Fibromyalgie: Hauptsymptom Schmerz und wie wir ihn behandeln können

Die Fibromyalgie, übersetzt »Faser-Muskel-Schmerz«, ist ein komplexes Beschwerdebild, das sich nur schwer diagnostizieren lässt. Denn die chronische Erkrankung, die oft mit Schmerzen am ganzen Körper einhergeht, kann nicht durch typische Laborwerte oder Röntgenbilder erkannt werden. Viele Betroffene nehmen daher oft unzählige Arztbesuche auf sich, bis sie schließlich einen Arzt finden, der sich mit der Erkrankung auskennt. Neurologen oder Rheumatologen sind i.d.R. die besten Ansprechpartner für die Fibromyalgie.

 

Die Fachärzte des Rheumazentrums Mittelhessen kennen die Warnsignale der Erkrankung und bringen mit ihrem Know-how Licht ins Diagnose-Dunkel: Das Fibromyalgiesyndrom löst einen chronischen, tiefen Schmerz in mehreren Körperregionen aus, besonders an Muskeln, Gelenk-Umgebung und Sehnen. Der Schmerz beginnt oft am Rücken, breitet sich dann auf Beine und Arme aus – und hält oft monatelang an. Viele Betroffene leiden außerdem unter einer erhöhten Berührungsempfindlichkeit an den sogenannten Tenderpoints, also Druckpunkten an Sehnenansätzen, die beispielsweise im Nacken oder an den Ellenbogen sitzen. Hinzu kommen häufig weitere körperliche und auch psychische Symptome, etwa Kopfschmerzen, Herzrasen, Erschöpfung oder Konzentrations- und Schlafprobleme. Die Symptome bauen sich allmählich, oft über mehrere Jahre auf und können zu einer echten Belastung für Betroffene werden.

 

Ein multimodaler Behandlungsansatz kann akute Schmerzen lindern und zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität führen. Die Therapie im Rheumazentrum Mittelhessen besteht aus einer Kombination von Aktivierungsmaßnahmen: Ausdauer- und Krafttraining, Stretching sowie meditative Bewegungstherapien wie Yoga sorgen für spürbar positive Effekte. Auch Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen tun vielen Betroffenen gut und sollten in der Freizeit regemäßig ausgeübt werden. Zusätzlich wird Fibromyalgie-Patienten empfohlen, sich mit Schmerz und Schmerzbewältigung auseinanderzusetzen. Dies kann mit Hilfe einer Psychotherapie (Verhaltenstherapie) oder der Teilnahme an einer Schmerzbewältigungsgruppe erlernt werden.

 

Im Rheumazentrum Mittelhessen werden noch weitere Therapiebausteine angeboten: zum einen Physiotherapie und hydrotherapeutische Anwendungen zur Stimulierung des vegetativen Nervensystems und zum anderen detonisierende Maßnahmen wie Muskellockerung durch lokale Fangopackungen.

 

Die genauen Ursachen des Fibromyalgiesyndroms sind übrigens bis heute unbekannt. Forscher vermuten, dass psychische Belastungen wie Krisensituationen, familiäre oder berufliche Überforderung und Depression mögliche Auslöser sein können. Auch körperliche Traumatisierungen, Operationen sowie Nervenfasererkrankungen, hormonelle Funktionsstörungen oder Veränderungen der Schmerzverarbeitung könnten eine Rolle spielen.

 

Das Rheumazentrum Mittelhessen hilft Betroffenen mit einer präzisen Diagnosestellung und einem anschließenden multimodalen Therapiekonzept. Für weitere Informationen zum Fibromyalgiesyndrom stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.