtungsvoll ob dieser Leistung haben wir ein eigenes Pizza-Rezept zusammengestellt – unser kleines Kulturerbe aus Bad Endbach.

 

Für alle Pizzafans, Gemüseliebhaber und gesundheitsbewussten Esser ist unser Rezept genau das Richtige: Denn die Gemüsepizza ist mit roten Tomaten, gelber Paprika und grünem Lauch ist nicht nur farblich ein Hingucker, sondern schmeckt auch noch saftig-frisch und lecker. Und natürlich kommen die pflanzlichen Nahrungsmittel mit einer ordentlichen Portion Vitaminen daher.

 

Das Beste: Sie können die Pizza ganz nach Belieben mit dem unterschiedlichsten Gemüse toppen. Neben den Klassikern wie Champignons & Co. eignen sich auch Brokkoli, Zucchini, Mais oder Rucola ganz hervorragend. Noch ein paar Gemüsereste vom Vortag zur Hand? Prima, immer drauf damit! Vielleicht entspricht das nicht ganz dem neapolitanischen Reinheitsgebot, aber schmecken tut es alle Mal.

 

Gemüsepizza (6 Portionen)

Für den Teig:

400 g   Dinkelmehl

½ TL    Jodsalz

20 g     frische Hefe

125ml   lauwarmes Wasser

3EL      Rapsöl

 

Für Soße & Belag:

100 g   Lauch

100 g   Paprika

50 g     Champignons

1 Stk.   Knoblauchzehe

300 g   Tomaten

200 g   Magerquark

2 EL     Mineralwasser

30 g     Parmesan

Oregano, Basilikum, Thymian, Pfeffer, Salz

 

Teigherstellung: Zuerst die Hefe in Wasser auflösen und mit Dinkelmehl, Salz und Öl zu einem Teig verkneten. Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort für mindestens 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Lauch, Paprika waschen, Champignon putzen und jeweils in feine Streifen schneiden. Die Tomaten vom Strunk befreien und mit Knoblauch fein hacken, mit Magerquark und etwas Mineralwasser in einer Schüssel sammeln und mit Oregano, Basilikum, Thymian, Pfeffer und Salz abschmecken.

Den Teig auf einem bemehlten Blech ausrollen, die Tomatenmischung und Gemüse gleichmäßig verteilen, sowie den Parmesan aufstreuen. Nun bei 200°C für etwa 35 Minuten backen.

1 Portion enthält: 395 kcal, 13 g Fett, 51 g Kohlenhydrate, 20 g Eiweiß, 200 mg Calcium, 4 mg Vitamin E

Zum Abendessen ein Glas Rotwein oder am Wochenende ein, zwei Bier unter Freunden – Alkohol gehört für viele Menschen zum Alltag dazu. Besonders in Deutschland wird noch immer überdurchschnittlich viel Alkohol konsumiert, etwa zehn Liter pro Kopf der Bevölkerung. Damit liegt das Land des Reinheitsgebots im internationalen Vergleich im oberen Zehntel.

 

Grund genug, die Wechselwirkung zwischen Alkohol und rheumatologischen Erkrankungen mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Vorweg ist natürlich zu sagen, dass übermäßiger Alkoholkonsum und »Rauschtrinken« gesundheitliche Schäden mit sich bringen kann und daher unbedingt vermieden werden soll – unabhängig von körperlichen (Vor-)Erkrankungen. Doch wie schaut es aus mit dem ein oder anderen Gläschen Wein oder Bier und wie wirken sich kleinere Mengen bei rheumatischen Beschwerden aus?

 

Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew und Multiple Sklerose:

Überraschende Studien

 

Gute Nachrichten für die Autoimmunerkrankten: Tatsächlich haben mehrere Studien ergeben, dass Menschen, die ab und zu Alkohol trinken, ein reduziertes Risiko haben, an rheumatoider Arthritis zu erkranken. Und überraschenderweise kann Alkohol laut einer britischen Studie der Universität Sheffield* bei Menschen mit rheumatoider Arthritis auch positive Effekte auf die Entzündungsreaktion im Körper haben. Grund dafür ist vermutlich, dass Alkohol das Immunsystem hemmt: bei Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis, Morbus Bechterew oder Multipler Sklerose, bei denen das Immunsystem fehlfunktioniert und den Körper angreift, kann Alkohol also einen positiven Effekt haben. Aber auch hier gilt: Nur gelegentlich, damit der Alkohol keine anderen körperlichen oder gar psychischen Schäden verursacht.

 

Gicht und Osteoporose: Nicht mal ein Schlückchen?

