{"id":7999,"date":"2023-04-02T16:15:41","date_gmt":"2023-04-02T14:15:41","guid":{"rendered":"https:\/\/rheumazentrum-mittelhessen.de\/rezept-gemuesepizza-copy\/"},"modified":"2024-01-10T14:01:48","modified_gmt":"2024-01-10T13:01:48","slug":"alkohol-und-rheuma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rheumazentrum-mittelhessen.de\/el_el\/alkohol-und-rheuma\/","title":{"rendered":"Alkohol und Rheuma \u2013 vertr\u00e4gt sich das?"},"content":{"rendered":"<p>Zum Abendessen ein Glas Rotwein oder am Wochenende ein, zwei Bier unter Freunden \u2013 Alkohol geh\u00f6rt f\u00fcr viele Menschen zum Alltag dazu. Besonders in Deutschland wird noch immer \u00fcberdurchschnittlich viel Alkohol konsumiert, etwa zehn Liter pro Kopf der Bev\u00f6lkerung. Damit liegt das Land des Reinheitsgebots im internationalen Vergleich im oberen Zehntel.<\/p>\n<p>Grund genug, die Wechselwirkung zwischen Alkohol und rheumatologischen Erkrankungen mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Vorweg ist nat\u00fcrlich zu sagen, dass \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Alkoholkonsum und \u00bbRauschtrinken\u00ab gesundheitliche Sch\u00e4den mit sich bringen kann und daher unbedingt vermieden werden soll \u2013 unabh\u00e4ngig von k\u00f6rperlichen (Vor-)Erkrankungen. Doch wie schaut es aus mit dem ein oder anderen Gl\u00e4schen Wein oder Bier und wie wirken sich kleinere Mengen bei rheumatischen Beschwerden aus?<\/p>\n<h3><strong>Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew und Multiple Sklerose:<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00dcberraschende Studien<\/strong><\/p>\n<p>Gute Nachrichten f\u00fcr die Autoimmunerkrankten: Tats\u00e4chlich haben mehrere Studien ergeben, dass Menschen, die ab und zu Alkohol trinken, ein reduziertes Risiko haben, an rheumatoider Arthritis zu erkranken. Und \u00fcberraschenderweise kann Alkohol laut einer britischen Studie der Universit\u00e4t Sheffield* bei Menschen mit rheumatoider Arthritis auch positive Effekte auf die Entz\u00fcndungsreaktion im K\u00f6rper haben. Grund daf\u00fcr ist vermutlich, dass Alkohol das Immunsystem hemmt: bei Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis, Morbus Bechterew oder Multipler Sklerose, bei denen das Immunsystem fehlfunktioniert und den K\u00f6rper angreift, kann Alkohol also einen positiven Effekt haben. Aber auch hier gilt: Nur gelegentlich, damit der Alkohol keine anderen k\u00f6rperlichen oder gar psychischen Sch\u00e4den verursacht.<\/p>\n<h3><strong>Gicht und Osteoporose: Nicht mal ein Schl\u00fcckchen?<\/strong><\/h3>\n<p>Wer an der Stoffwechselerkrankung Gicht oder an Osteoporose (Knochenschwund) leidet, sollte g\u00e4nzlich auf Alkohol verzichten. Bei beiden Erkrankungen spielt S\u00e4ure im K\u00f6rper eine gro\u00dfe Rolle \u2013 je mehr S\u00e4ure, desto st\u00e4rker ist der Gichtanfall oder der Knochenschwund. Und da Alkohol im K\u00f6rper zu S\u00e4ure abgebaut wird, sind die Auswirkungen von Bier, Schnaps &amp; Co. entsprechend negativ und k\u00f6nnen \u2013 im Falle von Gicht \u2013 schmerzhafte Beschwerden und Entz\u00fcndungen hervorrufen. Bei Osteoporose greift Alkohol die Knochenmasse an, hemmt die Knochenaufbauzellen und f\u00fchrt zu einer allgemeinen Verschlechterung des Zustands. Doch tats\u00e4chlich bildet ein gelegentliches Glas Wein sowohl bei Gicht als auch bei Osteoporose die Ausnahme, denn Wein enth\u00e4lt weniger Purine als Bier und andere alkoholische Getr\u00e4nke und f\u00fchrt damit zu weniger S\u00e4ure im K\u00f6rper.<\/p>\n<h3><strong>Wie viele Gl\u00e4ser sind denn nun erlaubt?<\/strong><\/h3>\n<p>\u00bbEin bisschen\u00ab Alkohol ist \u00bbab und zu\u00ab oder \u00bbnur gelegentlich\u00ab erlaubt \u2013 wie viel soll das denn sein? Laut der europ\u00e4ischen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie sind 50-100 Gramm Alkohol pro Woche noch im gr\u00fcnen Bereich, das entspricht etwa eineinhalb bis zweieinhalb Liter Bier oder einem halben bis ganzen Liter Wein pro Woche. Wir vom Rheumazentrum Mittelhessen finden jedoch: Je weniger, desto besser. Wie w\u00e4re es zum Beispiel auch mal mit einem alkoholfreien Monat wie dem \u00bbDry January\u00ab\u00a0oder dem \u00bbSober October\u00ab?<\/p>\n<p><strong>Bitte sprechen Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt \u00fcber das Thema Alkoholkonsum. Besonders bei Schmerzmitteln und anderen Medikamenten kann es zu sch\u00e4dlichen Wechselwirkungen mit Alkohol kommen. Bitte beachten Sie au\u00dferdem, dass Alkoholabh\u00e4ngigkeit zu schweren k\u00f6rperlichen und psychischen Sch\u00e4den f\u00fchren kann. Nehmen Sie bei Verdacht auf Alkoholsucht bitte unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch!<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>*Quelle: <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/www.wissenschaft-aktuell.de\/artikel\/Alkohol_gegen_rheumatoide_Arthritis1771015586981.html\">https:\/\/www.wissenschaft-aktuell.de\/artikel\/Alkohol_gegen_rheumatoide_Arthritis1771015586981.html<\/a> <\/span>(Link von Mai 2023).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Abendessen ein Glas Rotwein oder am Wochenende ein, zwei Bier unter Freunden \u2013 Alkohol geh\u00f6rt f\u00fcr viele Menschen zum Alltag dazu. 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