Es gab alle Hände voll zu tun, am Aktionstag Rheuma und „HandWerk“. Hände müssen in Bewegung bleiben

Es gab alle Hände voll zu tun, am Aktionstag Rheuma und „HandWerk“.
Hände müssen in Bewegung bleiben
Nach dem Erfolg der letzten Aktionstage „Spiel mit Rheuma“,
„Im Garten mit Rheuma“ , „Sport und Rheuma“, ….

hat der Verein Rheumatikum e.V. in diesem Jahr zu einem Aktionstag Rheuma und „Hand-Werk“ am 11.05.2019 eingeladen.
Bei 90 % aller Rheuma-Patienten ist die Funktion der Hände in Mitleidenschaft gezogen. Die eingeschränkte manuelle Fähigkeit darf kein Grund dafür sein, die Hände in den Schoß zu legen. Sie dürfen auf keinen Fall ruhig gestellt werden, sagte Frau Storck-Müller, Leiterin des Rheumazentrum Mittelhessen, anlässlich des Aktionstags im Rheumazentrum Mittelhessen.
Die hohe Anzahl an Gelenken im Bereich der Handwurzel und der Finger ermöglicht eine teils sehr große Beweglichkeit. Bei Schmerzen in den Gelenken neige die Mehrzahl der Betroffenen zu einer Schonhaltung. Die Folge die daraus entstehen kann ist, die Einschränkung der Mobilität. Die Betroffenen trauen sich keine Arbeiten mit den Händen mehr zu und setzen damit einen Kreislauf in Gang, den es zu durchbrechen gelte, so Storck-Müller.
Am Aktionstag zeigten Katrin Storck-Müller und ihre Mitarbeiter, welch umfangreiche Möglichkeiten an handwerklichen Arbeiten es gibt, die auch mit rheumatisch betroffene Händen durchgeführt werden können. In verschiedenen Workshops zeigten die Mitarbeiter des Rheumazentrums wie man mit Säge, Hammer und Nägel Nistkästen zusammenbauen kann und lernen Küchengeräte kennen die ihnen bei der Zubereitung von Speisen die Arbeit erleichtern. Gestalterische Komponenten wie Aquarelle malen und Schmucksteinmosaiks legen runden das Angebot ab.
Im Vorfeld wurde die Aktion mit einer Fülle von selbst gestrickten Kleidungstücken von Rheumapatienten unterstützt. Stricken ist bei Rheuma kein Problem. Ebenso wurden Bilder von Betroffenen die während des Klinikaufenthaltes gemalt wurden, ausgestellt.
Musikalisch wurde der Aktionstag von Herrn und Frau Strube unterstützt. Sie brachten den interessierten Gästen das Spielen der Veeh-Harfe näher. Mit wenigen Hilfsmitteln war es möglich das Harfenspielen zu erlernen und gleichzeitig die Finger zu mobilisieren.
Ein ungewöhnliches Handwerk zeigte ein Zauberer, der mit kleinen Kunststücken seine hohe Fingerfertigkeit unter Beweis stellte.
Im Therapiebereich konnten die Besucher eine Handmassage genießen, ein wärmendes Handbad nehmen oder die Sensorik der Hände in verschieden Behältern testen.