 

Wer an der Stoffwechselerkrankung Gicht oder an Osteoporose (Knochenschwund) leidet, sollte gänzlich auf Alkohol verzichten. Bei beiden Erkrankungen spielt Säure im Körper eine große Rolle – je mehr Säure, desto stärker ist der Gichtanfall oder der Knochenschwund. Und da Alkohol im Körper zu Säure abgebaut wird, sind die Auswirkungen von Bier, Schnaps & Co. entsprechend negativ und können – im Falle von Gicht – schmerzhafte Beschwerden und Entzündungen hervorrufen. Bei Osteoporose greift Alkohol die Knochenmasse an, hemmt die Knochenaufbauzellen und führt zu einer allgemeinen Verschlechterung des Zustands. Doch tatsächlich bildet ein gelegentliches Glas Wein sowohl bei Gicht als auch bei Osteoporose die Ausnahme, denn Wein enthält weniger Purine als Bier und andere alkoholische Getränke und führt damit zu weniger Säure im Körper.

 

Wie viele Gläser sind denn nun erlaubt?

 

»Ein bisschen« Alkohol ist »ab und zu« oder »nur gelegentlich« erlaubt – wie viel soll das denn sein? Laut der europäischen Gesellschaft für Kardiologie sind 50-100 Gramm Alkohol pro Woche noch im grünen Bereich, das entspricht etwa eineinhalb bis zweieinhalb Liter Bier oder einem halben bis ganzen Liter Wein pro Woche. Wir vom Rheumazentrum Mittelhessen finden jedoch: Je weniger, desto besser. Wie wäre es zum Beispiel auch mal mit einem alkoholfreien Monat wie dem »Dry January« oder dem »Sober October«?

 

Bitte sprechen Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt über das Thema Alkoholkonsum. Besonders bei Schmerzmitteln und anderen Medikamenten kann es zu schädlichen Wechselwirkungen mit Alkohol kommen. Bitte beachten Sie außerdem, dass Alkoholabhängigkeit zu schweren körperlichen und psychischen Schäden führen kann. Nehmen Sie bei Verdacht auf Alkoholsucht bitte unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch!

 

 

*Quelle: https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Alkohol_gegen_rheumatoide_Arthritis1771015586981.html (Link von Mai 2023).

Symptome von rheumatischen Erkrankungen können mit den richtigen Lebensmitteln merkbar abgemildert werden: Eine größtenteils pflanzliche, unverarbeitete Diät hilft dabei, Schmerzen, Schwellungen oder Morgensteifigkeit signifikant zu verbessern. Das Rheumazentrum Mittelhessen stellt Ihnen regelmäßig leckere Rezepte mit vitalisierenden Lebensmitteln und Inhaltsstoffen vor – damit Sie Zuhause und in Eigeninitiative viel Gutes für Ihre Gesundheit tun können.

 

Was ist gesund, mit Knoblauch vergleichbar und sprießt im Frühling aus dem Waldboden? Genau – Bärlauch! Von Anfang März bis Mai in schattig-feuchten Laub- und Mischwäldern zu finden, kommt Bärlauch mit starken Heilwirkungen daher und wirkt entgiftend, antibiotisch, immunstärkend und cholesterinsenkend. Seinem Ruf als »wilden Knoblauch« wird das Wildkraut durch den aromatischen Geschmack mehr als gerecht. In der Küche wird Bärlauch daher gern zum Verfeinern von Aufstrichen, Salaten, Pesto, Soßen und Suppen sowie deftigen Hauptspeisen wie Risotto oder Flammkuchen verwendet. Oder eben für Spätzle – wie in dem Rezept, was wir heute für Sie mitgebracht haben. Wir wünschen viel Spaß beim Bärlauchsammeln und Spätzleschaben!

 

 

 

Bärlauchspätzle (4 Portionen)

 

250      g          Vollkornmehl    

1          TL        Salz                

1          Pr.        Pfeffer

100      ml        kaltes Wasser                         

100      g          Bärlauch, frisch           

3                      Eier / Ei-Ersatz 

                        Holzbrett, Teigschaber                                               

 

Bärlauch gründlich waschen und fein hacken. In einer Schüssel Mehl, Eier oder Ei-Ersatz,

Wasser, Salz und eine Prise Pfeffer mischen. Den Bärlauch hinzugeben und den Teig

verrühren bis er leichte Fäden zieht, nach Bedarf etwas Wasser hinzugeben.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen.

 

Das Holzbrett anfeuchten, Teig portionsweise auf das Brett geben und mit dem Teigschaber kleine Spätzle direkt in das siedende Wasser hobeln. Sobald die Spätzle an der Wasseroberfläche schwimmen mit einer Schaumkelle herausnehmen und mit Käse oder Pesto servieren.

 

Pro Portion: 255 kcal, 5,75 g Fett, 38 g Kohlenhydrate, 12,25 g Eiweiß, 6,7 g Ballaststoffe, 2,69 mg Zink